Buddhistische Fremdwörter

Sobald man beginnt, sich mit buddhistischen Lehren zu befassen, stößt man rasch auf eine große Menge Fremdwörter. Möglicherweise geläufige, wie beispielsweise „Karma„, oder andere die einem vielleicht völlig unbekannt sind. Warum ist das so? Und muss das so sein?

Die Bezeichnungen stammen für gewöhnlich aus dem Pali – vermutlich des historischen Buddhas Umgangssprache [Dhamma] – oder aus dem Sanskrit – die Gelehrtensprache im indischen Raum zu jener Zeit [Dharma]. Für einige dieser Wörter gäbe es deutschsprachige Übersetzungen, welche den ursprünglichen Sinn recht gut beibehalten.

kamma/karma = Wirken, Tat

Bei anderen ist dem nicht so. Oder die Übersetzung hört sich für uns irgendwie zusammengesetzt an.

samsara = Daseinskreislauf, Daseinswanderung, betändiges Wandern

Womöglich bestünde auch eine Ähnlichkeit mit Wörtern aus westlich geläufigen Religionen. Die wörtliche Übersetzung würde zwar gut übereinstimmen, aber das zu beschreibende Konzept könnte von der geläufigeren Verwendung verfälscht werden.

mara = böser Geist, Versucher, Gegenteil von Buddha -> Teufel

Letztendlich hat aber jede Sprache in ihrer Verwendung eine gewisse Unschärfe. Das wird durch Medien, persönliches Umfeld und vielen weiteren Faktoren ständig beeinflusst. Außerdem gibt es womöglich zwischen den einzelnen Richtungen und Schulen des Buddhismus auch unterschiedliche Bedeutungen, sodass es für Neulinge noch schwerer wird, sich den konzeptuellen Sinn zu erschließen.

Für mich selbst, ich wurde nicht-religiös-katholisch erzogen, ist es teilweise schwer mir die unvertraut klingenden Wörter zu merken und die Bedeutung korrekt zu zuordnen. Was mir aber die nötige Zuversicht gibt, ist das innere Verständnis, dass ich empfinde, wenn ich Buddhas Analogien und Verdeutlichungen lese oder davon erzählt bekomme.
Deshalb wirkt das Lernen dieser Vokabel für mich als Umweg. Auch wenn es im Dialog mit anderen Buddhisten vermutlich hilfreich wäre, findet für mich der buddhistische Wandel zum Großteil im Inneren, also im Geiste, statt. Dort finde ich Bemühungen sinnvoller, als in der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit.

Möglicherweise ist es für andere Buddhisten speziell interessant mit den Lehren auch die Kultur deren Ursprungs zu studieren. Mein Ego empfindet das allerdings noch nicht so. Meiner Wahrnehmung nach möchte ich die Lehren so klar und direkt als möglich in meine Lebensführung aufnehmen. Der Rest ist hübsche Verpackung.

Mit zuversichtlichen Grüßen
[toe]

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