Moderner Theravada

Edit: Dieser Beitrag ist veraltet und meine Ansichten haben sich in der Zwischenzeit verändert: Triratna-der westliche Orden

Im Buddhismus gibt es heute 3 wesentliche Traditionen, die sich auf mehrere Schulen verteilen. Ich möchte heute über den modernen Theravada berichten, dem ich meine persönliche Praxis zuordnen würde, falls ich eine Schublade auswählen sollte.
Im mordenen Theravada findet sich der selbe Schwerpunkt wie in allen Theravada Schulen, nämlich dass die Inhalte der Lehrereden des historischen Buddha selbst als Basis für die eigene Praxis verwendet werden. Andere Schulen, die sich im Laufe der Zeit gebildet haben ergänzen diese Lehren mit eigenen Werken. Dabei wurden teilweise die Schwerpunkte in der Praxis sehr verändert. Zum Beispiel hatte Buddha schon immer von Mitgefühl erzählt. Bei oberflächlicher Betrachtung hört man allerdings immer wieder, dass ein theravadischer Mönch für sich selbst nach Befreiung strebt, während in anderen Schulen der Zustand des Bodhicitta angestrebt wird. Das ist der Erwachte, der die letzten Stufen der Befreiung erst betritt, wenn alle Lebewesen dahin geführt wurden. Die Motivation dafür liegt im unermesslichen Mitgefühl für alle Lebewesen.

Der größte Gegensatz vom modernen Theravada zu den übrigen Theravada Schulen ist wahrscheinlich, dass nur ein sehr geringer oder kein Wert auf traditionelle Rituale gelegt wird. Für mich bietet das den Freiraum die Werte der Lehre in mein eigenes kulturelles Leben zu integrieren. Fernöstliche Rituale, die ich persönlich oft nicht verstehe oder mir nichts bedeuten, brauchen nicht antrainiert zu werden. Außerdem bin ich im Flachland von Niederösterreich aufgewachsen. Im Gegensatz zu den bekannten steirischen, salzburger oder zum tiroler Kulturleben, ist mir mein kulturelles Erbe, falls überhaupt eines vorhanden sei, nicht als solches bewusst.

In der sprachlichen Praxis werden die Lehren oft in der Muttersprache des Praktizierenden studiert. Wobei die Übersetzungen doch manche Fachbegriffe unübersetzt lassen.
Außerdem nützt man gern die Möglichkeiten, Vorträgen aus allen buddhistischen Richtungen zu lauschen. Trotz einer schulischen Prägung, enthalten sie im Kern den wertvollen Inhalt der Lehre. Ich empfinde es als gute Übung, hinter die Äußerlichkeiten eines Vortrages oder eines Rituals zu blicken.

Außerdem kann bei jedem Gespräch – vorallem mit dem-Pfad-folgenden Lebewesen – ein unentdeckter Puzzlestein aufgedeckt werden.

Dhamma-Wiki > Mordern Theravada

Ein gutes Buch zu diesem Thema, dass ich gerne allen Interessierten empfehlen kann ist „Der Buddha sprach nicht für Mönche und Nonnen“ von Fritz Schäfer.

Mit zuversichtlichen Grüßen
[toe]

 

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