Schwitzhütte

Wie wir so über die Zeit bemerkt haben, tummeln sich in der Südsteiermark eine Menge interessanter Leute, die von den Eingeborenen liebevoll „Zuagroaste“ genannt werden. Also so wie auch wir von irgendwo her in die Südsteiermark gezogen sind, aus welchen Gründen auch immer. Damit sind interessante Einflüsse entstanden, die einem auf dem Weg der Selbstfindung weiterhelfen können.

Ich möchte vom Schamanismus erzählen. Ungefähr zu der Zeit als ich mir mit meiner Familie das erste Mal Gedanken gemacht hatte, den Lebensmittelpunkt in die Steiermark zu verlagern, ist ein Paar von Wien nach Arnfels – genauer am Remschnigg – gezogen. Mit ihren schamanischen Ritualen, wie der Schwitzhütte, haben sie sowohl Lob als auch Ablehnung erfahren. Jedenfalls hatten sie viel Einfluss auf manche Menschen hier. Obwohl sie heute keine Schwitzhütten mehr organisieren, werden diese noch immer angeboten.

Scarlett Sipek hat ein hübsches Anwesen bei Leutschach wo wir letztes Jahr eine Schwitzhütte besucht haben. Soviel ich weiß, hat sie keine eigene Webseite, aber man kann mit ihr über Momoland, wo sie öfter Schwitzhütten abhält, in Kontakt treten.

Kurz zum Ablauf

Zunächst trifft man sich und bespricht wie das Ritual abläuft, falls – wie in unserem Fall – jemand zum ersten Mal bei sowas dabei ist. Dann werden die Decken, Holz, Steine und solche Materialien zum Feuerplatz gebracht. Dann wird alles aufgebaut und verschiedene Rituale durchgeführt, wie Linien mit Maismehl ziehen, Steine widmen, räuchern, Schnupftabak, Feuer anzünden und dann geht es schon los.

Es gibt 4 Runden, zwischen denen wieder aufgehitzte Steine in die Hütte gebracht werden. Während der Runden gibt es schamanischen Gesang und Selbstreflektionen. Genaueres muss wohl jeder selbst erleben. Es muss aber erwähnt werden, dass eine Schwitzhütte kein Wellnessritual ist. Der enge Platz, die große Hitze und Feuchtigkeit sowie der enge Kontakt mit anderen Nackten soll vereinfacht ausgedrückt eine Wiedergeburt aus der Mutter Erde  symbolisieren.

Danach hängt man die Decken zum Trocknen auf und genießt eine gemeinsame Suppe und ggf. kann man am Ort übernachten. Scarlett ist sehr bemüht, dass man sich wohl fühlt. Also wenn man besondere Bedürfnisse wie vegane Ernährung oder körperliche Einschränkungen hat, kann man das vorab mit ihr abklären und sie sorgt dann dafür, dass alles so reibungslos als möglich funktioniert.

P.S.: Da ich mich im Schamanismus nicht annähernd auskenne, hoffe ich, Begriffe nicht in falscher Weise gebraucht zu haben. Falls doch, war es nicht böse gemeint.

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