SMOOTHIE_rebellion

Am Wochenende habe ich von einer guten Freundin einen Granatapfel bekommen.
Beim Öffnen und Entkernen zog in Erinnerung das Wochenende durch meine Gedanken.
Daneben sah ich eine Zuckermelone und ein Apfel. Alle drei zusammen?
Ich mixte die Melone und den Apfel und goss den Saft über die Granatapfelkerne.

Früher durfte ich sowas nicht, sonst hätte ich keinen Hunger mehr (als ob das nicht gerade der Sinn der Aktion sei). Warum soll ich nicht essen, worauf und wozu ich gerade Lust habe? Wozu lange warten, um dann ‚was g’scheites‘ essen zu dürfen und verdauen zu müssen? Und dann – wegen des g’scheiten Essens – die ständige Lust auf Süßigkeiten, Café oder sonstwas. Wer genug Melonen, Bananen und Datteln isst, braucht keine Schokolade mehr.

Als ich neben dem weichen Smoothie auf die harten Kerne beiße, fühle ich erstmals den rebellischen Geist dieses Getränkes!

Ab heute will ich versuchen, zu essen wie ein Kind ohne Mutter – also meinen Trieben ohne Vorschriften folgen. Ohne fixe Essenszeiten und eben das, worauf ich gerade Lust habe. Schwierig wird die Suche nach meinem natürlichen Rückmeldesystem über ‚was brauch ich grade?‘ werden und auch das Ablegen der mannigfaltigen, oft unbewussten Essensnormen, -konventionen und -gewohnheiten.

Aber Lust habe ich auf möglichst wenig verarbeitete und veränderte Lebensmittel, auf frische Lebensmittel, auf Vitamine, Kohlenhydrate, Ballaststoffe, usw.
Weniger mag ich dafür Fette, Proteine (OK, ich esse zwar wie ein Kind, aber Wachstum soll in mir nicht mehr angeregt werden) und alles, wovon ich nicht weiß, woher es kommt.

Kompromissfähigkeit, ein voller Obstkorb und ein guter Standmixer werden mich bei diesem Projekt begleiten.

Was haltet ihr davon?

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3 Kommentare zu “SMOOTHIE_rebellion”

  1. Die vergangenen Tage waren – meine Ernährung betreffend – nun ja, interessant.
    Während des Besuchs eines kroatischen Festivals zwischen 19. – 24. August wollte ich mein Ernährungsexperiment beginnen. Es fand jedoch noch vor Festivalbeginn einen herben Rückschlag: Ich beteiligte mich am gemeinschaftlichen Lebensmitteleinkauf und war somit zur Mitesserschaft berechtigt. Doch bereit nach wenigen Tagen fand ich den Aufwand des Kochens und Abwaschens sowie das ständig herumstehende (meist dreckige) Geschirr nervend; auch die tägliche verdauungsbedingte Müdigkeit (mein Geographiedidaktik Prof. hätte es Suppenkoma genannt) meiner nudelessenden Freunde war kaum zu übersehen. Und auf die Dixiklo-Sache möchte ich hier auch nicht näher eingehen…
    Ich entschied mich also, Bananen und die mitgebrachten Datteln zu meiner Hauptkalorienquelle zu machen.
    Ab diesem Moment stand ich vor neuen Herausforderungen: wie soll die Zeit genutzt werden, während der die anderen Kochen, Essen und Abwaschen? Was mache ich, während die anderen Verdauen? Außerdem hatte ich viel mehr Energie und wurde von meinen suppenkomatösen Mitmenschen als unruhig wahrgenommen → Fruchtzucker! Ich fühlte mich ständig leicht und hatte Energie zum Tanzen.
    Eine andere Geschichte dieses Festivals: das Wetter
    Der erste Abend, die Nacht und der nächste Tag standen im Zeichen des Regens. Bereits nach wenigen Stunden glichen Campingplatz und Main Stage einer Schlammgrube. Solche Situationen stellen die physische und psychische Konstitution auf eine Bewährungsprobe. Wie beim 3-Wetter-Taft die Haare, hielt hier auch meine Stimmung – besser gesagt sie fiel nicht unter wenigstens ’neutral‘.
    Die Immunabwehr ist seit Kindheitstagen meine Schwachstelle. Doch seit dem Winter vor 4 Jahren, also seit ich mich vegan ernähre, erlitt ich jedoch nur einmal eine Erkältung und fühle mich ansonsten völlig robust.
    Dieses Festival stellte meine Gesundheit nicht nur mittels Regen und Schlamm auf die Probe, sondern auch mit der viel zu späten Erkenntnis, dass nur die Wasserhähne mit dem Filter obendrauf gefiltertes Wasser aus dem Bach liefern. Aus den anderen kam Bachwasser. Das selbe Bachwasser in dem viele Gäste nicht nur ihr Geschirr spülten… In unserem kleinen Camp hatte jeder Halsschmerzen; meine beiden Begleiterinnen verbrachten die Tage nach dem Festival im Bett.
    Nun, eine leichte Halsreizung habe auch ich, was wahrscheinlich an einer Infektion aus dem Wasser liegt, und außerdem eine Rotznase – aber befürchtet hätte ich schlimmeres!

    Nach dem Festival wurde eine gut besuchte Stadt am Meer besucht um den erwähnten Zustand meiner Begleiterinnen auszukurieren. Unzählige Pizzerien und Fischrestaurants waren zu finden, doch auch das örtliche Touristenbüro konnte auf der Suche nach veganer Nahrung nicht weiterhelfen. Zu meiner Rettung standen genügend Feigenbäume mit teils schon reifen Früchten herum. Ich wurde auch Zeuge der Urlaubsträgkeit fast aller Touristen; einzig mein Gang schien locker und leicht zu sein. Der Fairness halber soll hier allerdings auch erwähnt werden, dass die meisten einen BMI aufwiesen, der weit über meinem liegt.

    Nach einer nächtlichen Autofahrt kam ich zuhause an und wollte/sollte/… meine Großmutter besuchen. Nach über einwöchigem Urlaub ohne meinen geliebten Standmixer schien also heute morgen wieder ein Tag der Trockenheit vor mir zu liegen. Doch durch wundersame Koinzidenz entdeckte ich im Schranke meiner Oma einen solchen!
    Nebst Energy Balls wurde der Bananen-Dattel Standard Mix zubereitet und danach ein Apfel-Karottel-Saft gemixt. So verging ein heißer Tag am Balkon, während dessen ich beobachtete, wie ich anstatt müder, ständig munterer wurde und dabei zum erstem Mal den Großelternbesuch ohne Kaffeeinfusion überstand.

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  2. Ich bin die letzten Wochen schon sowas von geil auf Bananenmilch (sorry für die Ausdrucksweise)! Findest du Reismilch zu bearbeitet? Ist ja im Wesentlichen nur aufgekocht, püriert und abgeseiht. In der Süd-Steiermark finden sich zwar unzählige Bananenpflanzen aber leider ohne Früchte. Aber wenn es mit dem Wetter so weitergeht könnt es bald etwas mit heimischen Bananen werden (please find sarcasm).
    MfG tommi

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  3. Heute gelernt: Magenknurren bedeutet gar nicht, dass man hunger hat, sondern dass der Magen gerade ordentlich geputzt wird. Kommt da neues Essen zum Verdauen drauf, hört der Hausputz sofort auf, was nicht unbedingt optimal ist. Vielleicht gerade im Hinblick auf Essensgewohnheiten und „was brauche ich gerade?“ nicht unwichtig? =)
    Hört sich nach einem sehr interessanten Experiment an. Essen ist mittlerweile so zwangsbelastet mit allen Diätvorschriften und den allgemein akzeptierten Essenszeiten. Sogar der Genuss wird zum Zwang, weil essen ohne Genuss sowas von out ist. Slowfood und so, nüch?
    Bin schon sehr gespannt, was du berichten wirst!

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