Frischehof – Einkaufen in familiärer Atmosphäre

Als wir vor einigen Jahren beschlossen unseren Traum, in die Steiermark aufs Land zu ziehen, jetzt wirklich durch zu ziehen, stellten wir nicht viele Anforderungen. Wir suchten nach einem gemütlichen und ruhigen Plätzchen umgeben von viel Natur. Natürlich sollte es auch leistbar sein und, wiegesagt, in der Steiermark.

Das einzig wirklich Wichtige war für uns, dass es in nicht allzu weiter Entfernung einen Bio-Supermarkt gibt. Das kannten wir schon aus Niederösterreich, wo wir unsere Einkäufe zum Großteil beim Biohof Adamah tätigten. Anfangs wohnten wir nur ein paar Kilometer vom Adamah entfernt und konnten mit dem Fahrrad einkaufen fahren, danach ließen wir uns das wöchentliche Gemüse- und Obstkistl liefern.

Schnell mal das Internet befragt, wurden wir auch direkt fündig. Das war zu einer Zeit, wo wir schon ungefähr wussten, wo unser zukünftiges Zuhause sein wird. Wir entdeckten den Frischehof in Leibnitz und waren vor allem von dem Restaurant bzw. Café, welches dirket an den Shop anschließt, begeistert. Natürlich besuchten wir den Frischehof gleich bei einer unserer ersten Fahrten zum neuen Haus, welches wir noch einige Zeit zu sanieren hatten.

Der Frischehof ist ein, im Vergleich zu den gängigen Supermarktketten, kleiner Shop, der aber wie ein Supermarkt aufgebaut ist. Also es gibt mehr oder weniger alles, nur halt in 100% Bioqualität, mit großem Wert auf Nachhaltigkeit, Regionalität, Saisonalität, oftmals Fairtrade und auch viele vegane Produkte bzw. Produktalternativen. Dafür gibt es keine Möglichkeit, mit der Bankomatkarte zu bezahlen, da die Besitzer die Banken diesbezüglich nicht unterstützen bzw. sich von den Banken abhängig machen wollen.
Der Grundsatz vom Frischehof (Quelle: frischehof.at) lautet:

Für uns ist Bio mehr als nur die Einhaltung der Bio-Richtlinien.Für uns ist es selbstverständlich höchste Qualität im schonenden Umgang zwischen Mensch, Tier und Natur schaffen zu können.
Für uns steht Bio für das Leben selbst, für eine Lebensweise die mit Körper, Geist und Seele im Einklang steht.

Was ich besonders toll finde ist, dass man Gemüse und Obst einzeln kaufen kann. Man ist also nicht verpflichtet, wenn man beispielsweise eine Zitrone oder eine Knoblauchzehe benötigt,  wie in anderen Geschäften meist üblich, einen ganzen Sack davon zu kaufen.

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der Frischehof Shop

Uns hat diese Art einzukaufen, von Anfang an angesprochen, auch wenn es nicht mehr der kleine Bauernladen aus dem Niederösterreich war.
Wenn wir wieder mal, erschöpft von den Sanierungsarbeiten im Haus, zum Frischehof fuhren, uns beim kantineartigen Restauranttresen anstellten und ganz lieb nach einer veganen Speise fragten, wurden wir kein einziges Mal enttäuscht. Es war nie ein Problem, die Mittagsmenüs zu veganisieren. Und schon bald konnten wir zu unserer Freude feststellen, dass täglich ein veganes Menü angeboten wurde – ob das wohl an unserer ständigen Nachfrage lag?

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Frischehof Restaurant

Es dauerte nicht lange und wir waren bekannte Kunden im Frischehof. Erstens, weil der Frischehof ein recht kleines Geschäft ist und man mit den wenigen Mitarbeiter_Innen sehr oft in persönlichen Kontakt gerät. Außerdem fragten wir wiegesagt sehr oft nach veganen Speisen und entwickelten eine Vorliebe für die veganen Kuchen.
Der Frischehof bietet sowohl Frühstücksvariationen als auch Mittagsmenüs mit Salatbuffet und Kaffee und Kuchen an. Dazu gibt es Biosäfte und auch Alkohol, vermehrt aus der Region.

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Frischehof Wintergarten

Außerdem haben wir die Tochter der Besitzer mal privat auf dem Pealfestival getroffen. Es ergaben sich nette uns interessante Gespräche und wir wurden tatsächlich gefragt, ob wir Wünsche, Verbesserungvorschläge oder Ähnliches hätten. Wir hatten da schon ein, zwei Ideen und Produktvorschläge, welche wir nur kurze Zeit später tatsächlich im Shop vorfanden. Na das nenn ich mal kundenorientiert!

Wenn wir unser Obst und Gemüse von Frühling bis Herbst nicht gerade von der KLEINenFARM beziehen, kaufen wir fast ausschließlich beim Frischehof ein. Mittlerweile kenne wir die Menschen dort und so ergeben sich bei fast jedem Einkauf auch persönliche Gespräche.
Natürlich kommt es auch vor, dass wir etwas brauchen/wollen, was es dort nicht gibt und wir dann zu einem normalen Supermarkt fahren. Das ist meistens eine Herausforderung, betrachtet man die großen Menschenmengen, die wie wild durch die Regalreihen laufen, nur um die größtmögliche Menge an Produkten um das kleinstmögliche Geld in ihren riesigen Einkaufswagen zu verstauen, immer unter Stress, um ja nicht ein Angebot zu übersehen.

Nebenbei gesagt, es gibt für jeden Einkauf ab 20€ einen Stempel. Hat man den Stempelpass mit 10 dieser Stempel voll, erhält man ein Mittagsmenü gratis.
Und im ‚Vorraum‘ des Shops werden zusätzlich noch kleine Kunstwerke von Menschen aus der Umgebung verkauft, beispielsweise Selbstgenähtes, Seifen oder Tonschalen usw.
Außerdem gibt es einen Raum, der viel Platz für Kurse und Workshops anbietet. Hier werden oft Yogastunden oder Ähnliches gehalten und man kann den Raum auch privat mieten.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass der Frischehof alles verkörpert und genau das lebt und nach außen trägt, was mein veganes Ökoherz begehrt!

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