Dharma im Alltag

Ich meine immer wieder zu hören/lesen, dass sowohl Buddhismus als auch echter Yoga realitätsfremd sei. Da ich in beiden Lehren sehr viele Gemeinsamkeiten finde – ja sogar behaupten würde, der historische Buddha sei ein Yogi gewesen – schreibe ich einen gemeinsamen Beitrag für beide diese Schwerpunkte. Sie sind ja auch in meinem Leben vereint. Ist ja nicht so, dass ich von 8 – 12 ein Yoga-Kapperl auf habe und nach dem Essen eine buddh. Robe anziehe. Nein, beides wird integriert gelebt.

Dem Buddhadharma wird oft vorgeworfen, er sei weltfremd und vorallem im Westen in der heutigen Zeit nicht praktizierbar, außer vielleicht in einem Kloster. Und Gemeinschaften die ihr Leben auf moderne Weise an den buddh. Idealen ausrichten und vielleicht sogar mit lokaler Kultur verbinden seien Sekten und sicher nicht authentisch.

Die yogische Praxis sei im Gegensatz dazu im Westen dem Fluch des Mainstreams erlegen. Als Begleiterscheinung von Fitnesszentren haben findige Lehrer alle möglichen Stile sektiert – vornämlich mit Übungen aus Hatha-Yoga und ein bisschen Pranayana, solo oder gemixt mit anderen Hilfsmitteln oder Akrobatik usw. – aber die Philosophie, der rote Faden dieser Lehre verstaube in den Büchern. Stattdessen dominiere Werbung mit den aktuellen Schönheitsidealen im Wettkampf um die extremsten Posen.

Aber es gibt die Lehren und es gibt die Menschen, die sich damit befassen und ihr Leben damit bereichern. Und zwar ohne unbedingt Geld dafür auszugeben, ganz im Stillen. In jeder Handlung findet sich die Gelegenheit, die Weisheiten dieser Lehren anzuwenden. Doch man muss sie halt nutzen. Und dafür müsste man die Lehren kennen. Und dafür müsste man sich damit befassen und sie verstanden haben.

Das kann man ganz allein, auch zuhause vorm eigenen Bücherregal oder hinter dem Computer. Sehr hilfreich ist es sich mit anderen Leuten die den Weg gehen auszutauschen. Aber anwenden muss man es dann immer noch selber.

Die veränderten Verhaltensweisen sind in unserer Gesellschaft leider nicht immer sehr hoch geschätzt, aber dafür umso heilsamer.

Auch mal seinen Feinden Zuneigung zeigen.
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7 Kommentare zu “Dharma im Alltag”

  1. Schöner Artikel! Ich finde es nicht so schwierig, buddhistische Methoden und auch Elemente aus dem indischen Yoga in mein Leben zu integrieren. Es ist aber nicht so leicht mich daran zu erinnern, dass ich es möchte und es hat etwas gedauert, bis ich das fand, was leicht geht. Ich liebe es kleine Wartepausen, die sich jeden Tag ergeben zu ruhigem atmen zu nutzen und jede rote Ampel erlaubt mir für einige Zeit einfach nur zu sein. Wann immer ich meinen Atem und meinen Körper wahrnehmen kann, kann ich kurz mit ihnen sein und bemerken, was ist. Dies beruhigt viele Male am Tag meine Geschäftigkeit und meine Nervosität.

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  2. Wer mit Verderbten umgeht, der verdirbt.
    Wer unter Gleichen lebt, der bleibt sich gleich.
    Wer einem Besseren dient, der kommt voran.
    Drum folge dem, den du als Besseren erkennst!

    Die ersten beiden Sätze gelten dem Blinden und dem Einäugigen, passt genauso zu unserer Gesellschaft.

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  3. Hm, ich bin mir jetzt nicht sicher, ob du das sarkastisch meinst, aber würde ich dir mal nicht unterstellen.
    Also danke für deine Unterstützung.
    MfG toe

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  4. Ja, Interessierte – sucht den achtsamen aufmerksamen Austausch. Ja, jeder laufe in seinem Alltag los, mit Euch selbst, jetzt und heute. Dharma, Yoga – Erfahrungen in diesem Alltag mit Lehren machen, das erscheint mir wichtig.

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