Die Sache mit dem Müll

Wir haben eine Restmüll- und eine Papiertonne. Beides muss man haben, egal ob man sie benötigt oder nicht. Den Biomüll ‚dürfen‘ wir auf unserem hauseigenen Komposthaufen entsorgen. Bei uns ist es allerdings so, dass wir nur jedes zweite bis dritte Mal die Mülltonne raus bzw. runter stellen (bei uns gehts ein Stückal den Berg rauf und da fährt keine Müllabfuhr). Obwohl wir hauptsächlich Bioprodukte kaufen und diese leider allzuoft in Plastik verpackt sind, kommt bei unserem zwei Personen Haushalt einfach nicht mehr zusammen. Auch beim Papier tun wir uns schwer, die Tonne zu füllen.
Das alles ist ja an sich kein Problem. Was mich allerdings schon immer ein bissal gestört hat, sind die vierteljährlich zu zahlenden Müllabgaben. Denn diese betragen für uns genausoviel, wie für andere zwei Personen Haushalte, unabhängig davon, wieviel Müll man wirklich produziert. Gut, darüber könnte man sich aufregen, aber egal, ist halt so.

Heute habe ich wieder einen Brief von der Gemeinde bekommen. Die Müllabgaben für das zweite Quartal sind fällig. Da wir aber seit ca. drei Monaten unser Hörnchen bei uns haben und somit zu dritt hier wohnen, müssen wir auch mehr zahlen! Denn die Abgabe errechnet sich unter anderem aus der Kopfquote, also wieviele Personen in dem Haushalt leben.
Tja, was soll ich sagen. Unser Hörnchen wird voll gestillt, es fällt also kein Abfall für Milchpulver, Flascherl etc. an. Außerdem verwenden wir Stoffwindeln, die wir auswaschen. Wenn wir unterwegs sind haben wir zwar Wegwerfwindeln, diese sind aber zu 100% kompostierbar, ebenso wie die Feuchttücher! Kleidung, Tragetuch, Wippe, Stofftier usw. haben wir entweder geschenkt bekommen, das Meiste jedoch gebraucht besorgt. Das heißt, nicht mal für diese Dinge fällt Müll an, da sie nicht verpackt waren.

Natürlich fragt man sich dann schon, was das soll. Ich werde mal auf der Gemeinde nachfragen, realistisch gesehen wird es aber wahrscheinlich Vorschrift sein: „drei Personen – drei Mal Abgabezahlung“. Mir ist klar, dass man nicht jede/n kontrollieren kann, wieviel Müll sie/er tatsächlich macht und danach eine gewisse Summe ausrechnet. Dennoch fühle ich mich irgendwie ungerecht behandelt… (es handelt sich hier nur um einen kleinen Geldbetrag, mir geht es eher ums Prinzip).
Wie seht ihr das?

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8 Kommentare zu “Die Sache mit dem Müll”

  1. Das mag bei Euch zutreffen (und auch nur in Eurem Fall ist die Nahrungsaufnahme von Reh und Mensch ähnlich 😉 ) In dichter besiedelten Gebieten, grad Mehrfamilienhäusern, gehörts tatsächlich nicht rein.

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  2. Irgendwie wickeln AP Eltern entweder mit Stoff oder praktizieren komplett windelfrei. Daher hat es mich jetzt nicht wirklich überrascht. Mir haben die kompostierbaren nicht zugesagt, keine Ahnung warum (nicht nur, weil wir keinen Kompost haben). Wenn es Euch taugt, perfekt. Ich fahre mit unseren Pockets gut. Mal sehen wie es im Urlaub wird. Sind ja nur 4 Tage. Gab ja gleich wieder Geunke, dass das ja so arg umständlich wäre. Aber wenn ich vergleiche, was ca. 30 Mullwindeln zu 3-4 Paketen WWW wiegen (vom Müll mal abgesehen).

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  3. hihi ist das so offensichtlich? 😉
    bei uns gäbe es bei der gemeinde so windelsäcke zu holen für die wegwerfwwindeln. was ich weiß sind die gratis, ob die dann in den normalen hausmüll kommen weiß ich allerdings nicht… ich bin mit den kompostierbaren windeln eigentlich sehr zufrieden, ist ein guter mittelweg für uns – wir haben die praktischen ‚vorteile‘ der www und berücksichtigen trotzdem den umweltaspekt!

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  4. Wieso überrascht es mich nicht, dass ihr mit Stoffies wickelt ❤ (Für unterwegs sind Pockets ganz klasse, die kann man vorbereiten, erspart da auch die Wegwerfwindel.) Bei uns wird der Müll über die Hausverwaltung abgewickelt und ist so bei unseren Nebenkosten einfach mit drin. Wie es wäre, wenn wir ein Eigenheim hätten, weiss ich nicht. ABER, ich weiss, dass ein Landkreis weiter eine zusätzliche Gebühr zahlen muss, wenn man mit Wegwerfwindeln wickelt. (Davon abgesehen, dass Fäkalien eigentlich nicht in den Hausmüll gehören.)

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  5. das ist eine tolle lösung, wenn man pro müllmenge bzw. anzahl der müllabfuhren zahlt! davon hab ich schon gehört, gibt es bei uns vereinzelt auch.
    papierwerbung haben wir ‚abbestellt‘ mit einem aufkleber „keine werbung“ und der postler weiß auch bescheid.
    greets cao

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  6. Bei uns in Viersen gibt es für den Restmüll einen Chip, der die Füllhöhe erfasst und bei der Leerung an den Anbieter überspielt. Die Leerung selber kostet auch was. D.h. wenn Du die Tonne nicht rausstellst, bezahlst Du nix. Das finde ich gut, da es einen guten Anreiz setzt, nicht alles blind in den Restmüll zu schmeißen und wirklich sorgfältig zu trennen. Allerdings fällt bei uns, wie bei euch, da auch nicht viel an. Am schlimmsten ist es mit Papier. Wir bekommen soviel Werbung, die Tonne ist immer voll.

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  7. Ich bin sowas von bei Euch! Wir wohnen in einem Mehrparteienhaus und bezahlen wir alle unseren Anteil an der Mülltonne – obwohl von uns so gut wie kein Restmüll kommt (1x ein kleines Tütchen in 3 Wochen und der Staubsaugerinhalt. das war´s). Und unsere Tonne ist immer bis obenhin voll! Klar, 2 Kleinkinder, die konventionelle Windeln tragen im Haus und 1 Paar, was sich ausschließlich von Fertigzeugs ernährt, da kommt was zusammen. Aber ändern kann ich das leider nicht… Ändern kann ich nur was, wenn ich mit den Leuten rede und ihnen klar mache, was sie da eigentlich jeden Tag an Müll produzieren – und der ist ja nicht weg, bloß, weil die tonne abgeholt wird… Aber da sist wohl ein anderes Thema.
    Herzliche Grüße,
    Anne

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