Mehr als sensibel

In der neuen yoga.ZEIT sagt der Funktionaloptometrist Roland Bischel in einem Interview:

Manche Menschen sind hypersensibel. Das sind diejenigen, die lieber zu Hause sitzen oder sich lieber in schummrigen Zimmern aufhalten, weil sie diese Umgebung als angenehm empfinden. Sie ziehen einen Aufenthalt in einem geschlossenem Raum der freien Natur vor, lassen morgens im Badezimmer das Licht abgedreht, Kochen bei gedimmten Licht und haben am Smartphone den Bildschirm so dunkel wie möglich eingestellt.
Das Gegenteil sind Menschen, die hyposensibel sind. Sie genießen die Sonne so direkt wie möglich, fühlen sich nur im hohen Kontrastbereich mit Licht wohl, drehen im Badezimmer alle Lichter auf und leiden, wenn sie in dunklen Räumen arbeiten müssen.

Puh, als ich muss ehrlich sagen weder NUR das Eine noch NUR das Andere und auch nicht NUR die Mitte. Bei mir ist das einmal so und danach wieder anders.

Morgens bleiben die Lichter aus, ich sehe dann ja im Halbdunklen sehr gut und spare Strom. Nach dem Frühstück könnt es direkt in die Morgensonne mit möglichst viel nackter Haut gehen, weil sich das schön anfühlt, Vitamin D gebildet wird und sich jegliche Stimmung hebt.

Das Handy ist so dunkel wie lesbar eingestellt – spart Strom – und Abends färbt sich das Display rot, damit weniger blaues Licht anregend wirkt. Gemälde mit sehr hohem Kontrast sprechen mich total an. Kräftige bunte Farben mit starken Details lassen mich nicht mehr los.

In unserem Küche-Wohn-und-Esszimmer leuchten meist 3x40W Birnen, da ich noch kein angenehmes LED Licht gefunden habe. Beim Kochen gibt es extra Halogenspots 4x20W um viel angenehmes Licht zum Schnippeln zu haben. Bei einer Holzdecke aus 1875 in knapp 2m Höhe wird die Beleuchtung an den Wänden montiert. Ja das ist schon sehr schummrig. Mittlerweile blenden mich moderne Häuser mit unzähligen Spots in Dauerbefeuerung an Decke und hinter jedem Regal. Bei uns erhellen alle Lichter eines Raumes gerademal die wichtigen Bereiche des Raumes, nicht jeden kleinen versteckten Winkel wo es nichts zu suchen gibt.

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3 Kommentare zu “Mehr als sensibel”

  1. Ich denke, dass diese Kategorisierung gut zum häufigen Schubladendenken unserer Gesellschaft passt. „Ich bin hypersensibel und habe somit eine Identität!“ Warum wollen wir Menschen immer etwas Bestimmtes sein, anstatt einfach nur unser wunderbares individuelles Selbst? Herzlichst, Julia

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  2. Wenn die Sonne draußen hell scheint ist bei mir die Sonnenbrille Pflicht! Doch das Gefühl von Wärme auf der Haut ist wunderschön.. Denn ich liebe es draußen zu sein, in der Natur. Es gibt aber auch Tage da genieße ich es im stillen Zimmer zu sitzen. Besonders wenn das Wetter schlecht ist und draußen total die Hetze und Trubel herrscht. Am Abend oder am frühen Morgen bin ich gerne draußen, schaue mir Sonnenauf- oder Untergang an 🙂

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  3. Ich war auch grad am Überlegen wie das bei mir ist. Und ja, bin wohl auch eher der gemischte Typ. Im Büro hell und zuhause kuschelig. Draußen gern Sonnenschein, aber nicht zuviel. Apropos ein schönes sonniges Wochenende wünsch ich Euch 🌞😘

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