Liebster Award Nominierung – Interview mit Maktub

Vielen lieben Dank an cao für die Nominierung zum Liebster Award! Ich war und bin total aus dem Häuschen 😂
Mich freut am meisten die Tatsache, dass jemand meinen Blog überhaupt liest und darin anscheinend etwas für sich gewinnen kann. Wunderbärchen ist das 😊

Auf Anbokami-Wir sind eins sind andere Autoren ebenfalls dazu eingeladen über lebensbejahende Themen zu schreiben. Ich selber lege meinen Fokus dabei bisher auf Emotionen, die in mir vorgehen, die ich nach langem endlich bewusst beobachte, Verhaltensmuster erkenne und zu Lösungen für allerlei verschiedene Situationen im Zwischenmenschlichen komme. Oder ich schreibe über tolle Erlebnisse, die ich hatte, was da geschehen ist, vor allem wieder mit mir. Ich lerne grade (bin seit einem Jahr mit Rucksack intuitiv unterwegs) viel über mich, das Leben und die Liebe und bemerke, wie sehr uns alle doch die gleichen Dinge berühren und alles was ich erlebe, irgendwie in jedermanns Leben eine Rolle spielt. Das finde ich teilenswert.

Nun denn, hier meine 10 Antworten zum Interview. TRALALALALALA 🎉

1. Schreibst du in deinem Blog anonym oder nicht und wieso?

Bis vor kurzem war mein Geburtsname noch zu sehen, mittlerweile verwende ich einen anderen Namen. Das hat keinen bestimmten Grund. Eher ist es so, dass mir seit einigen Jahren schon die Identifikation mit meinem Vornamen/Rufnamen abhanden kommt. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mein Name etwas über mich aussagen sollte. Wenn ich mich anderen gegenüber beschreiben soll, dann nenne ich meinen Vornamen Boris erst reichlich spät. Vorher fallen mir viel mehr Dinge ein, die mein Wesen beschreiben, wie meine Gefühle, Ideen, Wünsche, Erinnerungen und Sorgen.

 

2. Was bedeutet Meditation für dich?

Stille. Frei sei von Gedanken (Beschreibungen, Bewertungen, Stellungnahmen…). Meditation taucht oft in unserem Alltag auf, ohne dass es uns als solche vielleicht bewusst ist. Zum Beispiel beim genießen von warmen Badewannen oder leckerem Essen. Genuss ist eine Form der Meditation, in der wir vollkommen achtsam und gegenwärtig sind. Oder beim Verrichten von monotonen Tätigkeiten wie Spülen oder Staubsaugen erfahre ich vor allem Stufen der Meditation. Ich finde, Meditation sollte weitestgehend intuitiv ausgeübt werden, nicht zu festen Zeiten, weil wir sonst dazu neigen, sie außerhalb dieser Zeiten nicht zu praktizieren. Die positiven Wirkungen aufs Leben wie Gelassenheit, Weitsicht und Freude lassen sich jedoch viel besser verinnerlichen, wenn wir sie immer wieder zur Gewohnheit werden lassen. Der Mensch tut nur, was er übt 🙂

Deswegen meditiere ich gerne ständig, dabei kann man seinem Alltag nachgehen. Ein Teil besteht dann zum Beispiel darin, kritisch zuhören und Informationen aufnehmen zu können, ohne sich eine Meinung dazu zu bilden. Oder dankbar zu sein, die Wahrheit zu sagen, offen und rücksichtsvoll miteinander umzugehen.

 

3. Wie würdest du dich selbst beschreiben?

Puh… Eine Frage die mich immer wieder zögern lässt 😀 Witzigerweise fällt mir dazu gerade etwas ein, was ich in unser Abiturbuch vor sechs Jahren geschrieben habe, auf die Frage „Beschreibe dich selbst in drei Worten“: „Etsi omnes, ego non.“ (aus dem lat. Wenn auch alle, ich nicht.)

Von anderen höre ich, dass ich wohl irgendwie schon immer ein Querdenker gewesen sein muss. Nie typisch für mein Alter oder meine Rolle. Einige haben mich sehr liebevoll und verantwortlich in Erinnerung, manch einer hat mich eher dogmatisch, radikal oder sehr introvertiert erlebt. Meine ehemaligen Mitschüler und Lehrer nannten mich den Klassenclown, ich selbst sehe meine Stärken in der Bindungsfähigkeit zu neuen Menschen und meiner stabilen Psyche. Ich stoße oft an Ecken und Kanten, dann versteh ich mich mit vielen aber auch echt direkt super gut. Aber auch das alles trifft sicher nicht ausnahmslos zu, ich merke immer mehr, dass wenn ich mich mit einem Wort beschreibe, ich sicherlich auch das Gegenteil davon irgendwie in mir habe. Am liebsten sollen die anderen urteilen 🙂

Ich bin gerne in Gesellschaft von guten, liebevollen, inspirierenden, charismatischen, achtsamen Menschen. Ich faulenze gerne, bin ein Musterbeispiel für Entschleunigung, esse und schlafe zu gerne, lerne neue Menschen kennen und bin vorzugsweise nicht sesshaft. Ich denke wenig, wenn doch dann bevorzugt um eine Lösung zu finden, höre viel zu, gebe  und erhalte gerne Denkanstöße. Ich schreibe viel und Musik begleitet mich bei fast allem, was ich mache.

 

4. Wie siehts du dich in der Zukunft?

Nun, rein wörtlich beantwortet, in meinen Träumen wenige Male und einmal während einer Pilzerfahrung. Ich habe echt gar keine Ahnung und ich möchte es auch gar nicht wissen, ich freu mich einfach mit jeder Zelle über die Zukunft und auf alles Geile, was noch kommt! 🌞

Das Leben ist der Wahnsinn und jeden weiteren Tag nehme ich gerne als Geschenk. Wenn ich mir was Wünschen darf, was letztlich eh belanglos ist, es wird schon kommen, wie es gut sein wird: ich wäre gerne Vater und würde meinen ersten Sohn „Zlatan“ nennen wollen; ich würde meine Kinder gerne in einer Gemeinschaft, im Zusammenleben mit anderen wunderbaren Menschen und Freunden, aufwachsen sehen und bestaunen dürfen, wie ich mich selbst in ihnen wiederspiegel; ich würde gerne körperlich gesund bleiben, um meinen Geist weiter so ungehindert reisen zu lassen; ich möchte noch viel lernen und lieben dürfen 🙂

 

5. Hast du eine Lieblingsserie?

Oha, eine ganze Menge 😀 erstmal die besten Klassiker aus meiner Kindheit: Scrubs und Prince of Bel Air. True Detective fand ich bisher spitze, ansonsten Game of Thrones, Misfits, Shameless, Lost, The 100, Dr. House, Breaking Bad und sicher noch weitere, die mir grad nicht präsent sind.

 

6. Gibt es etwas, was du in deinem bisherigen Leben anders machen würdest?

Ihr meint rückblickend eine andere Entscheidung fällen?
Darüber habe ich früher viel nachgedacht und hatte tatsächlich einiges auf dem Zettel, was ich hätte anders gemacht. Mich als Kind öfter anders verhalten, meiner Mutter weniger Kummer bereitet, früher mit dem Fußball spielen angefangen, mehr Pfannekuchen gegessen, ein Instrument gelernt, aufrichtiger, mutiger und selbstbewusster gewesen… Aber nein, ich denke heute, dass alles schon gut so war. Ich weiß nicht, wer ich ansonsten heute wäre und ich bin mit dem Ergebnis aber so zufrieden, dass ich kein anderes riskieren würde. Die meisten Erfahrungen waren für mich wirklich wichtig, ich hab oft nicht schnell gelernt und gleiche Fehler wiederholt, das musste ich nunmal erleben.

Eine Sache fällt mir jedoch ein, womöglich nur, weil es noch so frisch ist. Ich würde dafür Verantwortung übernehmen, dass meine letzte Beziehung nicht so auseinander geht, wie es geschehen ist. Ich würde dafür sorgen, dass wir im Frieden auseinander gehen und weiterhin Kontakt haben. Das schmerzt mir sehr, wobei selbst das seinen Sinn hatte.

 

7. Was würdest du gerne mal tun, hast dich aber (noch) nicht getraut, es umzusetzen?

Ich glaube da sind noch einige Dinge, die ich tun werde, aber der Moment war noch nicht da, in dem ich die Idee gespürt habe. Im Ernst, ich bin grad zufrieden und springe die letzten Monate und Jahre immer öfter über meinen eigenen Schatten, auf allen Ebenen. Ich nehm jede Herausforderung an. Ich weiß nicht, ob ich sie auch alle bestehe, aber ich nehm sie an.

 

8. Betreibst du aktiven Umweltschutz und wenn ja, wie?

Nicht auf politischer Ebene, die Beteiligung an zwei Demonstrationen im letzten Jahr mal ausgeschlossen. Ich fahre kein Auto, fliege nicht, ernähre mich vegetarisch bis rohköstlich und komme auch zu Umweltschutzthemen immer mal wieder ins Gespräch mit Menschen, wobei oft beide Seiten dazulernen. Und ich gehe gerne mit Hunden und Eseln spazieren 😃. Also aus der Hinsicht, ja.

 

9. Wie reagierst du im Auto auf nötigende Verkehrsteilnehmer?

Mich hat noch keiner genötigt, ich fahre gerne ein paar km/h schneller 😅

 

10. Welche Frage möchtest du beantworten, die wir nicht gestellt haben?

Angst oder Liebe?

Liebe ❤️ Wir haben immer eine Wahl. Immer eine andere Möglichkeit. Wer das sieht, kann selbstbestimmt und verantwortlich handeln. Am Ende geht es um Entscheidungen, die wir treffen. Immer.

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Ein Kommentar zu “Liebster Award Nominierung – Interview mit Maktub”

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