Weg zum Leben in Gemeinschaft – Schritt 3

Wenn man sich also im Klaren ist, was man selbst will, und auch schon andere Personen gefunden hat mit passenden Vorstellungen, und sogar schon eine passende Unterkunft gefunden hat, wird es Zeit das geplante Gemeinschaftsleben konkret abzusprechen.

Gemeinschaftsrunde

Es kann ja leicht passieren, dass irgendetwas passiert, was im ersten Moment nicht schlimm wirkt, aber nach einiger Zeit im Hinterkopf manifestiert sich das kleine Irgendwas zu einem Problem. Jeder von uns trägt ein Ego mit sich, das sich allzugern in verschiedenen Rollen sieht, zB. der Opferrolle. Und wenn so ein Ego nicht mit Existenziellem beschäftigt ist, dann treibt es gerne Unfug, und mehrer Egos auf engem Raum umso mehr.

Deshalb, denke ich, dass für eine stabile Gemeinschaft, vorallem zu Beginn, regelmäßige Gesprächsrunden mit allen Beteiligten stattfinden müssen. Hier sollten sowohl die Dringlichkeiten des Alltags besprochen werden – damit jeder alles weiß (Transparenz) – als auch Raum für jeden vorhanden sein über die eigenen Gefühle zu sprechen. Damit nicht aus einer Mücke ein Elefant wird, sollen alle Mücken Beachtung finden.

Zu Beginn ist das sicher ungewohnt, weshalb es sehr häufig stattfinden sollte.   

Tagesablauf

Je nachdem, welche Interessen die Mitglieder der Gemeinschaft haben,  kann es bestimmte Ereignisse im Laufe eines Tages geben. Besonders in spirituellen Lebensgemeinschaften wird großer Wert auf Zeiten der Achtsamkeit gelegt. 

In buddhistischen Wohngemeinschaften gibt es meist fixierte Zeiten, an denen eine Puja und/oder gemeinsame Meditation durchgefürt wird.

In einer Gemeinschaft mit in verschiedenen Richtungen  Praktizierenden, empfiehlt es sich ein gemeinsames Ritual zu definieren.Ich denke, ein in der Gruppe entworfenes Ritual, das Elemente für alle Beteiligten beinhaltet, kräftigt den Zusammenhalt und trainiert das eigene Ego, einfach mal die Klappe zu halten und etwas Anderes zu machen.

Essen

Gemeinsames Essen – hat für mich – die stärkste Bedeutung. In Familien, wo nicht gemeinsam gegessen wird, lebt man sich leicht auseinander. Wenn alle Beteiligten ungefähr diesselben Essgewohnheiten haben oder sich zumindest nicht automatisch in die Quere kommen (Veganer vs. Spanferkelgriller) dann bietet das gemeinsame Essen die ideale Gelegenheit zusammen zu wachsen. 

Aufgrund von Erwerbstätigkeit ist es vielleicht nicht immer möglich, dass alle gemeinsam die drei wichtigen Mahlzeiten des Tages verbringen können. Aber wer darauf Wert legt, wird die anderen Gelegenheiten am Wochenende umso wichtiger finden.

Advertisements

6 Kommentare zu „Weg zum Leben in Gemeinschaft – Schritt 3“

  1. Nein, das ist noch in der Reifung. Ich hab letztens einen Satz gelesen, frei zitiert: „Unsere Gesellschaften, Stammesstrukturen und natürlichen sozialen Lebensräume wurden gezielt zerstört und durch das Ideal der Kleinfamilie ersetzt um uns einsamer und beherrschbarer zu machen.“. Dem möchte ich in meinem Leben nicht folgen. In der Gemeinschaft merken und lernen wir wie stark wir sind.

    Gefällt 1 Person

  2. Hey, ja voll. Früher waren die meisten Wohngemeinschaften innerhalb der Familie. Aber heute hat man die Ungezwungenheit sich seine Mitbewohner aussuchen zu können. Was meiner Einschätzung nach vorallem für spirituell an sich arbeitenden Menschen halte ich es für sehr hilfreich. Darüber kommt noch ein Beitrag, wird dir aber vermutlich schon klar sein, worum es geht. Alles Gute
    MfG toe

    Gefällt 2 Personen

  3. Ich finde das sehr interessant. Ich werde mit dem Gedanken von der Wohnung in eine Gemeinschaft zu wechseln auch immer wärmer. Ich finde die Vereinzelung, jeder hinter seinem Zaun, traurig und teuer. Hab kürzlich von einem Verein in Deutschland erfahren, der Projekte entwickelt. Guten Rutsch euch.

    Gefällt 1 Person

Wie ist deine Meinung dazu?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s