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Selbstbewusstsein

Wenn ich so zurückdenke, war für mich eine selbstbewusste Person immer so eine, die gerne im Mittelpunkt stand, ohne dabei Gefühle wie Scham, Nervosität, Angst oder Hilflosigkeit zu verspüren. Schon als Kind wurde einem ja quasi eingetrichtert, dass Selbstbewusstsein etwas Gutes ist, das man sich so schnell wie möglich aneignen sollte, falls man nicht von Natur aus eine selbstbewusste Person war. Denn nur wer den Mut hat, sich und seine Fähigkeiten zu zeigen, wird es im späteren Leben mal zu etwas bringen…

Wikipedia sagt dazu:

Allgemein wird Selbstbewusstsein als „das Überzeugtsein von seinen Fähigkeiten, von seinem Wert als Person, das sich besonders in selbstsicherem Auftreten ausdrückt“ definiert.

Und dieses selbstsichere Auftreten nahm ich immer als ’sehr laut singen obwohl man keinen einzigen Ton trifft‘ oder ‚bei allem lauthals und überzeugt mitdiskutieren auch wenn man keine Ahnung hat‘ bis hin zu ‚enge Hosen tragen auch wenn die Oberschenkenkel sehr dick sind‘ wahr – was allessamt dann mit den Worten „Na die/der hat aber ein Selbstbewusstsein“ kommentiert wurde.

Doch wie so oft lehrte mich mein Kind etwas anderes bzw. ließ mich den Begriff des Selbstbewusstseins, der umgangssprachlich meiner Meinung nach so falsch verwendet wird, neu überdenken. Denn mein Kind ist sich – vermutlich wie die meisten anderen Kinder auch – sich seiner selbst und seiner Fähigkeiten bewusst! Es ist sich bewusst, von welcher Höhe es selber runter hüpfen kann, ob das Balancieren ohne sich anzuhalten möglich ist, wie schnell es bergab laufen kann ohne zu stolpern, wann es sich in einer neuen Umgebung von uns lösen kann, ob es schon bereit ist mit einer fremden Person zu reden, ebenso wieviel es tragen kann bevor es zu schwer wird usw.

Und das, was es (noch) nicht kann, kann es einfach (noch) nicht. Da werden keine theatralischen Szenen vorgespielt, um seine nicht vorhandenen Fähigkeiten stolz heraus zu posaunen. Das Kind weiß genau, wo diesbezüglich seine Grenzen sind. Davon sollten wir Erwachsenen uns auf jeden Fall etwas abschauen!

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Pferdegnadenhof Edelweiss

Vor gut einem dreiviertel Jahr hörte ich das erste Mal vom Pferdegnadenhof Edelweiss, der nicht allzu weit von uns entfernt in Wildon, südlich von Graz, liegt. Gemeinsam mit Bekannten besuchten wir diesen an einem Wochenende. Wir erhielten auch eine kleine Führung, wo uns die Geschichte und Philosophie von dem Hof erzählt wurden.

Den Gnadenhof gibt es schon seit 2010, in Wildon allerdings erst seit 2016. Hier leben nicht nur Pferde, sondern auch Kühe, Esel, Hühner, Schweine, Hunde und Katzen, welche allesamt aus extrem misslichen Lagen gerettet wurden, sei es vor schlimmer Verwahrlosung, Gewalt oder dem sicheren Tod im Schlachthaus. Hier auf dem großen Grundstück mit Koppeln, offenen Gehegen, Pferdeboxen und Reithalle bzw. Reitplatz können die aufgenommenen Tiere ihr Leben in Ruhe verbringen. 
Um den Gnadenhof am Laufen zu halten, arbeiten hier täglich ehrenamtliche Mitarbeiter, welche sich um die Gebäude und die Pflege der Tiere und Ställe, sowie den Gemüseanbau im Garten kümmern. Auch jüngere Mitarbeiter – also Kinder und Jugendliche – arbeiten freiwillig und engagiert am Hof mit und können sich so um die Tiere kümmern und auch Verantwortung übernehmen.

Außerdem gibt es am Hof ein Cafe, in dem am Wochenende vegane Menüs, Burger, Wraps, Suppen, Salate und Mehlspeisen auf Spendenbasis angeboten werden, ebenfalls durch die ehrenamtlichen Mitarbeiter zubereitet. Natürlich gibt es auch Kaffee und andere Getränke. Das Cafe Edelweiss wurde von den Mitarbeitern selbst aus Paletten gebaut und lädt zum Verweilen ein.

Um alles finanzieren zu können, veranstaltet der Gnadenhof Edleweiss immer wieder Feste, an denen Menschen den Hof und deren Tiere und Mitarbeiter persönlich kennenlernen und weiters durch Mitgliedschaften, Patenschaften oder Spenden unterstützen können. Zusätzlich gibt es einen Flohmarkt sowie hauseigene Produkte wie Brot, Kräutersalz, Pferdedünger und Jahreskalender, welche käuflich erworben werden können. Das Geld kommt der Verpflegung der Tiere, den Tierarztkosten, der Instandhaltung und dergleichen zugute.

Wir haben bereits ein paar vegane Stammtische dort abgehalten und ich kann den Besuch und die Unterstützung des Hofes nur empfehlen. Hier arbeiten Menschen in ihrer Freizeit ganz selbstlos für die Tiere und es gibt leckere vegane Köstlichkeiten! Das nächste Fest findet übrigens am 24.12.17 statt – es gibt ab 14 Uhr „Bescherung“ für die Tiere und Beisammensein mit (Kinder)punsch und veganen Keksen. 

Swing Kitchen Graz

Als wir noch in Niederösterreich gewohnt und uns zur veganen Lebensweise entschieden haben, hielten wir natürlich immer Ausschau nach Lokalen, die auch vegane Speisen in ihrer Karte anbieten und freuten uns natürlich ganz besonders über rein vegetarische oder sogar rein vegane Lokalitäten. 

Eines davon war der Schillinger in Großmugl, etwa 45 Autominuten von uns entfernt. Dies ist ein altes Gasthaus in einer kleinen Ortschaft, welches schon seit 1793 besteht. Es ist ein traditionelles Gasthaus, welches auch seit jeher traditionelle österreichische Küche anbietet. Seit Charly Schillinger, der jetzige Eigentümer und selbst bekennender Veganer, es von seinen Eltern übernommem hat, bestand die Hausmannskost weiterhin, allerdings in der veganen Alternative. Das heißt, man bekam beispielsweise Suppen, Schnitzel mit Pommes, Zwiebelrostbraten, Cordon Bleu, Kotelett, Gegrilltes, Burger, Nudeln, Auflauf und Gulasch in rein pflanzlicher Form. Und kreative, leckere Nachspeisen sowie selbstgemachte Eistees rundeten diese Gaumenfreude ab. 

Wir besuchten das Gasthaus regelmäßig in zeitlich größeren Abständen, da bei uns Hausmannskost eher selten auf den Tisch kommt und wenn, dann eben nur auswärts. Das gemütliche Dorfwirtshaus war immer gut besucht und wurde auch von ‚Allesessern‘ hoch gelobt, da die Speisen wirklich sehr schmackhaft waren! Umso überraschter waren wir, als wir erfahren haben, dass das Gasthaus Schillinger seit diesem Sommer geschlossen hat. Der Grund dafür ist jedoch nur eine Verlagerung der Prioritäten, denn neben dem Gasthaus hat die Familie Schillinger noch fünf weitere Lokale, die Swing Kitchens.

Und eine dieser Swing Kitchens hat vor kurzem in Graz in der Kaiserfeldgasse eröffnet. Ein rein veganes Fastfood Lokal, das auch auf Nachhaltigkeit schaut. So findet man hier kein Plastik, die Verpackungen wie Becher, Strohhalme, Dipschalen etc. bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen, sind CO2-neutral und werden kompostiert. Zusätzlich wird Wert auf Regionalität und Saisonalität sowie den Verzicht von Gentechnik gelegt, viele Zutaten sind biologisch und/oder fairtrade. Das Essen wird frisch zubereitet und ist cholesterinfrei, ballaststoffreich und enthält viele Vitamine, obwohl es ‚Junkfood‘ ist. Außerdem steht das Unternehmen für Fairpay und bezahlt die Angestellten überdurchschnittlich hoch.

Man kann aus einer Reihe an Burgern, Wraps oder Salaten auswählen, dazu gibt es Pommes, Zwiebelringe oder Nuggets mit verschiedenen Dips. Zum Trinken erhält man sowohl frischgepressten Orangensaft, als auch andere Säfte und Limonaden, unter anderem Swing Cola nach eigener Rezeptur. Nach dem Essen kann man sich einen bio&fairtrade Kaffee gönnen, für Naschkatzen steht eine Vitrine mit süßen Verführungen wie Tiramisu, Cheesecake, Muffins, Kuchen oder Doughnuts bereit. 

Bei unserem Besuch war das Lokal sehr gut besucht, die Angestellten freundlich und die Speisen extrem lecker. Die Wartezeit hält sich auch trotz vieler KundInnen in Grenzen. Der einzige kleine Nachteil sind die hohen Räume, welche den Lärmpegel ansteigen lassen, da es sehr hallt.

Die Swing Kitchen ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Und auch wenn es mit dem traditionellen Gasthaus nicht vergleichbar ist und wir Fastfood eher selten essen, sind wir doch froh, den Schillinger jetzt in unserer Nähe zu haben! 

Selbstgenähte kurze Pumphose 

Wir beide tragen gerne weite, lockere Stoffhosen, wie es sie oft auf diversen Festivals oder ‚esoterisch angehauchten‘ Geschäften gibt. Da wir für unser Hörnchen jedoch so gut wie alles an Gewand gebraucht geschenkt bekommen haben, hatte ich kaum die Gelegenheit, diese bunten Hosen in Miniformat zu kaufen und unser Zwergal somit optisch an uns anzupassen. Allerdings beschloss ich, falls mal Hosen nötig wären, diese dann selbst zu nähen. Gesagt, getan. Da ich mich zwar mit der Nähmaschine halbwegs auskenne – ich kann Fäden einfädeln, Stiche einstellen und nähen – allerdings beim Drumherum nur laienhaftes Halbwissen besitze, war ich schon sehr gespannt auf diese Aufgabe. Ich habe mir das Freebook Marina ausgedruckt, da ich für den Sommer eine kurze Pumphose für unser Kind nähen wollte. Im Grunde ist es sehr einfach zu nähen und ein, wie ich finde, sehr lässiger Schnitt.
Zuerst ging es ans Stoffe und Bündchen zuschneiden. Dies erfolgte mittels ausgedruckten Vorlage. Ich habe den grünen Stoff einer alten kaputten Hose und bunt gestreiften Bündchenstoff verwendet.

Danach gings ans Zusammennähen der vier einzelnen Hosenteile – je zwei vordere und zwei hintere – und der Bündchen.

Der nächste Schritt war das Zusammennähen der beiden Hosenbeine.

Zum Schluss kam der für mich persönlich schwierigste Teil, nämlich das Annähen der Bündchen. Hier ist es wichtig, diese unter Zug zu nähen, da es vom Stoff her viel kleiner als der Stoff der Hose ist und so viele (unerwünschte) Falten entstehen können. 

Und tadaaaa, fertig ist die kurze Pumphose!

Reisdrinkbasis von Libuni

Bei unserem Besuch auf der Veganmania in Podersdorf haben wir eine nette Frau bei einem Stand kennengelernt. Sie sprach mich an, ob ich gerne Reismilch trinke, was ich bejahte. Eigentlich verwenden wir nur diese, denn der Eigengeschmack von Sojamilch ist mir zu intensiv und Hafermilch irgendwie zu seicht. Und bei Mandelmilch ist die Konsistenz oft so flockig, zumindest bei den Marken, die ich probiert habe. Jedenfalls hatte die Frau Kostproben dabei. Zuerst dachte ich mir, ich koste halt mal diese neue Marke, denn ich bin immer neugierig auf den Geschmack, obwohl wir mit ‚unserer‘ Reismilch sehr zufrieden sind. Was jedoch hinter dem Produkt von Libuni steht, finde ich weitaus spannender. 

Den Reisdrink gibt es nur im 0,5l Tetrapack, denn, wie die Überschrift schon verrät, ist es eine Basis, mit der man sich die Reismilch selber ‚aufspritzen‘ kann. Der Sinn dahinter ist der, dass das unnötige Abpacken und Verkaufen von Leitungswasser vermieden werden soll. Deshalb gibt es bei Libuni nur die Reisdrinkbasis, welche man sich zu Hause je nach Belieben selbst verdünnen kann. So spart man sich das Schleppen vieler Liter. Das Mischverhältnis, wie bei handelsüblichen anderen Marken, ist 1:3, das heißt ein Teil Reisdrinkbasis auf 3 Teile Wasser. Wer es jedoch intensiver mag kann auch beispielsweise 1:2 mischen oder die Basis pur verwenden.

aus einem Schluck…
… wird ein ganzes Glas

Libuni verwendet nur vier Zutaten, nämlich italienischen Bio-Reis, Bio-Sonnenblumenöl, Wasser und etwas Salz. Außerdem wird die Basis nach der Fermentierung nicht gefiltert, was bei den meisten fertig abgepackten Pflanzendrinks der Fall ist, und enthält dadurch mehr Nährstoffe. 

Kaufen kann man die Reisdrinkbasis derzeit in einigen ausgewählten Reformhäusern und im Internet. Auf der Homepage kann man nur eine Großbestellung machen, die Lieferung ist in Österreich und Deutschland gratis. Hier bekommt man 36 Stück der 0,5l Packungen um 85,90€, also 72 Liter bei einem Mischverhältnis von 1:3. Durchdividiert ergibt das einen Preis von circa 1,19€ pro Liter trinkfertiger Reismilch! Libuni ist es wichtig, dass der Kunde bei direkter Bestellung nicht mehr bezahlt, als der Handelspartner. So soll eine faire und wertschätzende Form der Wirtschaft entstehen. Zudem sollen, wenn das Produkt gut ankommt, weitere Produkte auf den Markt kommen. Detailierte Informationen gibt es auf der Homepage von Libuni.

Alles in allem finde ich die Idee und auch die Umsetzung toll. Der Geschmack ist sehr gut, allerdings hat er mich noch nicht zur Gänze überzeugt, da ich schon jahrelang eine andere Reismilch gewohnt bin. Ich werde daher (noch) nicht ganz umsteigen, aber das ein oder andere Päckchen zwischendurch ist sicher drin, denn so eine Idee gehört auf jeden Fall unterstützt!

Das ist keine bezahlte Werbung und ich habe durch diesen Beitrag keinerlei Vorteile, sondern gebe nur meine persönliche Meinung im eingenem Interesse wieder.

Doppelmoral?!

Als ich mich vor 6,5 Jahren entschloss, vegan zu leben, war neben ökologischen und ethischen Gründen auch die Gesundheit ein wichtiger Punkt. Erst nach und nach bemerkte ich, dass es sehr viele VeganerInnen gibt, die sich weiterhin von Junkfood, Süßigkeiten und Limonade ernähren, nur in einer jeweils veganen Version. Ist für mich zwar nicht ganz nachvollziehbar aber in Ordnung, schließlich hat jederR andere Vorlieben und auch andere Gründe, um ein möglichst tierleidfreies Leben zu führen.

Vor einiger Zeit lernte ich allerdings einen Veganer kennen, der mir sehr gesundheitsbewusst erschien. Er ist einer jener Menschen, die einem zu jedem Nahrungsmittel den Nährstoffgehalt erzählen können und auch über einige Dinge mehr Bescheid wissen, über die ich persönlich noch nicht wirklich nachgedacht habe. Er hat schon viele ‚Diäten‘ hinter sich, um zu schauen, wie es ihm damit geht. Unter anderem ernährte er sich eine längere Zeit von Rohkost und empfand dies als sehr wohltuend. Im längeren Gespräch mit ihm schaltete ich dann aber immer mehr ab. Denn manche seiner Weisheiten und Erfahrungen kamen mir persönlich dann doch etwas übertrieben vor, auch wenn er authentisch wirkt und sich anscheinend wirklich extrem gut beim Thema Ernährung auskennt. Eine unter vielen Aussagen war dann, dass Reis sehr ungesund sei, wegen dem Arsengehalt. Daraus resultiert für ihn, dass er maximal ein Mal pro Woche Reis isst. Und Reiswaffeln für Kinder sind seiner Meinung nach fast schon gleichbedeutend mit Gift…

Ich habe das Gespräch, welches er im Monolog weiterführte – es waren mehrere Leute anwesend – nur mehr fragend nebenbei verfolgt. Es fielen auch Punkte wie Soja und Gluten. Soja muss man laut ihm ebenso meiden, nicht mal ein Schluck Sojasauce im Essen wäre gesund, geschweigedenn Sojajoghurt, Sojadrink oder andere Produkte auf Sojabasis. Glutenfrei muss das Essen sowieso sein. Seinem Sohn hat er daher zum Geburtstagsfest auch einen glutenfreien Kuchen gebacken, woraufhin die Freunde des Kindes gespottet haben, da der Kuchen scheinbar nicht besonders schmackhaft war – das hat er auch selbst gesagt. 

Naja, wie auch immer, bei all den Erklärungen zu gesundem und ungesundem Essen, fiel mir allerdings auf, dass besagte Person ein Bier nach dem anderen zwitscherte. Am Ende des recht kurzen Nachmittagtreffens waren es zumindest 4 Flaschen und als wir uns bereits verabschiedet hatten, ich aber nochmal zurück ging um etwas zu holen, war schon eine weitere Bierflasche am Tisch und „Herr Gesundheitsbewusst“ rauchte eine Zigarette. Und die Krönung: bei seiner riesigen veganen Grillfeier – man muss den Anderen ja zeigen, wie gesund und gut man sich als Veganer auch von Gegrilltem ernähren kann – lag er nachmittags um 15 Uhr schlafend in einer Ecke! Das Komasaufen hatte ihn sprichwörtlich in die Knie gezwungen. Wir waren zum Glück selber nicht dort, aber eine Bekannte berichtete, dass es an diesem Nachmittag nichts Gegrilltes mehr dort gab….

Das nenn ich mal Doppelmoral, oder was meint ihr?

Plitscher, Plätscher, Feder, Wasser mag doch jeder…

Diese Titelmelodie meiner gern gemochten Kindersendung Alfred Jodokus Kwak habe ich öfters mal im Ohr. Ich selber liebe das Element Wasser und könnte die heißen Sommertage gerne durchgehend im Meer oder einem schönen See verbringen. Auch unser Zwergal liebt es, wie fast alle Kinder, zu plantschen. Wasser übt einfach eine extrem große Anziehungskraft auf die Kleinen aus, was allerdings nicht bedeutet, dass diese auch gerne mit dem ganzen Körper im Nassen sind.

Da es die letzten Tage zunehmend wärmer wurde, fuhren wir spontan zu einem kleinen Fluss in der Nachbarortschaft. Hier gibt es einen Bereich, wo das Wasser über ein paar größere Steine in ein Becken plätschert und dieses natürliche Becken wurde künstlich vergrößert und auch befestigt, sodass man dort hineinspringen und gut darin schwimmen kann. In der Mitte hat sich eine große Sandbank – oder eher Kies- und Steinbank – aufgeschüttet, die quasi als Strand benutzt werden kann. 

Gestern waren wir vorerst die Einzigen dort, denn das Wasser ist sehr kalt und wird auch im Hochsommer nicht nennenswert warm, denn der kleine Fluss ist ja immer in Bewegung. Wir haben uns also in unsere Badesachen geschmissen und haben das vom Wasser faszinierte Hörnchen an einem Stück des Ufers abgestellt. Sofort wurde ins seichte Wasser gestampft, Steine hineingeschmissen und Gatsch herumgegraben. Auch wir Eltern sind abwechselnd in das kühle Nass gehüpft, um uns zu erfrischen. Dann gab es wieder allerhand mit dem Kind gemeinsam zu entdecken. Wir hatten es echt gemütlich, richtig idyllisch dort in der Natur.

Nach einer Weile hörten wir zuerst eine Autotür und darauffolgend Stimmen und uns war klar, dass wir Gesellsschaft bekommen würden. Ich sah eine Familie, zwei junge Eltern geschätzt Mitte Zwanzig mit einem 2-3 Jahre alten Buben und einem größeren Hund. Schon beim Betreten dieses wunderschönen Platzes wurde es laut, denn um auf die ‚Insel‘ zu kommen, muss man den an dieser Stelle knietiefen Fluss etwa zwei Meter durchqueren. Der Bub, fest an seine Mutter geklammert, fing an zu schreien, als er das Wasser sah. Es war kein richtiges Weinen, sondern eher ein ängstliches Eingeständnis, dass er mit dieser Situation gerade nicht einverstanden war. Der Vater stapfte als erster in das kalte Wasser um den Sohn zur Insel hinüber zu tragen. Da wurde das Schreien energischer, was von der Frau nur mit den Worten „Sei nicht so wasserscheu“ abgetan wurde. Da sie auch bei uns vorbeigingen, sagte toe zu dem weinenden Buben:“Musst ja nicht hinein gehen, ist eh viel zu kalt.“ Als alle vier auf der Sand/Kiesbank waren, beruhigte sich der Bub wieder. Allerding nur kurz. Denn danach folgte etwas, was wir als Eltern einfach nicht nachvollziehen können. Das Kind wurde gegen seinen Willen mit den Füßen ins kalte, seichte Wasser gestellt, was es erneut aufschreien ließ. Immer und immer wieder nahm der Vater seinen weinenden Sohn und stellte ihn ein paar Zentimeter weiter hinein, bis der Bub knietief drin stand. Von der Mutter kam eine gelegentliche Rüge, dass sich das Kind nicht so anstellen sollte…

Mittlerweile waren wir mit unserem Hörnchen ein Stück weiter spaziert und ich konnte nur mehr aus der Ferne, aber ganz ‚gespannt‘ vor Verwunderung beobachten, wie der Kleine ausgezogen und in eine Badehose gesteckt wurde, natürlich immer noch unter Protest. Der Vater startete seinen Versuch erneut und hob das Kind immer weiter ins tiefere Wasser, welches mittlerweile nicht nur schrie und weinte, sondern erstarrt vor Angst aus vollem Halse plärrte!! Dazu sagte der Vater noch etwas in einer anderen Sprache, ich konnte es zwar nicht verstehen, aber es klang nicht freundlich. An diesem Punkt sagte ich zu toe, der das Geschehen nur beiläufig mitbekam, wie leid mir der Bub täte und dass ich ihn gerne zu mir holen würde! Es tat mir wirklich im Herzen weh, was da passierte. Ich starrte nochmals rüber zu der Familie, da schaute mich die Mutter an und meinte zum Mann:“Schatzi es reicht, das Wasser ist zu kalt!“ woraufhin dieser nach einiger Zeit endlich aufhörte, das Kind in den Fluss befördern zu wollen.

Die Situation entspannte sich also wieder, denn der Bub durfte am Ufer in Ruhe mit den Steinen spielen. Er sagte kein Wort. Unser Zwergal war noch immer gut gelaunt, sammelte abgeschliffene Ziegelsteine und spielte mit zwei gefundenen Flaschen. Gemeinsam holten wir die größten Steine, die wir fanden und warfen sie ins Wasser, dass es nur so spritzte. Unser Spiel wurde abermals durch laute, befehlende Töne unterbrochen. Als ich wieder zu der Familie hinüberschaute, war es diesmal der Hund, der im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand. Auch bei ihm versuchten die beiden Erwachsenen alles, um ihn in die Fluten zu bewegen. Hauptsächlich mit Körpereinsatz, aber auch mit Aufforderungen und Geschimpfe. Sie gaben erst Ruhe, als der Hund mal kurz mit dem gesamten Körper im Wasser war und danach natürlich das Weite suchte. Nebenbei gesagt, weder Mutter noch Vater haben den Fluss weiter betreten als bis zu den Knien!

Es dauerte nicht mehr allzu lange, ehe die vier den Badeort wieder verließen. Ich richtete meine Aufmerksamkeit wieder auf meine eigene Familie, dennoch konnte ich von der Mutter den Anfang eines Satzes an ihren kleinen Sohn hören, welcher lautete:“Schau, das Kind (also unser Hörnchen) ist noch viel kleiner aber….“

Ich bin keine dieser Personen, die sich gerne und leicht in den Mittelpunkt stellen. Auf der einen Seite bin ich dazu zu schüchtern, auf der anderen Seite bin ich der Meinung, dass ich mich nicht in Sachen einmischen sollte, die mich im Grunde nichts angehen. Abends haben toe und ich dieses Szenario vom Fluss nocheinmal revue passieren lassen und darüber gesprochen. Das Kind war ja nicht in akuter Gefahr, auch wenn es durch Machtmissbrauch und psychische Gewalt wahrscheinlich irgendwelche Folgen davontragen könnte. Dennoch habe ich nicht das Recht, die Erziehung anderer Menschen in Frage zu stellen und nur unseren Weg als den einzig Richtigen für alle hinzustellen. Klar, in meinen Augen war es von den Eltern nicht richtig, aber ebenso machen wir in den Augen Anderer einiges falsch. Es existieren hier wahrscheinlich so viele Meinungen, wie es Eltern gibt. Und das zu akzeptieren und gegenseitig zu respektieren finde ich wichtig, auch wenn ich am liebsten eingegriffen hätte! Doch wir können nicht die ganze Welt verändern, aber wir können bei uns selbst anfangen!

Habt ihr schon mal Ähnliches miterlebt? Wenn ja, wie seid ihr mit der Situation umgegangen?

Der Weg des geringsten Widerstandes

In unserem Privatleben gibt es derzeit ein paar Ungereimtheiten. Es geht um Themen, die für uns eigentlich selbstverständlich sind und wir daher auch angenommen haben, dass sie das für Andere ebenso sind, zumal es sich um Menschen handelt, die uns und unsere Einstellung eigentlich gut kennen.

Jedenfalls habe ich heute mit toe ein wenig über ein paar Situationen gesprochen und wir haben unsere Standpunkte abgeglichen und geklärt. Irgendwann kam dann mal der Satz:“Es wäre der Weg des geringsten Widerstandes“, allerdings mit der Bemerkung, dass dies kein Argument dafür sei!

Über diese Aussage musste ich erstmal nachdenken. Darüber, warum man diesen Weg nur allzu oft geht, obwohl es einem deutlich gegen den Strich geht? Darüber, warum man an manchen Dingen festhält oder sie macht, obwohl sie einem absolut nicht wichtig sind, es aber von der Gesellschaft so erwartet wird? Warum man nicht authentisch in jeder Situation reagiert, so wie man es in seinem tiefsten Inneren für richtig hält? Und wieso man am liebsten auf keinerlei Widerstände in seinem Leben stoßen möchte, ungeachtet dessen, dass man daran wachsen kann und sich dadurch möglicherweise weiterentwickelt.

Ganz ehrlich, ich habe keine befriedigende Antwort gefunden! Natürlich ist mir bewusst, dass sehr viel an unserem Ego liegt, dass sich quasi in den Vordergrund drängt, alles auf sich bezieht und so die objektive Sichtweise in den Hintergrund stellt. Außerdem spielt der Verstand eine große Rolle, der ständig und unaufhörlich abwiegen muss, ob und warum bestimmte Dinge gut oder schlecht sind, was passieren würde wenn … und blablabla … 

Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob der Großteil der Menschen aus einer tiefen, evolutionsbedingten Angst heraus, am Ende alleine zu sein, so handelt oder ob es einfach der Zeitgeist ist?

Wir gehen eigentlich schon lange unseren eigenen Weg, egal, was andere denken oder sagen. Vieles machen wir anders, als es heutzutage in unserer Gesellschaft üblich ist und wir geraten immer wieder auf Widerstand. Dennoch gibt es ein paar Dinge, die wir eigentlich nur tun, um den besagten Weg des geringsten Widerstands zu gehen, weil es einfacher ist, weil man sich mit etwas bestimmten nicht auseinandersetzen muss oder man die Gefühle Anderer nicht verletzen will.

Was meint ihr dazu? Sollte man immer seinen Weg gehen und seinen Prinzipien folgen, auch wenn das bedeutet, dass man in manchen Bereichen nicht mehr Teil der Gesellschaft ist oder damit Andere eventuell verärgern bzw. verletzen könnte? Kann man überhaupt für die Gefühle Anderer verantwortlich sein?

Das muss man mit einem Jahr aber noch nicht können…

Ich bin eigentlich nicht so der Typ Mensch, der, seit er ein Kind hat, ständig Babyfotos herum schickt und sonst nichts mehr zu erzählen hat, als Themen, die das Baby betreffen. Nicht, weil ich unser Kind nicht absolut lieb, süß, toll, lustig, hübsch, ideenreich, entzückend, witzig, einzigartig usw. finde, sondern weil ich mir dessen bewusst bin, dass genau das jeder Elternteil über seinen Nachwuchs denkt. Ich verfolge mit großer Aufmerksamkeit jeden noch so kleinen Entwicklungsschritt und finde es faszinierend, wie schnell Kinder lernen, was sie vom Alltag alles mitbekommen und wie sie versuchen einen nachzuahmen. Ab und zu kommt es dann schon vor, dass ich der Familie oder einer Freundin mit Kind doch ein Foto oder Ähnliches schicke, damit diese die Entwicklungsschritte auch ein wenig mitverfolgen können. Schließlich wohnen wir fast drei Stunden von unseren Familien entfernt. 

Genauso passierte es vor ein paar Wochen – Hörnchen war noch kein Jahr alt – und liebt es, seit es mobil ist, den Geschirrspüler ein- und auszuräumen. Bisher war mir das keine große Hilfe, unser Zwergal kniete sich hauptsächlich vor das Gerät und schmiss das Besteck im hohen Bogen raus. Auf die Bitte, alles wieder einzuräumen, wurde das Chaos mit meiner Hilfe allerdings wieder beseitigt. 

Anders war es, wie gesagt, vor ein paar Wochen. Ich öffnete den frisch gewaschenen Geschirrspüler, unser Kind rannte wie immer freudig darauf zu und begann, zu meiner Überraschung, Topfdeckel und Besteck raus zu nehmen und ins jeweilige Regal zu schlichten! Schnell griff ich zum Smartphone und filmte diese Szene. 

Die Freude über das gelungene Video war groß und weil ich es auch noch witzig fand, dass unser Hörnchen ohne Aufforderung so selbstverständlich das Geschirr wegräumte, wie ich das normalweise mache, schickte ich dieses Video meiner Freundin. Da hatte ich allerdings noch nicht daran gedacht, dass meine Freundin das Video einer Bekannten zeigen könnte, welche selbst ein Kleinkind hat…

Bei unserem nächsten Treffen erzählte mir besagte Freundin von der Reaktion der Bekannten und dessen Mann:“So ein kleines Kind hat beim Geschirrspüler gar nichts zu suchen. Das ist viel zu gefährlich mit dem Besteck – was, wenn es die Messer rausnimmt?“ Solche und ähnliche Argumente durfte ich mir anhören, beendet wurde das vollkommene Unverständnis mit:“Na sowas muss man mit einem Jahr aber noch nicht können…!“

Ich will mit diesem Beitrag nicht aussagen, dass unser Kind etwas kann, was andere mit dem Alter noch nicht können! Denn wie wir alle wissen, entwickelt sich jeder Mensch in seiner eigenen Geschwindigkeit, manche Babys können Etwas früher, andere dafür etwas Anderes. Sowohl ich, als auch meine Schwester und ihre Kinder, und soweit ich weiß auch mein Mann und dessen Bruder, konnten vor dem ersten Geburtstag alleine gehen. Da ist es nicht verwunderlich, dass unser Zwergal das auch kann. Dass es aber so aktiv im Haushalt hilft, hat meiner Meinung nach einen anderen Grund. Denn wie ich schon mal in einem anderen Beitrag geschrieben habe, lassen wir das Hörnchen mehr oder weniger alles ausprobieren, überall helfen und alles selbst erkunden, wenn es sich dabei nicht schwer verletzen kann oder unter Aufsicht ist.

Kinder haben einfach keine andere Möglichkeit um zu lernen, als es sich bei den Erwachsenen abzuschauen und dann selbst auszuprobieren. Wie sehr und wie früh sie uns nachahmen, war mir selbst nicht so bewusst. Erst jetzt, wo das Hörnchen mit einem Jahr immer ’selbstständiger‘ wird, fällt es mir auf. In vielen Situationen denk ich mir nur:“Woher hat es das, warum weiß es das?“ bis ich erkenne, dass entweder ich oder mein Mann es auf diesselbe Weise machen, oft unbewusst und undokumentiert. Aber das Kind schnappt alles auf, macht nach und wiederholt. Bewusst wurde mir das wiedermal, als das Zwergal fröhlich das letzte Stück einer Fruchtschnitte knabberte, dabei das nun leere Papierdl begutachtete, kurz überlegte und ohne unser Zutun mit diesem zum Mistkübel marschierte und es dort hinein beförderte!

Nein, wir haben unser Kind nicht darauf trainiert, nein, wir haben es dazu auch nicht aufgefordert und nein, unser Kind ist deshalb nicht besonders! Es ist aber ein Kind, dass das Glück hat, in seiner Neugierde und Experimentierfreude nicht eingeschränkt zu werden. Es darf ein aktiver Teil unserer Familie und somit auch unseres Alltags sein, es darf überall helfen und mittun, wo es kann und Freude und Interesse daran zeigt, auch wenn das bedeutet, dass die Hausarbeit bzw. anderes wesentlich länger dauert oder in manchen Fällen danach noch mehr Unordnung herrscht als vorher! Ich bin der Meinung, genau dafür sind wir als Eltern doch da, um den Kleinen zu zeigen, ‚wie das Leben funktioniert‘. Dazu gehören natürlich auch die alltäglichen Aufgaben und Verrichtungen. Und wie muss sich so ein kleines Kind fühlen, wenn es jeden Tag, jede Minute so viel Neues sieht und lernt, Zusammenhänge und Abläufe begreift, aber sie selbst nicht umsetzen und üben darf, weil das laut den Erwachsenen zu gefährlich ist oder zu lange dauert? Ich will eigentlich nicht verallgemeinern, aber wenn ich ehrlich bin, kenne ich niemanden aus unserem Bekanntenkreis, dessen Baby oder Kleinkind an den Mistkübel, die Kaffeemaschine, den Kühlschrank, den Tischherd, die Bestecklade, den Geschirrspüler, den Pürierstab etc. darf oder erlauben aktive Mithilfe an diesen Geräten…

Als Abschluss möchte ich noch erwähnen, dass besagte Bekannte der Meinung ist, dass Kleinkinder, welche schon eher früh alleine gehen können, weniger intelligent sind. Denn die schlauen Kinder lassen sich so lange wie möglich tragen…

Ein Experiment mit mir selbst

Man kann es jetzt Zufall nennen oder wie man sonst gerne mag, denn ich habe vor etwa zwei Wochen über ein Phänomen nachgedacht und zwei Tage später genau dieses erlebt. Es geht um etwas ganz Simples, was aber in meinem Kopf auf gewisse innere Widerstände a la „das passt so nicht“ stößt. Ich rede hier ganz einfach vom Tragen verschiedener Socken. Also genauergesagt Socken, die sich in Farbe oder Muster unterscheiden und daher kein ‚Paar‘ mehr bilden. Jahrzehntelang und schon von kleinauf darauf trainiert, ist es für mich nicht einfach, dieses Verhaltensmuster zu durchbrechen. Denn mir wurde, wie wahrscheinlich den meisten von uns, gelernt, dass man Socken als Paar anzieht, das heißt, der auf dem rechten Fuß ist an jedem Tag ident mit dem am linken Fuß! Und auch wenn ich sonst recht unkonventionelle Kleidung trage und versuche, nicht in Schubladen zu denken, so gehören Socken doch irgendwie zu den Dingen, die ich ganz automatisch paarweise in den Sockenkorb gebe und auch anziehe.

Also habe ich mich dazu entschieden, meine Muster zu durchbrechen und eine zeitlang verschiedene Socken zu tragen. Ich habe das schon ab und zu bei anderen Leuten gesehen und immer irgendwie lustig gefunden. Zwei Tage nach diesem Entschluss haben wir uns mit lieben Menschen getroffen und einer hatte tatsächlich auch zwei verschiedene Socken an. Sie unterschieden sich ein wenig in der Farbe und total im Muster. „Ich greife jeden Tag in den Sockenkorb und nehme zwei davon heraus. Wenn ich mal zwei gleiche erwische, ist es ein besonders guter Tag!“ sagte unser Bekannter scherzhaft.

Ich startete mit dem Experiment. Zuerst fand ich es seltsam, denn wenn ich nach unten blickte, schauten mir da, so könnte man meinen, zwei verschiedene Füße entgegen. In meinem Kopf war immer noch diese Blockade, dieses Schubladendenken, dass nur gleich und gleich stimmig ist. Die meiste Zeit des Tages bemerkte ich es allerdings gar nicht, manchmal fiel es mir zwar auf, ich lenkte aber weiters keine Aufmerksamkeit darauf. Irgendwann, nach zwei oder drei Tagen, störte mich die Ungleichheit meiner Socken wieder etwas stärker und ich erwischte mich bei dem Gedanken:“Ist ja nur ein Versuch für eine gewisse Zeit lang.“ Genau da erkannte ich, dass es sehr einfach ist, aus seinen Gewohnheiten auszubrechen, wenn man weiß, und sei es nur unterbewusst, dass man am Ende wieder in diese zurückfallen kann oder auch wird. Also beschloss ich für mich, einfach mit den ungleichen Paaren an Socken weiter zu machen und zu schauen, wie es mir dabei geht, ob sich mein Denken ändert oder wo es mich hin führt. Denn momentan kommt mein Ego mit der Idee des ‚Andersseins‘ sehr gut zurecht und ich denke, das zu überwinden wird der nächste Schritt, den ich angehen werde!

Gibt es bei euch auch solche kleinen Dinge, die innere Widerstände auslösen und habt ihr sie schon mal versucht zu lösen?