Alle Beiträge von toe

Seit ich ein Kind hab – von Christoph und Lollo

https://youtu.be/OGe0jBgS3Ow

Seit ich ein Kind hab,
hab ich ne Jahreskarte für den Zoo.
Seit ich ein Kind hab,
hör ich klassische Musik im Radio.
Seit ich ein Kind hab,
kauf ich ständig Bio Lebensmittel ein.
Seit ich ein Kind hab,
lern ich nett zu meinen Mitbürgern zu sein.
Seit ich ein Kind hab,
lächeln mir wildfremde Menschen einfach zu.
Seit ich ein Kind hab,
mach ich Früchtekuchen statt Tiramisu .
Seit ich ein Kind hab,
geht’s mir immer bestens, vielen Dank.
Seit ich ein Kind hab,
hab ich Augenringe und bin immer ständig krank.
Seit ich ein Kind hab,
pass ich nicht mehr in die engen Hosen rein.
Seit ich ein Kind hab,
spucke auf dem Arm und Rotz am Bein.
Seit ich ein Kind hab,
vertrag ich keinen Alkohol mehr.
Seit ich ein Kind hab,
respektiere ich Nichtraucher.
Seit ich ein Kind hab,
hasse ich Hundebesitzer.
Seit ich ein Kind hab,
hassen mich Hundebesitzer.

Seit dem ich ein Kind hab,
bekomm ich keine Osterhasen mehr, ich kauf sie selber und verpack sie, und dann schenke ich sie her.

Seit ich ein Kind hab,
sag ich nicht mehr Kot und Harn.
Seit ich ein Kind hab,
sag ich Kacki und Lulu.

Seit dem ich ein Kind hab,
verfluch ich Hello Kitty und ich hasse Winnetou.

Seit ich ein Kind hab,
glauben Leute dass man mir vertrauen kann.
Seit ich ein Kind hab,
schrei ich regelmäßig Autofahrer an.
Seit ich ein Kind hab,
hab ich immer einen Haufen Obst im Haus.
Seit ich ein Kind hab,
kenn ich mich im Ikea aus.
Seit ich ein Kind hab,
hat mein Badewasser 37 Grad.
Seit ich ein Kind hab,
weiß ich welches Gasthaus einen Hochstuhl hat.
Seit ich ein Kind hab,
ekelt mir vor überhaupt nichts mehr.
Seit ich ein Kind hab,
liebe ich meinen Geschirrspüler.
Seit ich ein Kind hab,
denk ich was hat sich der Architekt gedacht.
Seit ich ein Kind hab,
frag ich mich welches Geräusch der Fuchs wohl macht.
Seit ich ein Kind hab,
seh ich ständig über all Gefahr.
Seit ich ein Kind hab,
krieg ich Mitleid vom kinderlosen Paar.
Seit ich ein Kind hab,
muss ich Igel überwintern.
Seit ich ein Kind hab,
hab ich einen fetten Hintern.
Seit ich ein Kind hab,
weiß ich nicht mehr was nach 11 im Fernsehn ist, und brauche 3 mal so viel Strom und mache 10 mal so viel Mist.
Seit ich ein Kind hab,
sag ich mein Kind kann das schon, aha dein Kind kann das also noch nicht.
Seit dem ich ein Kind hab,
hab ich mich daran gewöhnt, dass es bei mir immer nach irgendetwas riecht.
Seit ich ein Kind hab,
laufen mir das Bier und die Kondome ab.
Seit ich ein Kind hab,
finde ich dass ich ein Recht auf einen Sitzplatz hab.
Seit ich ein Kind hab,
brauch ich meinen Wecker nicht mehr stelln.
Seit ich ein Kind hab,
benutze ich den Fahrradhelm.
Seit ich ein Kind hab,
hab ich immer einen Grund früher zu gehn.
Seit ich ein Kind hab,
hab ich keinen einzgen Horrorfilm gesehn.
Seit ich ein Kind hab,
muss Geschlechtsverkehr geplant werden.
Seit ich ein Kind hab,
vesretecke ich die Schokolade, denn
Seit ich ein Kind hab,
gehört mein Essen nicht mehr mir.
Seit ich ein Kind hab,
sag ich nicht mehr „ich“, ich sage nur noch „wir“
Seit ich ein Kind hab,
gehen alle meine Zimmerpflanzen ein.
Seit ich ein Kind hab,
steig ich ständig auf was drauf und in was rein.
Seit ich ein Kind hab,
fürchte ich den Herzinfarkt.
Seit ich ein Kind hab,
stehle ich im Supermarkt.
Seit ich ein Kind hab,
hab ich in der Debatte eine Meinung, meine Mutter nimmt mich ernst und läd mich jeden Sonntag ein
und
Seit ich ein Kind hab,
muss ich ständig etwas tun und mein Kalender ist fürs ganze Jahr schon voll.
Seid dem ich ein Kind hab,
ramm ich Leute mit dem Buggy, alte Menschen finden mich trotzdem ganz toll.
Seit ich ein Kind hab,
bin ich glücklich und zufrieden, ja mein altes Leben geht mir niemals ab.
Und seit dem ich ein Kind hab red ich gerne über mich und ich beginne jeden zweiten Satz mit „seit ich ein Kind hab.“

Ein großer Zentner Wahrheit, ein bisserl Übertreibung und eine Prise Satiere. Wie so viele Lieder von dieser österreichischen Band trifft auch dieses den Nagel auf den Kopf.

Teilnahmslosigkeit und Fehlalarm

Nach langer, langer, viel zu langer Zeit war ich mal wieder laufen. Ich bin immer gern gelaufen, aber aufgrund meiner aktuellen Prioritätenliste … machte ich es seit fast drei Jahren nicht mehr.

Letzte Woche war es wieder soweit, es war kalt, es war früh Morgens, es war anstrengend. Und ich hatte Gelegenheit die Einheimischen in unserem neuen Wohnort zu beobachten.

Aha, ca. die Hälfte der Spaziergänger und Radfahrer grüßen freundlich zurück. Aha, die Hundeführer nehmen es mit Sauberkeit der öffentlichen Wege nicht sehr genau. Aha, die Autos müssen auch hier beim ersten Verdacht auf Sonnenschein sofort einer gründlichen Außenwäsche unterzogen werden.

Aahaaaa, die Selbstbedienungswaschanlage scheniert sich nicht vor 7 Uhr früh mit rotem Blinklicht und kreischender Sirene Aufmerksamkeit zu erhaschen. Naja, der Autowäscher wusch weiter, ich lief weiter, das Blinklicht blinkte weiter und die Sirene heulte weiter.

Was könnte wohl so wichtig sein, dass die Anlage am Wochenende einen Zuckaus erleidet, wenn das Waschen scheinbar noch einwandfrei funktioniert? Ob wohl ein Zwanzig Cent Stück zuviel eingeworfen wurde? Oder … … mir fällt nicht mal ein weiterer schlechter Scherz dazu ein.

Ich hoffe das Drum kann auch SMS verschicken oder hängt im Internet, sonst erleiden die umgebenden Nachbarn wohl bald Nervenzusammenbrüche oder akute Selbstentzündungsrisiken.

Hätte ich der Anlage Erste Hilfe leisten? Als IT-Techniker und ausgebildeter Ersthelfer muss ich dennoch feststellen, dass ich vermutlich nicht die richtige Frequenz einer Herzdruckmassage für Selbstbedienungsautowaschanlagen beherrsche. Und falls das bankomatähnliche Terminal einen Schlaganfall hatte, wollte ich nicht unbedingt das letzte Bild der Kamera sein, welches es möglicherweise in seinen letzten Überlebenszuckungen schießt.

Bitte versteht mich nicht falsch, helft Menschen in Not, habt Mitgefühl mit verletzten Tieren, lasst auch mal schöne Blumen einfach weiter wachsen. Aber bitte dreht keine Sirenen für wahrscheinlich irrelevante Maschinen auf.

Obwohl es die Medien anders behaupten … Gamer sind nicht isoliert

Im Gegenteil, man macht in vielen Computerspielen positive Erfahrungen über internationale Grenzen hinweg.

Ich spiele derzeit PUBG Mobile. Nachdem ich Streamern bereits Monate zuvor im Battle Royal Genre gefolgt bin, habe ich mit der Mobile Version auch selbst die Möglichkeit bekommen dieses reine Multiplayer-Spielgefühl zu erfahren.

Die Kommunikation mit den oft zufällig zusammen gewürfelten Teammitgliedern ist oft spärlich. Immerhin kann man sich die Farben einer nationalen Flagge beim Namen einblenden lassen. Manche nutzen auch das Mikro um sich mit den anderen zu unterhalten, ich bevorzuge Quickchat – das sind vorgegebene Textbausteine oder Freitext.

So habe ich heu…. – vor ein paar Wochen als der Beitrag entstand – mit Argentienern einen Rundensieg erkämpft, ohne dabei selbst einen gegnerischen Spieler aus der Runde befördert zu haben und mich zum Abschluss auch noch zu opfern, damit der letzte Gegner dessen Position verrät, während ich im Hotelbett in Belfast lag. Welcher 0-8-15 Fußball-Fan macht eine vergleichbare Erfahrung?

Klar gibt es viele andere Hobbies in denen Teamgeist und Körper und anderes trainiert werden. Aber vielleicht ist es wirklich in Zeiten von Trump, Putin, Brexit, Schwarz-Blau in Österreich und Kim sinnvoll, dass man weltweit leichtfertig zusammen spielt.

Argentinien, Mexiko, Kanada, Tschechien, Polen, Niederlande, Belgien, Deutschland, Türkei, Nigeria, Irak, Pakistan, Indien, China oder Japan – ganz egal.

heutiger Buddhismus und Tiere

Bereits vor einiger Zeit gab ein Vertreter von Dharma Voices for Animals bei einem Besuch den Startschuss für ein Überdenken der Mensch-Tier Beziehung innerhalb der buddhistischen Vertretung in Österreich. Seitdem finden Dialoge zwischen Buddhisten und anderen Personen, wie zB. dem Präsidenten des Bauernbundes statt.

Ich habe an so einem Dialog noch nicht teilgenommen, da sie nur in Wien stattfinden und mir das zu weit ist. Vor allem aber da ich das für ziemlich fruchtlos halte.

Meiner Meinung nach braucht man in der heutigen Zeit mit der einfachen Erreichbarkeit aller Lebensmittel weder Fleisch noch tierische Produkte essen. Als Buddhist erachte ich es als selbstverständlich meine Gewohnheiten die nicht heilsam sind mit der Praxis zu verändern. Das kann lange dauern, aber das Ziel sollte klar sein.

Dass die heutigen Bedingungen der Tierhaltung nicht heilsam sind, sollte eigentlich auch klar sein. Außer man haltet die Werbungen der Fleischindustrie für wahr. Also dass zB. Heumilch von diesen hübschen Kühen auf einer riesigen sonnigen Almwiese stammt. Das wäre allerdings überaus verblendet. Und dass der Ressourcenverbrauch für die verzehrte Menge an Fleisch einen mittlerweile untragbaren Umweltschaden nach sich zieht, kann man längst nicht mehr ignorieren geschweige denn verleugnen.

In diesem Sinne kann ich mir nicht vorstellen, was ein Bauernbundpräsident an konstruktiven Input liefern könnte. Das ist wohl ein heftiges Vorurteil meinerseits, aber dennoch kann ich mir wirklich nicht vorstellen, dass er – der offiziell die Lieferanten der Fleischindustrie vertritt und bestimmt auch solche verblendende Werbungen in Auftrag gibt – für ausschließlichen Gemüsekonsum argumentieren wird.

Ich frage mich, ob jemals Vertreter von Tierschutzvereinen wie VGT oder von veganen Gesellschaften wie VGÖ zu so einem Dialog eingeladen werden. Vorgeschlagen hatte ich es einmal per unbeantwortetem E-Mail.

Es gibt in der Gesellschaft wesentlich zu viel Verblendung und zu wenig Motivation diese aufzulösen auch in der buddhistischen. Außer uns habe ich in Österreich noch keine anderen veganen oder auch nur vegetarische Buddhisten kennen gelernt.

gestern starb Sangharakshita

26. August 1925 – 30. Oktober 2018

Im Hereford Hospital wurde Sangharakshita eine Lungenentzündung diagnostiziert und kurze Zeit später starb er in Folge einer Sepsis.

Er wünschte sich, dass folgende Mantras zum Zeitpunkt seines Todes gesungen werden würden: Shakyamuni, Grüne Tara, Manjushri, Amitabha und Padmasambhava.

In ein paar Tagen wird sein Körper in Adhisthana aufgebart, wo es die Möglichkeit geben wird sich zu verabschieden. Bestattungsfeier und Beerdigung werden am 10. November ab 12:30 in Adhistana stattfinden.

Bei weiteren Fragen kann man sich mit orderoffice@triratnaorder.org in Verbindung setzen.

Frei übersetzt nach einer Aussendung von Mahamati, Paramartha und Parami in Adhisthana, UK.

Erinnerungen und die Zeit dafür

Ich muss zum Flughafen und fahre mit dem Zug hin. Zum Bahnhof gehe ich nur 10 Minuten. Ich gehe aber schon eine halbe Stunde früher los.

Am Weg treffe ich andere Menschen, welche ich freundlich Grüße und freue mich, dass sie meinen Gruß erwidern. Ich spüre du kühle Luft und freue mich darüber, dass noch kein eisiger Wind – der typisch im Marchfelder Herbst wäre – weht. Ich komme zum Bahnhof und erinnere mich, wie viel Zeit ich hier schon verwartet habe, wie es beim Umbau ausgesehen hat, wie es vor dem Umbau ausgesehen hatte. Wie ich es nicht verstehen konnte, dass die unregelmäßigen Überschwemmungen – wenn es mal wieder ordentlich regnete – niemandem zum Handeln bewog, außer der Feuerwehr. Ich erinnere mich, dass ich mir keine Gratis-Zeitung nehme, weil ich mich über den Inhalt nur ärgern würde, das Sudoku entweder zu leicht oder zu schwer sein wird und es den Abfall nicht wert ist.

Es sammeln sich weitere Menschen auf den Bahnsteigen und ich höre 2 Einheimischen zu, die sich in meinem Dialekt Oberflächliches zurufen und sich im Wesentlichen nur versuchen sich möglichst geschickt zu beleidigen.

Die Durchsage kündigt einen durchfahrenden Zug nach dem anderen an. Ich unterbreche jedesmal mein getippe, halte mein Telefon fest und beobachte wie das tösende Stahlmonster 2 Meter vor mir vorbeiprescht als gäbe es kein Morgen. Ich genieße die Ruhe nach dem Sturm.

Ich ärgere mich über die Raucher und ihre Zigarettenstummel und beschließe wieder in Erinnerungen zu versinken.

Sich zu erinnern dauert Zeit, die kann man sich auch bewusst nehmen.

Wir sind umgezogen

Nicht wie vielleicht einige vermuten werden im Digitalen, weil wir ja in letzter Zeit hier wenig von uns lesen haben lassen, sondern – wie man so neumodern sagt – im Real-Life.

Anders als geplant ist es keine Gemeinschaft im eigentlichen Sinne. Wir hatten nach wie vor das Problem, dass große gemeinschaftstaugliche Häuser außerhalb von Graz nicht an mehrere aber nicht-verwandte Mieter vermietet werden wollten.

Letztendlich haben wir 2 getrennte Wohnungen in einer „neuen“ Mietwohnungsanlage okupiert, nicht direkt nebeneinander aber schräg gegenüber. Wir sind also ganz ganz sehr nah, aber doch nicht zusammen.

Da es noch freie Wohnungen gibt, versuchen wir diese aktiv mit Veganern zu füllen. [teuflisches Gekicher] Feuerfrei für Verschwörungstheorien.

Ich hoffe, dass das unter anderem die nötige Energie liefert, wieder mehr Beiträge zu verfassen, denn Themen gäbe es ja genug. Momentan schaut es aber noch mager aus.

wir sind da

Wir haben es aufs Buddhafield Festival geschafft. Vor knapp einem Jahr, als wir den Entschluss gefasst haben, dass es heuer soweit sein wird, waren es noch nur Luftschlösser.

Dann ging die Reise los und besser als gedacht sind wir voran gekommen. Quer durch das südliche Deutschland, Belgien, nördliche Frankreich, durch den Eurotunnel nach England und durch das südliche England bis hier her. Und jetzt sind wir da.

Ein buddhistisches Festival, vegane Speisen überwiegen deutlich den anderen. Es gibt keinerlei Alkohol, dafür umso mehr Chai-Zelte, Saftbars und buntes Gewand. In der Kids Area gibt es einen kleinen Wald mit Netzen, Trampoline, Schiffsschaukeln, Ringelspiel, Teenagerzelt mit Gitarren und im Kleinkinderbereich finden sich Sandkiste und eine Menge Spielsachen zu erkunden.

Beim Eröffnungsritual haben sich einige Briten die Rolle der keltischen Krieger und Kriegerinnen angenommen und lautstark zum Begrüßungs-OM und -tanz eingeladen.

Wir entdecken weiter und fühlen uns mal angekommen …

Platzhirsch-Syndrom

Als Touristen an vielerlei Orten innerhalb von kurzer Zeit – wir sind seit ein paar Tagen schon durch das südliche Deutschland unterwegs – hat sich mir eine Erfahrung von früher wieder aufgedrängt.

Es gibt ja oft Orte die wahre Publikumsmagnete sind: schöne Seen oder besondere Hauptplätze, was auch immer. Und manchmal ist dort Raum für genau ein Lokal, wo quasi alle Besucher hin müssen, die etwas zu Essen möchten. Diesen Gastronomischen Betrieb bezeichne ich jetzt als Platzhirsch und die bestechen meiner Erfahrung nach oft durch besondere Mängel obwohl sie nicht besser besucht sein könnten, was einen hohen Profit impliziert. Und weil ich genau das an mehreren Orten, in verschiedenen Situationen schon erlebt habe, halte ich es für ein Syndrom.

Beispiele der Mängel:

Oft werden die billigsten Kellner eingestellt, meist aus dem Ausland. Ich habe da grundsätzlich nichts dagegen, aber die sollten dann schon besser Deutsch sprechen als es ein FlüchtlingsDeutschKurs vermittelt.

In österreichischen Tourismusgebieten sieht man oft deutsche Kellner, die halt leider nicht mal die österreichischen Bezeichnungen für ihre Produkte kennen. Irgendwo in DE eine ‚Apfelschorle‘ zu bestellen ist ok, aber in Kärnten, Salzburg oder Tirol sicher nicht!

Oder oft sind es Kellner, die Deutsch nicht als Muttersprache haben und auch fast kein anderes Wort verstehen als die, welche in der Speisekarte stehen. Als Veganer hat man es dann leider besonders schwer, wenn man versucht Konsumbedürfnisse mitzuteilen. Zuletzt hat mir eine tschechische Kellnerin beim Italiener in Deutschland gesagt, sie sei sich nicht sicher aber wahrscheinlich sei Ei in den Teigwaren … ja geh doch in die Küche und frag halt, verdammt.

Oder andere übliche Frechheiten: „Nein, wir dürfen aus hygienischen Gründen kein Leitungswasser hergeben, aber sie können stilles Leitungswasser kaufen.“ Na ¡Superleiwond! her mit dem überteuerten H2O.

Und das es meist nur das trivialste Essen ohne Kreativität, Geschmack oder Nährwert gibt ist wohl auch kein Zufall.

Aufgrund der Mängel solcher Lokale würden die keinen Tag mit Konkurrenz bestehen. Glück gehabt.

das ist kein Reiseblog

ABER in nächster Zeit bestimmt das unser Leben. Ich finde es schön, wenn Menschen ihre Leidenschaft im Reisen und Entdecken der weltlichen Kulturen gefunden haben und davon berichten. Aber ich mag das eigentlich nicht.

Als Österreicher von Land – der bereits im Kindesalter umgezogen ist und durch diverse Erfahrungen und Schulwechsel ‚Besten Freunden‘ durchaus ein Ablaufdatum zugesteht – empfinde ich meine eigene persönliche Kultur als untypisch. Ich interessiere mich schon für andere Leute und ihre regionalen Ortskulturen und Mentalitäten, aber das muss immer etwas Persönliches sein. Eine Oper oder Theaterstück, zu dessen Darstellern ich keinen persönlichen Bezug habe, wäre gänzliche Zeitverschwendung für mich.

Soviel zu meinem Verständnis des Begriffes ‚Kultur‘. Jedenfalls brauche ich dafür nicht zu verreisen, um verschiedene Kulturen zu entdecken. Übermäßiges Reisen erscheint mir überhaupt als umweltgefährdend und das Bedürfnis danach maßgeblich von Filmen und Werbung eingeimpft.

Oh, ich bin so unzufrieden mit allem. Ich verreise, dann kann ich woanders unzufrieden sein.

So ist es nicht, aber manchmal scheint es mir, dass Leute einfach einmal im Monat wohin Fliegen, weil es relativ günstig ist und sie es sonst zuhause nicht aushalten würden. Und das finde ich schade.

Bei mir ist es anders, vorallem seit ich Vater wurde, habe ich bemerkt, dass ich am liebsten ein stabiles Umfeld um mich herum haben möchte. Einen Alltag, der finanzielle Sicherheit schafft, aber auch häusliche Harmonie, Friede, Freude, MyEiKuchen.

Tja, wie man sich als Leser bereits denken kann, ich bin also auf Achse und etwas neben der Spur. Eigentlich wollte ich über die Nature Community schreiben, wo wir gerade Karin – könnte man vom Blog angefangen aufzuhören kennen – besuchen, die ehemals im TamanGa gekocht hat.

Vielleicht das nächste Mal, es gibt hier ja noch soviel zu entdecken und falls jemand einen roten Faden in dem Beitrag entdeckt hat, bitte ihn in einem Kommentar klarstellen. Das wäre sehr nett.