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[Blogparade] Wie alles begann… – Paare erzählen

Wir haben uns von Graces Blog dazu motivieren lassen, ebenfalls die Geschichte unseres Kennelernens zu erzählen:

[cao] Im Sommer vor 9 Jahren war ich gerade dabei zu studieren. Ich wusste damals absolut nicht, was ich mit meinem Leben anfangen sollte und das Studium habe ich nur gemacht, damit ich wenigstens irgendetwas nach der Matura mache. Für mich war es eine sehr verwirrende Zeit, die hauptsächlich aus durchzechten Nächten mit meinen Freunden, vielen Parties, schneller Musik und aus Nichtstun bestand.

[toe] Nach dem Bundesheer und einem Jahr Arbeit in einem großen Industriebetrieb zog ich in meine eigene Firmenwohnung. Ein paar Freunde und ich organisierten Konzerte in unserer Umgebung. An den restlichen Wochenenden war ich meist in der Nachbarortschaft im ‚Pavillon‘ (der Pavillon befindet sich neben Fußball- und Skateplatz und wurde von jungen Leuten besucht, die nicht zum Feiern nach Wien fahren wollten.)

[cao] Eines abends, bei einer der wöchentlichen Feiern im Pavillon, sah ich [toe], den ich vom Sehen kannte, gemeinsam mit einem Mädchen. Die beiden verabschieden sich gerade mit einem innigen Kuss und das Mädchen verließ den Pavillon. Ich war schon ziemlich betrunken und, obwohl ich zuvor noch nie mit [toe] gesprochen hatte, störte mich die Beziehung zu dem Mädchen. Ich ging also zu ihm hin und begann, mit ihm zu raufen.

[toe] Ich war in keiner fixen Beziehung mit dem Mädchen, da ich zu der Zeit generell keine fixe Beziehung wollte. [cao] beobachtete ich an manchen Abenden beim „boxenficken“ (=viel zu nahes Shaken an einer kleinen Box des mitgebrachten CD-Players) mit ihrer Freundin. Ihr esoterisches Gewand fand ich immer schon ansprechend, obwohl andere es als burschikos bezeichnet hätten.
An diesem einen Abend drängelte sie sich in meine Aufmerksamkeit.

[cao] Irgendwie wurde es zu einer Gewohnheit, immer wenn ich [toe] begegnete, dass wir einen kleinen Catch starteten. Diese Rauferein waren aber immer begleitet von Lachanfällen und keinesfalls gewalttätige Akte! Außerdem hatte sich [toe] meine Nummer ergattert und wir chatteten von Zeit zu Zeit über ICQ.

[toe] Ich hatte bereits großes Interesse an [cao] aber sie gab mir dieses Gefühl nicht zurück und zeitweise unterbrach sie gänzlich den Kontakt. Als sie mich eines Tages anschrieb, dass sie meine Wohnung kennenlernen wollte, war ich sehr überrascht und freute mich. Es war bereits Herbst und ich besorgte eine 2l Flasche Sturm.

[cao] Verwirrt wie ich damals war, wusste ich nicht, was ich über meine Gefühle zu [toe] denken sollte. Einerseits war ich interessiert an ihm, andererseits war ich sehr beziehungsscheu und hatte in meiner derzeitigen Situation nicht viel Halt im Leben. Es wechselte sich das Bedürfnis nach Nähe mit dem der Distanz ab.

[toe] Sicherheitshalber nahm [cao]  Bier mit, somit trank ich die Flasche Sturm fast gänzlich alleine aus. Kurz gefasst: an diesem Abend wäre so einiges gelaufen, wenn ich nicht kopfüber hängend aus dem Fenster gekotzt hätte!
Nach diesem Abend bekam ich immer rasche Rückmeldungen von [cao] über SMS oder ICQ.

[cao] Dieses Verhältnis zwischen uns ging ein paar Monate so. Wir hatten täglich Kontakt und eine spannende Zeit miteinander. Allerdings haben wir uns nicht als Paar bezeichnet oder viel über unsere Gefühle geredet – obwohl jeder für sich schon insgeheim wusste, dass er total in den anderen verliebt war!
Außerdem tat mir der Kontakt zu [toe] sehr gut, ich hatte das Gefühl, dass sich mein Leben zu einem besseren wandelte und fand auch wieder Sinn darin.

[toe] Bei einem gemeinsamen Snowboardurlaub mit einigen Freunden drängte [cao]s Freundin uns mit den Worten „geh bitte, das ist total lächerlich, es weiß eh jeder dass ihr zam seits“ unseren Beziehungsstatus als Paar zu fixieren. Uns war das nicht so wichtig, aber trotzdem schön, dass unsere Beziehung jetzt offiziell war.

[cao] Und schwuppdiwupp fragte mich [toe] nach  fast 8 Jahren Beziehung, 3 gemeinsamen Umzügen, 2 Ausbildungen, einem Studium und der Sanierung eines alten Hauses in der Steiermark vor versammelter Familie, ob ich ihn heiraten mag.

Liebster Blog Award

Durch Zufall haben wir gesehen, dass wir von Feivel92 für den ‚Liebster Blog Award‘ nominiert wurden. Da wir in diesem Beitrag keine Regeln dazu gefunden haben und die „Awarderei“ langsam zu Ende gehen sollte, nominieren wir keine weiteren Blogs.
Viel Spaß mit unseren Antworten!

1. Beste Serie der Kindheit?
Cao: die Kickers
Toe: Captain Planet

2. Lieber Sport oder ein Buch lesen?
Cao: Buch lesen
Toe: lieber Sport aber Bücher lese ich öfters

3. Gibt es einen Sinn des Lebens?
Cao: der Sinn von Leben ist leben
Toe: nein, viele

4. Lieblingsfilm?
Cao: definitiv Fight Club
Toe: auch wenn ich ihn schon lange nicht gesehen habe, hat Matrix meine Sichtweise verändert

5. Cola oder Fanta?
Cao: keines von beidem, ich trink am liebsten MAKAvA oder Club-Mate
Toe: habe meine Cola Konditionierung noch nicht ablegen können, bevorzuge Club-Mate-Cola

6. Essen beim Italiener oder Chinesen?
Cao: wegen Chinarestaurantsyndrom eher Italiener – oder am besten ein veganes Biolokal
Toe: asiatisch schmeckt mir grundsätzlich besser, aber die 0815 China-Restaurants sind qualitativ nicht so toll, also Italiener

7. Bist du in einem Verein aktiv dabei?
Cao: nur so aktiv, dass ich regelmäßig spende
Toe: -“-

8. Sport oder eher Sport ist Mord?
Cao: ich mag viele Sportarten und mache gerne Sport, bin aber in letzter Zeit sehr faul geworden…
Toe: Sport ist super aber Werbeentertainment im Fernsehen brauch ich nicht

7. Hast du ein Lieblingslied?
Cao: ich mag viele Lieder aus verschiedenen Richtungen, ein absolutes Lieblingslied hab ich keines
Toe: Christoph & Lollo „diese Stadt“

8. Wo warst du beim WM-Sieg 2014?
Cao: keine Ahnung, interessiert mich Nüsse..
Toe: welche WM?

9. Fühlst du dich einer Religion zugehörig?
Cao: ja, dem Buddhismus
Toe: bin Buddhist in der Richtung Triratna

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aus dem Steppenwolf

„Die fehlerhafte und Unglück bringende Auffassung, als sei ein Mensch eine dauernde Einheit, ist ihnen bekannt. Es ist ihnen auch bekannt, daß der Mensch aus einer Menge von Seelen, aus sehr vielen Ichs besteht. Die scheinbare Einheit der Person in diese vielen Figuren auseinanderzuspalten gilt für verrückt, die Wissenschaft hat dafür den Namen Schizophrenie erfunden. Die Wissenschaft hat damit insofern recht, als natürlich keine Vielheit ohne Führung, ohne eine gewisse Ordnung und Gruppierung zu bändigen ist. Unrecht dagegen hat sie darin, daß sie glaubt, es sei nur eine einmalige, bindende, lebenslängliche Ordnung der vielen Unter-Ichs möglich. Dieser Irrtum der Wissenschaft hat manche unangenehme Folgen, sein Wert liegt lediglich darin, daß die staatlich angestellten Lehrer und Erzieher sich ihre Arbeit vereinfacht und das Denken und Experimentieren erspart sehen. Infolge jenes Irrtums gelten viele Menschen für >>normal<<, ja für sozial hochwertig, welche unheilbar verrückt sind, und umgekehrt werden manche für verrückt angesehen, welche Genies sind. Wir ergänzen daher die lückenhafte Seelenlehre der Wissenschaft durch den Begriff, den wir Aufbaukunst nennen. Wir zeigen demjenigen, der das Auseinanderfallen seines Ichs erlebt hat, daß er die Stücke jederzeit in beliebiger Ordnung neu zusammenstellen und daß er damit eine unendliche Mannigfaltigkeit des Lebenspieles erzielen kann. Wie der Dichter aus einer Handvoll Figuren ein Drama schafft, so bauen wir aus den Figuren unsres zerlegten Ichs immerzu neue Gruppen, mit neuen Spielen und Spannungen, mit ewig neuen Situationen. Sehen Sie!“

Mit den stillen, klugen Fingern griff er meine Figuren, alle die Greise, Jünglinge, Kinder, Frauen, alle die heiteren und traurigen, starken und zarten, flinken und unbeholfenen Figuren, ordnete sie rasch auf seinem Brett zu einem Spiel, in welchem sie alsbald zu Gruppen, Familien, zu Spielen und Kämpfen, zu Freundschaften und Gegnerschaften sich aufbauten, eine Welt im kleinen bildend. Vor meinen entzückten Augen ließ er die belebte und doch wohlgeordnete kleine Welt eine Weile sich bewegen, spielen und kämpfen, Bündnisse schließen und Schlachten schlagen, untereinanderwerben, heiraten, sich vermehren; es war in der Tat ein vielfiguriges, bewegtes und spannendes Drama.

Dann strich er mit heiterer Gebärde über das Brett, warf alle Figuren sachte um, schob sie auf einen Haufen und baute nachdenklich, ein wählerischer Künstler, aus denselben Figuren ein ganz neues Spiel auf, mit ganz anderen Gruppierungen, Beziehungen und Verflechtungen. Das zweite Spiel war dem ersten verwandt; es war dieselbe Welt, dasselbe Material, aus dem er es aufbaute, aber die Tonart war verändert, das Tempo gewechselt, die Motive anders betont, die Situationen anders gestellt.

Und so baute der kluge Aufbauer aus den Gestalten, deren jede ein Stück meiner selbst war, ein Spiel ums andre auf, alle einander von ferne ähnlich, alle erkennbar als derselben Welt angehörig, derselben Herkunft verpflichtet, dennoch jedes völlig neu.

„Dies ist Lebenskunst“, sprach er dozierend. „Sie selbst mögen künftig das Spiel Ihres Lebens beliebig weitergestalten und beleben, verwickeln und bereichern, es liegt in Ihrer Hand. So wie die Verrücktheit, in einem höheren Sinn, der Anfang aller Weisheit ist, so ist Schizophrenie der Anfang aller Kunst, aller Phantasie. …“

Hermann Hesse, Der Steppenwolf, 1927, 1. Auflage 1997 Frankfurt am Main, S. 227ff Suhrkamp Verlag.

Meiner Ansicht nach, geht es in diesen Absätzen nicht um die psychische Erkrankung der Schizophrenie, sondern um die natürliche Vielfalt der menschlichen Persönlichkeit, zum Beispiel bin ich Buddhist, Ehemann, Veganer, Netzwerker, Zuhörer, Fußgänger, Autofahrer, Einradfahrer, Koch, Geschirrspüler, Staubsauger, Leitungswassertrinker, introvertiert, Sonnengrüßer, … und das geht ewig so weiter.

Ich denke, Hesse möchte einem vor Augen führen, dass man – wenn man in seiner Situation zutiefst unzufrieden ist und keinen Ausweg findet – man seine Schwerpunkte im Leben verändern kann. Da wir keine einfältigen Lebewesen sind, sondern eine Vielzahl von Interessen und Fähigkeiten in uns bestehen, kann daraus jeweils ein neues Leben entstehen.

Hesse geht von Leuten aus die „das Auseinanderfallen des Ichs“ erlebt haben, die also bereits eine schwierige Grenzerfahrung durchlebt haben. Anstatt sich in Depressionen oder Schlimmeres zu stürzen, wird aufgezeigt, dass man im Hier und Jetzt lebt und die Vergangenheit lediglich in unserer Erinnerung und in angehäuften Konditionierungen existiert.

Es sollte demnach eine gewisse Notwendigkeit zur Veränderung bestehen und diese auch geeignet überdacht werden.

Mein neuer Bonsai

Eines der vielen tollen Geschenke, die wir zu unserer Hochzeitsfeier geschenkt bekommen haben war ein süßes, dekoratives Glashäuschen und darin eine schnuckelige Rosmarin-Pflanze. Mittlerweile ist unsere Trauung über ein Monat her und wir haben noch immer nicht alle Geschenke sinnstiftend behandelt. Damit meine ich Kleingeld einzahlen, Dekoratives in den Haushalt einbringen und Pflanzen in die Erde einsetzen.

Aber unter anderem hat es dieser Rosmarin jetzt doch geschafft. Früher war ich ein großer Fan von Bonsai. Es ist wohl allgemein bekannt, dass es sich hierbei um kleine Bäumchen handelt, die in hübschen Schalen beinahe überall erhältlich sind.

Wahrscheinlich wissen auch einige, dass diese Bäume nicht unbedingt nur klein sein sollen, sondern auch die Ausgewogenheit und Ausstrahlung eines normal-in-der-Landschaft-stehenden Baumes vermitteln sollen. Das erreicht man durch gewisse Gestaltungsmaßnahmen, die nur fragwürdig natürlich sind. Ja … es gibt Bäume auf Felsklippen, die regelmäßig von Wild angeknabbert werden und dann die Merkmale aufweisen, die man an Bonsai schätzt. Dennoch, man zwingt einem Lebewesen seinen Willen auf und da sollte man schon sehr auf die innere Haltung achten.

Ein Rosmarin eignet sich, aus meiner Sicht, gut als Bonsai, da der Stamm relativ schnell dick wird und der Rinde eines alten Baumes gleicht. Die abgeschnittenen Zweige können als Gewürz für die Küche verwendet werden. Wobei ich das Aroma bislang nicht vermisst habe. Es erinnert mich immer an Koteletts, allerdings in besonders ekelhafter Weise.

Zurück zum Bonsai, wir waren auf unserer Hochzeitsreise in Kärnten am Milstätter See. Dort gibt es das Bonsai Museum wo wir den guten Rat bekommen haben: „Bonsai brauchen Gießen, Schneiden und Düngen“. Und das werde ich mir vornehmen.

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Wir vor dem Eingang zum Bonsai Museum.

Wobei ich düngen natürlich mit Humus aus dem Komposthaufen machen werde. Aber viele Menschen missverstehen das Wort Düngen.

Wiedersehen im Café am Rande der Welt

Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich das Buch mit dem Titel „Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky gelesehn habe. Um ehrlich zu sein, kann ich mich nicht mehr ganz genau an die Details erinnern. Ich weiß allerdings noch, dass die vielen Lebensweisheiten, künstlerisch in Kurzgeschichten verpackt, für mich damals sehr stimmig geklungen haben. Ich mochte dieses Buch. Ich fand es sogar so bereichernd, dass ich es einer Freundin schenkte, die damals vor großen Entscheidungen in ihrem Leben stand und ein wenig „Hilfe“ brauchen konnte.

Vor Kurzem erst habe ich in einem Buchgeschäft beim Stöbern das Buch „Wiedersehen im Café am Rande der Welt“ entdeckt. Wiegesagt, ich kann mich nicht mehr genau an den ersten Teil erinnern, mir war aber sofort klar, dass ich dieses Buch haben musste. Mein Gefühl sagte mir, dass ich es lesen sollte.

Das erste Mal las ich es in fast einem Zuge durch und zwar in einem sehr ruhigen Nachtdienst. Kurz darauf las ich es ein zweites Mal, um die Weisheiten und die Essenz des Buches noch einmal aufnehmen zu können. Diesmal las ich es [toe] vor, der zu dem Zeitpunkt krank war. Das war eine sehr interessante und schöne Erfahrung. Normalerweise liest man Kindern vor, oder in der Schule, wenn man zum Vorlesen dran ist. Manchmal auch einen Absatz aus der Zeitung bzw. aus dem Internet. Aber gleich ein ganzes Buch einem Erwachsenen vorzulesen, war für mich neu. Es macht das Lesen zu etwas gemeinsamen. Man teilt etwas. Und das zur selben Zeit.

Jedenfalls lehrt das Buch, das im Leben zu tun, was uns wirklich wichtig ist und uns Spaß macht. Es hilft, sich selbst im Klaren darüber zu werden, was man in und mit seinem Leben machen will (seine persönlichen „Big Five for Life„), indem man sich selbst Fragen stellt und schlussendlich mutig genug ist, über den „Abgrund“ hinaus zu gehen.
Das Buch ist ein echter Ratgeber, der Mut macht, dass JEDE/R sein Leben so gestalten kann, wie sie/er es möchte! Es beschreibt dabei nicht nur große, utopische Vorstellungen, sondern handelt darüber, klein an zu fangen und jeden Tag so zu leben, dass er mehr ist als nur „ok“.

Details will ich hier nicht verraten, wer neugierig ist und das Gefühl hat, nicht zu 100% glücklich zu sein mit seinem Leben, der sollte das Buch meiner Meinung nach lesen. Denn schon diese paar Anregungen können Großes bewirken!

Zweck der Schule

„Es war etwas in ihm, etwas Wildes, Regelloses, das mußte erst gelöscht und ausgetreten werden. Der Mensch, wie ihn die Natur erschafft, ist etwas Unberechenbares, Undurchsichtiges, Gefährliches. Er ist ein von unbekanntem Berge brechender Strom und ist ein Urwald ohne Weg und Ordnung. Und wie ein Urwald gelichtet und gereinigt und gewaltsam eingeschränkt werden muß, so muß die Schule den natürlichen Menschen zerbrechen, besiegen und gewaltsam einschränken; ihre Aufgabe ist es, ihn nach obrigkeitlicherseits gebilligten Grundsätzen zu einem nützlichen Gliede der Gesellschaft zu machen und die Eigenschaften in ihm zu wecken, deren völlige Ausbildung alsdann die sorgfältige Zucht der Kaserne krönend beendigt.“

Hermann Hesse, Unterm Rad, Frankfurt am Main 1972, 51. Auflage 2012, S. 46ff Suhrkamp Verlag

Im ersten Moment fühlte ich mich sprachlos, als ich die Stelle in Hesse’s Unterm Rad las. Ich bin mir nicht sicher, ob es heute noch Menschen mit solcher Meinung gibt. Für mich zeigt es jedenfalls das Extrem, dem ich keinen kindlichen Geist aussetzen möchte.

Ganz im Gegenteil finde ich, dass durch solcherart Bildung man sich zusätzliche Hindernisse für das Leben und erst recht für den buddhistischen Weg der Befreiung aufbaut. Wenn ich an meine eigene Schulbildung denke, so wurde ich zwar nicht diesem Extrem gemäß unterrichtet, aber ich kann leider auch nicht behaupten, dass meine natürlichen Begabungen groß gefördert oder überhaupt gesucht worden wären.

Müsste ich meine gesamte Schulbildung also selbst zwischen den beiden Extremen einteilen, so würde sie doch näher an Hesses geschildertem Zweck liegen als an einer persönlichen Entfaltung. Das ist aber kein Grund in ein tiefes Loch zu fallen. Man kann sich weiter entwickeln. Glücklicherweise ist die Bildung nicht das Einzige, was einem Menschen im Leben hilft.

Wer sich aber doch Gedanken über alternative Schulen machen möchte, dem empfehle ich folgendes Video der Waldorfschule in Graz.

Kein Vergleich zu meinen Erfahrungen. Ich möchte aber keine Werbung für Rudolf Steiner oder seine fragwürdigen Lehren machen, sondern eher auf die alternative Methodik der Waldorfschulen hinweisen. Da hätten bei der Umsetzung des Bildungsvolksbegehren ruhig einige Maßhnahmen abgeleitet werden können.

Spread the Love – One Lovely Blog Award

Wir wurden von mmegraceo für den ‚One Lovely Blow Award‘ nominiert.

Die Regeln hierfür sind:

  1. Die Person verlinken, die euch nominiert hat.
  2. Die Spielregeln aufschreiben und hier das Banner holen.
  3. Sieben Fakten über dich veröffentlichen.
  4. Sieben weitere Blogger nominieren.

Nun also zu den sieben Fakten über uns:

Wir mögen gerade Linien nicht besonders gerne. Gerade in der heutigen Zeit, wo alles nach Maß und im perfekten Winkel sein muss, versuchen wir aktiv, diese Perfektion zu vermeiden, indem wir kreative Alternativen suchen.  Deshalb haben wir schon das ein oder andere Mosaik gestalten. Hier ein Foto von unserem Badezimmer:

Mosaik im Bad

Eigentlich sind wir Katzenmenschen. Wir sind beide mit Katzen aufgewachsen und haben keine Erfahrung in der Hundehaltung. Trotzdem hatten wir schon länger den Traum, in unserem Haus am Land und dem riesen Garten einen Hund unseren Mitbewohner nennen zu dürfen. Deshalb holten wir uns tatsächlich einen „Straßenhund“ aus einer Auffangstation, den wir allerdings nur 3 Tage bei uns hatten 😦
Unsere Katze Luna protestierte nicht nur, sie war regelrecht von Angst und Panik ergriffen, als sie ihren neuen Mitbewohner sah ( welcher sie nicht einmal beachtete – also keine wilden Verfolgungsjagden, Revierkämpfe, usw.).  Nachdem Luna dann drei Tage wie erstarrt auf dem Garagendach saß und sich nicht mal zum Essen runter traute, sahen wir uns gezwungen, das süße Hündchen zurück zu bringen. Wir sehen es einfach nicht ein, dass nur weil wir uns einen Hund „einbildeten“, ein anderes Lebewesen so leiden muss.

unser Hundegast

[toe]s zukünftiger Trauzeuge und damaliger Chef lud uns zu einem Feuerlaufseminar ins Waldviertel ein. Wir gingen unvoreingenommen und ohne Erwartungen dort hin. Auf der wunderschönen Lichtung  erwarteten uns Aurasoma-Parfümschlachten, Trommelsessions, Taichi-Übungen, Achtsamkeitsübungen und viele, viele Selbstreflektionen. Der Abschluss gestaltete sich aus einem zeremoniellen Feuertanz und den Gang über den ca. 7 Meter langen Glutteppich.
P.S.: Verletzt hat sich keiner aber die folgenden Nacht verbrachten wir mit ziemlich heißen Fußsohlen!

Jeder, der uns persönlich kennt hat sich an den Anblick unserer Kleidung schon gewöhnt. Von manchen liebevoll „Pyjama“ genannt, tragen wir abseits der Arbeit sehr bunte Kleidung. Unter anderem haben wir unsere einfärbigen Shirts und Hosen in den verschiedensten Farben gebatikt. Ansonsten tragen wir Kleidung, die man landläufig als esoterisch oder Hippiestyle bezeichnen würde, z.B.: Afghanihosen.

Als wir planten, das Winkelbauerhaus zu sanieren und renovieren, war uns von Anfang an klar, dass wir mit Holz kochen wollen. Wir kauften uns einen gebrauchten Tischherd und hatten anfangs Mühe, das rauchlose einheizen mit Holz zu lernen. Mittlerweile können wir das recht gut und das Essen schmeckt sowieso himmlisch.

unser Tischherd

Und weil wir gerade beim Kochen sind: wir hassen Koriandergrün! Koriandersamen, kein Problem, aber das Grün schmeckt doch einfach nur nach Seife. Ja, hier gehen die Meinungen auseinander, entweder man liebt es, oder man hasst es.

Wir haben beide eine Tätowierung am Rücken. Obwohl sie nicht exakt gleich ist,  stimmen sie über Motiv, Farbe, Lokalisation, Künstler und Stil überein. Wen es genauer interessiert, der möge uns persönlich kennen lernen!

Wir nominieren folgende  7 BloggerInnen:

arschvegan
bernhardpichler
buddhismus.kompakt
natur direkt vor der haustür
naturmaus
kleinegrünefamilie
wirsindderwandel

Alles Liebe
die Winkelbauern

online

Vielen Dank fürs Vorbeischauen und herzlich Willkommen auf unserer Seite! Dies ist nur ein einführender Beitrag. Deshalb halte ich mich kurz und bündig.

In den nächsten Monaten werden hier Beiträge über Themen aus unserem Leben veröffentlicht, die auch für andere Menschen interessant sein könnten .

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MfG, die Winklbauern