Archiv der Kategorie: Yoga

Sämtliches was im Zusammenhang zu Yoga und der ayurvedischen Lehre zuordenbar ist.

ASH – österreichische Superhelden-Comics sind da

Ich lese wieder Comic-Hefte. Auf dem Radiosender Ö1 habe ich von in-Österreich-produzierten Superhelden-Comics gehört und mich schlau gemacht: ASH – Austrian SuperHeroes.

Ich finde sowas gehört unterstützt, also habe ich mir ein Abo gezogen und habe bereits die ersten Drei Ausgaben und die Ausgabe #0 sowie #1/2 zugestellt bekommen. Es geht um die vier wiener Superhelden: Captain Austria jr., Donauweibchen, Lady Heumarkt und der Bürokrat.

Zunächst war ich mehr als skeptisch, dass jemand mit Superkräften in Wien sich Captain Austria nennen würde und sich so anziehen würde. Bei den anderen Helden wirken die Namen etwas eigenartig, aber ich denke nur deshalb, weil wir englische Heldennamen gewöhnt sind. Mittlerweile haben sich in den drei Heften soviele Hintergrundinformationen aufgetan, dass es eine gute Erklärung für Captain Austrias Namen gibt. Und die Entstehungsgeschichte von Lady Heumarkt ist auch nachvollziehbar. Ansonsten ist noch nicht viel bekannt.

Obwohl mir der ‚dreckige‘ Zeichnstil des dritten Heftes, erinnert mich stark an „Bevis and Butt-Head“, nicht besonders gefällt – es zeichnen nämlich unterschiedliche Teams – so gefällt mir das Comic im Großen und Ganzen sehr gut. Sie sind wirklich spannend zu lesen, ab und zu taucht der bekannte wiener Dialekt auf und Heft #3 spielt hauptsächlich in Graz, da gibt es auch steirischen Dialekt zu lesen.

Mir gefällt auch, dass in Klappentexte darüber informiert wird, dass Productplacement und auch Statistenplätze verkauft werden. Wenn das weitere bestehen so finanziert werden kann, halte ich das für eine wirklich nette Idee. Ich denke es wäre eine nette Geschenksidee für Comic-Fans.

Hier mal die Einführung:

Europa 2016. Seit dem Ende des kalten Krieges sind auch die von den Großmächten eingesetzten Superhelden und Superheldengruppen in den Ruhestand gegangen. Die großen Auseinandersetzungen sind Geschichte. Nur vereinzelt kämpfen noch alte und neue Vigilanten gegen ganz normale Verbrecher oder auch Terroristen.

Das alles ändert sich plötzlich, als eine Serie von brutalen Übergriffen mit eindeutig übermenschlichem Hintergrund in Wien stattfindet!
Der junge Captain Austria, der sein Superheldentum bisher eher nur hobbymäßig ausgeübt hat, steht vor der Aufgabe alte und neue Verbündete zu rekrutieren, um dem Schrecken ein Ende zu bereiten …

Der erste Flug des Bürokraten wurde von ihm übrigens im Schneidersitz – kein echter Lotus – aber mit einem lang gezogenen „OHMMMMM..!“ durchgeführt. Ich hoffe, das ist nicht nur ein Lückenfüller, sondern eine Anspielung auf einen yogischen Hintergrund dieses seltsamen Helden.

Meine Favoritin ist allerdings Donauweibchen, hier gehts zur Sage. Eine Heldin, Anfang oder Mitte zwanzig, die sich verflüssigen kann und – á la Avatar – auch Wasser bändigt. Sie kann Kontakt zu den Wassergeistern anderer Gewässer aufnehmen und ihre Kraft scheint ihr vererbt worden zu sein. Obwohl auch Captain Austria jr. in Zivil ein Student ist, wirkt Donauweibchen eher im inneren Einklang. Außerdem ist sie Genretypisch heiß gezeichnet.

Fan Art von Synthe Sizer

Ich bin jedenfalls auf mehr von ASH gespannt. Hier gehts zur Wikia-Seite.

Heartculture – lebe die Herzkultur

Vor kurzem hat wanderer einen Festivalquide geschrieben, wo er auch das Heartculture Festival erwähnt hat. Dieses Festival fand am Wochenende statt und ich möchte meine Eindrücke hier schildern, weil es auch mein Herz erwärmt hat.

Das Festival gibt es meines Wissens nach schon mehrere Jahre und findet in Großsteinbach in der Steiermark statt. Hier gibt es das ‚Freizeitzentrum‘, quasi eine große Insel umringt von einem noch größeren Badesee. In der Mitte der Insel befindet sich ein Platz, welcher einem griechischen Amphietheater mit begrünten Stufen rundherum gleicht. Dieser Platz ist das musikalische Zentrum, denn hier spielen die Bands, während man tanzen oder es sich auf bewiesten Treppe gemütlich machen kann.

Blick zur Bühne vom Amphietheater

Rund um das Zentrum gibt es viele Stände, hauptsächlich mit bunter, esoterischer Kleidung für jung und alt, Schmuck, Stoffen, Filz, Holzanhänger, Ocarinas, rawfood cacao, einem Healing Zelt, Massage, Kinderschminken, etc. Außerdem findet man eine Menge sehr guter, meist veganer Essensstände, welche afrikanische Eintöpfe, indische Currys, Suppen, Wraps aber auch Eis, Smoothies und Kaffee, Chai Tee und Süßes anbieten. Direkt am Seeufer gibt es das ‚Strandgut‘, ein fixes Lokal, dass es auch außerhalb der Festivalzeit gibt und die Badegäste mit Getränken und Snacks versorgt.

Kleidungsstände
Essensstände

Neben dem Musikprogramm, dass von mittags bis spät in die Nacht mit vielfältigen tanzbaren Rhythmen die Festivalbesucher zum Bewegen und zu guter Laune anregt, stehen viele Workshops im Vordergrund. Angefangen von (Akro)Yoga, Singen, Trommeln über Massage und schamanische Heilrituale. Oftmals entstehen diese jedoch sehr spontan wenn ein Festivalbesucher das Bedürfnis hat, sich einzubringen und seine Fähigkeiten mit anderen zu teilen und weiterzugeben. Das genaue Musik- und Workshopprogramm findet ihr bei Interesse hier.

Was mir persönlich jedoch an diesem Festival so gut gefällt, ist, wie es der Name schon sagt, die ‚Herzkultur‘ dahinter. Das fängt gleich beim Eintritt mit dem sogenannten Wertschöpferbeitrag an. JedeR wird dazu aufgerufen, soviel Eintritt zu zahlen, was es ihm oder ihr wert ist. Natürlich, es gibt vorgeschlagene Richtwerte, aber niemand muss sich für den gezahlten Betrag rechtfertigen. Was das Geld angeht besteht sowieso kein Geheimnis sondern es wird mit totaler Transparenz kommuniziert. So wurde beispielsweise am zweiten Tag zu Mittag freudig verkündet, dass schon am ersten Tag so viel Geld zusammengekommen ist, sodass die Kosten fürs Festival gedeckt sind.

Das war allerding nicht die einzige Verkündung. Immer wieder gab es Aufrufe mit der Bitte um Mithilfe, entweder beim Bühnenumbau, beim Herrichten von Tischen und Bänken oder beim Verkaufen von Getränken und Eis. So kann jedeR ein aktiver Teil des Ganzen sein und man bleibt nicht ’nur Besucher‘, sofern man das möchte. Auch wurde öfters erwähnt, dass man Müll und dergleichen bitte einsammeln soll, falls etwas am Boden liegt – dazu kam ich aber nicht weil tatsächlich alles im Mistkübel landete. Sogar die Klos waren blitzeblank, für ein herkömmliches Festival wäre so etwas undenkbar!

Was mir noch besonders gut gefällt, ist die hohe Anzahl an Familien bzw. Kindern. Kaum jemand rennt dort ohne Tragetuch oder Buggy mit schlafendem Kleinkind/Baby herum oder schaut nach seinem Sprössling, der in der wuselnden Kinderschar untergegangen ist. Außerdem gibt es zusätzlich zu den zwei Spielplätzen tolles Kinderprogramm wie Riesenseifenblasen, Clownsshow, Theater, Naturmandala, gemeinsames Spielen, Schminken, Bastelecke und vieles mehr in der eigenen Kidsarea.
Das Festival scheint mir also sehr familienfreundlich, zumal man auch kaum Menschen sieht, die sich – ganz festivallike – total betrinken. Es gibt zwar vereinzelt Leute, die Bier oder Ähnliches trinken, das ungute Besäufnis blieb jedoch aus. Zumindest so lange, bis wir um ca. 20 Uhr das Festival verlassen haben, danach wird die Party für die Erwachsenen sicher noch ihren Höhepunkt erreicht haben.

Die meisten Kids laufen nackt herum und spielen. Einige haben sogar Steine gesammelt, sie bemalt und dann verkauft. Aber auch bei den Erwachsenen wird mit dem Thema Nacktheit locker umgegangen, nach Lust und Laune kann man nackig in den Badesee hüpfen und sich erfrischen, ohne dass man neugierige oder abwertende Blicke fürchten muss.

Kinderbadesee

Rund um das Gelände, also eigentlich rund um den Badesee darf man Caravans parken und sein Zelt aufstellen. Einen richtigen Zeltplatz gibt es also nicht. Man baut dort das Zelt auf, wo man sich wohlfühlt und wo man sichtlich niemanden stört. Schließlich lebt das Festival vom Miteinander, gegenseitigem Respekt und gelebter Herzkultur. Es herrscht ganz großes Vertrauen untereinander, was sich auch darin wiederspiegelt, dass man nicht von sogenannten Securities bis unter den kleinen Zehennagel gefilzt wird, es gibt – zumindest kein erkennbares und aufdringliches – Sicherheitspersonal.

Kommt es allerdings doch vor, dass man etwas „falsch“ macht, beispielsweise das Auto an einem nicht dafür vorgesehenen Platz abstellt, so erhält man lediglich eine Info.

„Strafzettel“

Die meisten FestivalbesucherInnen sind sehr kommunikativ und offen, ein Lächeln wird stets erwidert. Ich habe das Gefühl, dass man sich auf diesem Festival auf jeden Fall sehr wohlfühlen kann, inmitten von so vielen fröhlichen Menschen, lachenden Kindern, guter Musik und tiefgreifenden Workshops, überhaupt wenn man sein eigenes Herz öffnet! Es herrscht dort so viel positive Energie und eine Atmosphäre, die durch Gemeinsamkeit geprägt ist!

Mehr als sensibel

In der neuen yoga.ZEIT sagt der Funktionaloptometrist Roland Bischel in einem Interview:

Manche Menschen sind hypersensibel. Das sind diejenigen, die lieber zu Hause sitzen oder sich lieber in schummrigen Zimmern aufhalten, weil sie diese Umgebung als angenehm empfinden. Sie ziehen einen Aufenthalt in einem geschlossenem Raum der freien Natur vor, lassen morgens im Badezimmer das Licht abgedreht, Kochen bei gedimmten Licht und haben am Smartphone den Bildschirm so dunkel wie möglich eingestellt.
Das Gegenteil sind Menschen, die hyposensibel sind. Sie genießen die Sonne so direkt wie möglich, fühlen sich nur im hohen Kontrastbereich mit Licht wohl, drehen im Badezimmer alle Lichter auf und leiden, wenn sie in dunklen Räumen arbeiten müssen.

Puh, als ich muss ehrlich sagen weder NUR das Eine noch NUR das Andere und auch nicht NUR die Mitte. Bei mir ist das einmal so und danach wieder anders.

Morgens bleiben die Lichter aus, ich sehe dann ja im Halbdunklen sehr gut und spare Strom. Nach dem Frühstück könnt es direkt in die Morgensonne mit möglichst viel nackter Haut gehen, weil sich das schön anfühlt, Vitamin D gebildet wird und sich jegliche Stimmung hebt.

Das Handy ist so dunkel wie lesbar eingestellt – spart Strom – und Abends färbt sich das Display rot, damit weniger blaues Licht anregend wirkt. Gemälde mit sehr hohem Kontrast sprechen mich total an. Kräftige bunte Farben mit starken Details lassen mich nicht mehr los.

In unserem Küche-Wohn-und-Esszimmer leuchten meist 3x40W Birnen, da ich noch kein angenehmes LED Licht gefunden habe. Beim Kochen gibt es extra Halogenspots 4x20W um viel angenehmes Licht zum Schnippeln zu haben. Bei einer Holzdecke aus 1875 in knapp 2m Höhe wird die Beleuchtung an den Wänden montiert. Ja das ist schon sehr schummrig. Mittlerweile blenden mich moderne Häuser mit unzähligen Spots in Dauerbefeuerung an Decke und hinter jedem Regal. Bei uns erhellen alle Lichter eines Raumes gerademal die wichtigen Bereiche des Raumes, nicht jeden kleinen versteckten Winkel wo es nichts zu suchen gibt.

Interbeing

Gleich der erste Beitrag aus dem aktuellen GEA Magazin brennstoff, noch vorm Inhaltsverzeichnis, ist eine kleine Anekdote von dem buddhistischen Mönch Thich Nhat Hanh. Aufmerksam wurde ich durch das Foto von ihm, welches direkt über dem Beitrag ‚Interbeing‘ gedruckt wurde.
Er schreibt über das Papier, auf dem der Text abgedruckt wurde – natürlich hier im Blog im Vergleich zu dem virtuellen Papier nicht ganz passend. Dennoch zeigt es uns die Abhängigkeit zwischen Natur und Mensch und dass im Endeffekt alles mit allem verbunden und in gewisser Weise voneinander abhängig ist.

Seht die Wolke, die in diesem Stück Papier schwebt. Wenn ihr genau hinschaut, werdet ihr sie sehen können. Ohne die Wolke wird kein Regen sein; ohne Regen können die Bäume nicht wachsen, und ohne Bäume können wir kein Papier herstellen. Für die Existenz des Papieres ist die Wolke wesentlich. Wenn die Wolke nicht ist, kann auch das Stück Papier nicht sein. Wir können also sagen, dass die Wolke und das Papier einander bedingen und durchdringen.

Betrachten wir dieses Stück Papier näher, so können wir auch den Sonnenschein darin sehen. Ist der Sonnenschein nicht da, kann der Wald nicht wachsen. Tatächlich kann nichts wachsen. Und so wissen wir, dass auch der Sonnenschein in diesen Papier ist, und dass sie sich wechselseitig bedingen und durchdringen. Und wenn wir weiter hinschschauen, so sehen wir den Holzfäller, der den Baum fällt und ihn zur Mühle bringt, damit aus dem Baum Papier werden kann. Und wir sehen den Weizen.
Wir wissen, dass der Holzfäller ohne sein täglich Brot nicht leben kann, und daher ist der Weizen, der zu seinem Brot wurde, auch in diesem Stück Papier; ebenso wie die Mutter und der Vater des Holzfällers es sind.

Betrachten wir es in dieser Weise, so sehen wir, dass das Stück Papier ohne all diese Dinge nicht existieren kann. Schauen wir noch genauer hin, so sehen wir auch uns darin. Das ist nicht schwer zu verstehen, denn wenn wir ein Stück Papier betrachten, so ist es Teil unserer Wahrnehmung. Euer Geist ist ebenso darin wie der meine. Daher können wir sagen, dass alles in diesem Stück Papier enthalten ist. Ihr könnt nichts herausgreifen, was nicht darin ist – Zeit, Raum, die Erde, der Regen, die Mineralien der Erde, der Sonnenschein, die Wolke, der Fluss, die Hitze. Alles existiert gleichzeitig in diesem Stück Papier. Das Stück Papier ist, weil alles andere ist.

Angenommen, wir versuchen, eines der Elemente zu seinem Ursprung zurückzuführen, z.B. führen wir den Sonnenschein zurück zur Sonne. Glaubt ihr, dass das Stück Papier dann noch möglich wird? Nein, denn ohne Sonnenschein kann nichts sein. Und führen wir den Holzfäller zurück zu seiner Mutter, so haben wir ebenfalls kein Stück Papier mehr. Tatsächlich besteht dieses Stück Papier nur aus „Nicht-Papier-Elementen“. Und wenn wir diese Nicht-Papier-Elemente zurück zu ihren Ursprüngen führen, gibt es überhaupt kein Papier mehr. Ohne Nicht-Papier-Elemente wie Geist, Holzfäller, Sonnenschein usw. wird kein Papier möglich sein. So dünn dieses Stück Papier auch ist, es enthält das ganze Universum in sich.

Praxis im Alltag mit Baby

Unser Hörnchen ist jetzt schon bald zwei Monate bei uns. Und wie man so schön sagt, es verändert sich fast alles. Viele der Veränderungen sind sehr positiv, ein paar auch eher negativ, aber das nimmt man als frischgebackene Mama gerne auf sich! Zumal ich mir im Vorhinein schon bewusst gemacht habe, was ungefähr auf mich zu kommen wird und wir diese Entscheidung auch bewusst getroffen haben.
Auch war mir klar, dass meine buddhistische Praxis möglicherweise nicht so weitergehen wird, wie bisher. Das heißt kein (fast) tägliches Meditieren in der Früh, keine wöchentlichen Meditationstreffen mit Freunden und auch kein monatliches Dharmastudium mit unserem Novizenmönch.

Diese Veränderungen nahm ich in Kauf, obwohl ich mich vor allem in letzter Zeit und besonders in der Schwangerschaft nur allzu gerne mit dem Buddhismus und meiner Praxis beschäftigt habe. Das Meditieren fiel mir wesentlich leichter und machte auch viel Freude, ich konnte schneller zur Ruhe kommen und das Dharmstudium bereicherte mich.

Mit einem kleinen Baby fallen die Prioritäten jedoch anders. Und hier möchte ich anknüpfen. Denn nur weil ich nicht mehr auf der Matte sitze, Vorträgen lausche und Bücher wälze, heißt das keinesfalls, dass ich nicht mehr praktiziere! Täglich stehe ich neuen kleinen Herausforderungen gegenüber. Ich habe in diesen zwei Monaten vor allem gelernt, meine eigenen Bedürfnisse hintan zu stellen und mich, ganz selbstlos, voll und ganz dem Wohlergehen eines anderen Lebewesens zu widmen. Das nenn ich mal Boddhicittagedanke!
Außerdem übe ich mich jeden Tag in Geduld und Achtsamkeit. Sei es beim allgemeimem Umgang mit dem Baby oder wenn eigentlich auch andere Dinge zu erledigen wären bzw. ich mir für den Tag etwas vorgenommem habe, ich dem aber jetzt nicht nachgehen kann.

Oft sind es die kleinen alltäglichen Dinge im Leben, die uns, mit Achtsamkeit ausgeführt, wachsen lassen und uns zu uns selbst führen!

Veggie Planet Graz

Von 9. bis 10. April war es wieder soweit: die Veggie Planet fand in Graz statt. Die Veggie Planet ist eine vegane Messe, die sowohl im Bereich Veganismus informieren soll, als auch verschiedene Produkte, Betriebe und Kampagnen vorstellt.  Außerdem gibt es vegane Verköstigung vor Ort.

Diese Veranstaltung fand in der Messe Graz statt. Das genutzte Areal bestand vorrangig aus den teilnehmenden Ausstellern, die Tisch an Tisch nebeneinander aufgereiht standen und ihre Produkte präsentierten, Kostproben anboten und Werbung für den Veganismus und ihre Kampagnen machten.
Im Vortragssaal fanden zu verschiedenenen Zeiten Vorträge über Themen wie „Artgerecht leben lassen, schmerzfrei schlachten? Tierethische Kontroversen über das Töten“, „Cowspiracy – Die Dokumentation, die die Umweltschutzbewegung revolutionieren wird“, „Vegane Ernährung bei Krebs – Eine reale Chance?“, „Vitamin B12: Fakten und Mythen“ oder „Veganize your Life!“ statt.
Nebenbei gab es auf der Showbühne verschieden Kochshows und Schaukochen.
Außderdem fand zeitgleich und auf dem selben Areal die Yoga Planet statt. Es gab ein paar Stände, die entweder ihr Yogastudio oder ihre Yogaprodukte vorstellten. Nebenan in einem sehr großen Raum gab es circa stündlich eine Yogaeinheit, wobei es immer ein anderer Stil war, der quasi vorgestellt wurde, z.B.: Acro Yoga Monkey Business, Forrest Yoga Basics, Vinyasa your Life, Faszien Yoga oder Yuna Yoga.

Ich persönlich finde die Veggie Planet eine sehr gute und informative Veranstaltung für alle, die sich für die vegane Lebensweise interessieren und mehr darüber erfahren wollen. Es wird wirklich alles geboten, was man über Veganismus und die Gründe dafür wissen möchte, gerade wenn man Neuling auf dem Gebiet ist. Für mich selbst war es die 8€ (bzw. für mich ermäßigte 6€) Eintritt allerdings nicht unbedingt wert, da ich bereits seit über 5 Jahren vegan lebe und ziemlich alle ausstellenden Gruppen bereits kenne. Für jemanden wie mich braucht man also keine „Produkte anwerben“ oder Informationen verbreiten. Und bis auf die Tatsache, dass ab August ein veganes Burgerlokal in Graz aufmacht, waren für mich keine Neuigkeiten dabei.
Außerdem war meiner Meinung nach das Angebot an Yogaständen viel zu klein, ich denke es waren geschätze 5 Stände, wo man haupsächlich Bekleidung und Accessoires kaufen und sich weniger über Yoga informieren konnte.

[toe] meinte, dass bei der Veranstaltung auch Informationsstände über Buddhismus passend gewesen wären, da sie thematisch sowohl zu Yoga als auch zu Veganismus, insbesondere wegen der Organisation ‚Dharma Voices for Animals‚, gepasst hätten.

Es war allerdings sehr schön zu sehen, dass die Messe gut besucht war und ich hoffe, dass die Besucher viele positive Eindrücke und viel Wissen mitnehmen konnten!

Dharma im Alltag

Ich meine immer wieder zu hören/lesen, dass sowohl Buddhismus als auch echter Yoga realitätsfremd sei. Da ich in beiden Lehren sehr viele Gemeinsamkeiten finde – ja sogar behaupten würde, der historische Buddha sei ein Yogi gewesen – schreibe ich einen gemeinsamen Beitrag für beide diese Schwerpunkte. Sie sind ja auch in meinem Leben vereint. Ist ja nicht so, dass ich von 8 – 12 ein Yoga-Kapperl auf habe und nach dem Essen eine buddh. Robe anziehe. Nein, beides wird integriert gelebt.

Dem Buddhadharma wird oft vorgeworfen, er sei weltfremd und vorallem im Westen in der heutigen Zeit nicht praktizierbar, außer vielleicht in einem Kloster. Und Gemeinschaften die ihr Leben auf moderne Weise an den buddh. Idealen ausrichten und vielleicht sogar mit lokaler Kultur verbinden seien Sekten und sicher nicht authentisch.

Die yogische Praxis sei im Gegensatz dazu im Westen dem Fluch des Mainstreams erlegen. Als Begleiterscheinung von Fitnesszentren haben findige Lehrer alle möglichen Stile sektiert – vornämlich mit Übungen aus Hatha-Yoga und ein bisschen Pranayana, solo oder gemixt mit anderen Hilfsmitteln oder Akrobatik usw. – aber die Philosophie, der rote Faden dieser Lehre verstaube in den Büchern. Stattdessen dominiere Werbung mit den aktuellen Schönheitsidealen im Wettkampf um die extremsten Posen.

Aber es gibt die Lehren und es gibt die Menschen, die sich damit befassen und ihr Leben damit bereichern. Und zwar ohne unbedingt Geld dafür auszugeben, ganz im Stillen. In jeder Handlung findet sich die Gelegenheit, die Weisheiten dieser Lehren anzuwenden. Doch man muss sie halt nutzen. Und dafür müsste man die Lehren kennen. Und dafür müsste man sich damit befassen und sie verstanden haben.

Das kann man ganz allein, auch zuhause vorm eigenen Bücherregal oder hinter dem Computer. Sehr hilfreich ist es sich mit anderen Leuten die den Weg gehen auszutauschen. Aber anwenden muss man es dann immer noch selber.

Die veränderten Verhaltensweisen sind in unserer Gesellschaft leider nicht immer sehr hoch geschätzt, aber dafür umso heilsamer.

Auch mal seinen Feinden Zuneigung zeigen.

Schwangerschaft – ein spirituelles Erlebnis?

Eigentlich habe ich mir vorgenommen, nicht über meine derzeitige Schwangerschaft auf dem Blog zu schreiben. Einfach nur deshalb, weil ich es als etwas sehr Persönliches und Vertrautes empfinde, das ich eigentlich nicht mit „der ganzen Welt“ teilen wollte.
Allerdings hat mich diese Schwangerschaft auch in gewisser Weise verändert und genau diese Veränderungen sind es, von denen ich doch berichten möchte. Ich habe das Glück, eine bis jetzt recht einfache, komplikationslose Schwangerschaft ohne größere Wehwehchen erleben zu dürfen.
Schon bevor ich die Sicherheit hatte, schwanger zu sein, war da dieses Gefühl, dass sich etwas verändert hatte. Und schon von Anfang an hatte ich dieses Urvertrauen, dass alles gut ist, so wie es ist und ich alles so annehmen könnte, wie es kommen wird.

Schon in den ersten Wochen, nachdem die leichte Übelkeit vorbei war, hatte ich das Gefühl, dass ich mich besondes wohl fühle. Also nicht nur der Vorfreude wegen in der Hinsicht „Juhu, ich bekomme bald ein Baby“, sondern eher im Allgemeinen. Ich fühle mich sehr ausgeglichen und irgendwie im Reinen mit mir und der Welt. Ich hatte auch viel mehr das Bedürfnis, mich etwas zurück zu ziehen und meine Freizeit eher ruhig zu gestalten. Ich wollte mich ganz auf mich selbst und das wachsende Wesen in mir konzentrieren. Interessanterweise spürte ich auch schon bald eine Verbindung zu dem Baby, obwohl ich seine Tritte noch nicht spüren konnte und es auch sonst quasi keinerlei Anzeichen gab, dass ich schwanger bin. Wahrscheinlich war da einfach das Bewusstsein, dass etwas in mir heranwächst, dass es besonders zu schützen gilt.

Ungefähr ab dem vierten Monat besuchte ich einen Yogakurs für Schwangere. Die Körperübungen, Atemübungen und geführten Meditationen gaben mir nocheinmal das Gefühl, mehr mit dem Baby verbunden zu sein. Es fühlte sich absolut richtig und wunderbar an, diesen Kurs zu besuchen und sich so nochmal bewusst Zeit für mich und das Baby zu nehmen. Außerdem konnten ich die Übungen viel intensiver durchführen, als ich es zuvor je geschafft hatte. Mein Geist war ruhiger und fokussierter als je zuvor und ich gelangte erstaunlich schnell in die Tiefenentspannung am Ende jeder Stunde.
Ebenso kann ich in Meditationen schneller Kontakt zu ‚mir selbst‘ aufnehmen, ich bin im Allgemeinen zentrierter und das fühlt sich sehr gut an.

Die Schwangerschaft war schnell ein Teil meines Bewusstseins. Ich erwischte mich immer wieder, dass ich auch nachts im Schlaf die Hände sorgsam und schützend auf meinen Bauch legte. Ich konnte die Zuneigung von Tag zu Tag mehr wahrnehmen, es ist fast so, als würde ich das Baby wirklich schon kennen, obwohl ich es weder gesehen, noch berührt oder gehalten und auch sein Stimme noch nie gehört habe. Ich spüre einfach diese tiefe Verbindung, dieses Vertrauen und gleichzeitig diese Sicherheit, welche die Angst vor allem, worüber man sich Sorgen machen könnte (Krankheiten, Geburt, Erziehung, usw.) gar nie erst aufkommen ließ.

Mittlerweile empfinde ich es als einen Zustand von Ausgeglichenheit und Freude. Kleineren oder mittelschweren Probleme des Alltags kann ich mit Gelassenheit und Zuversicht entgegen sehen, der Fokus hat sich verändert. Vieles ist einfach nicht mehr so bedeutsam, ich sehe die Welt aus einem anderen Blickwinkel. Ich erkenne viele der Nichtigkeiten und Belanglosigkeiten, über die man sich ewiglang aufregen könnte, auch als solche an und versuche stattdessen, mich mit den wahrhaft wichtigen Belangen des Lebens auseinander zu setzen. Ich fühle mich in meiner derzeitigen Lebensweise und dem derzeitigen Lebensstil mehr denn je bestätigt und habe möglicherweise eine leise Ahnung davon, wie es vielleicht sein könnte, zumindest einige der Verblendungen zu erkennen und Anhaftungen hinter sich zu lassen…

Abgesehen davon, dass es total überwältigend und erstaunlich ist, dass ein kleiner Mensch in mir heranwächst, ist das Gefühl des Schwangerseins für mich einfach ein sehr tiefesgründiges und bewusstes Erlebnis, das meine Einstellung und Sichtweise auf das Leben nochmal ein Stück weit verändert hat.

Kurzurlaub bei Hundertwasser

In knapp einenhalb Stunden Entfernung von uns liegt ein traumhaft schönes Thermenresort, dass wir diese Woche für 2 teure Nächte besucht haben. Das Rogner Bad Blumau ist eine Therme der besonderen Art. Robert Rogner und der Künstler/Architekt Friedensreich Hundertwasser haben sich hier wahrhaft ausgetobt.

Friedensreich Hundertwasser und Robert Rogner

Hundertwassers verspielter aber seriös individueller Stil gefällt mir schon lange. Einflüsse von Gustav Klimt sind unverkennbar. Als ich das erste Mal von ihm hörte war ich fasziniert von seiner Forderung nach dem Fensterrecht: Jeder Bewohner eines Hauses solle das Recht haben soweit man mit einem langen Pinsel hinreicht selbst gestalten zu dürfen.
Vom Baumrecht habe ich erst jetzt erfahren: Jede Fläche die im Winter weiß ist, soll im Sommer grün sein. Das gibt zu denken.

Entwurf der Therme
Golden tree

Man kommt nur schwer aus dem Staunen heraus, wenn man durch die verwinkelten Gänge der Thermenanlage schlendert. Der Boden ist übersäht mit Mosaiken, die sich auch die Wände hoch ziehen. Die Fließenleger müssen Hundertwasser verflucht haben. Vorallem da der Boden im Normalfall nicht flach, sondern gewellt verläuft. Anfangs sorgt das für unachtsame Stolperer, aber nach ein paar Zwischenfällen weiß man, wo die Achtsamkeit zu sein hat.

Gang im Hotel
Gang zur Therme
Das Kunsthaus

Jedes Zimmer hat, soweit wir bemerkt haben, seinen eigenen Charme. Wir sind jetzt das zweite Mal im Kunsthaus gewesen (das günstigste) und die beiden Zimmer lassen sich nicht vergleichen. Im Zimmer gibt es ein kleines Buch: Das Rogner Bad Blumau von Martin Amanshauser liegt im Zimmer auf und erzählt eine Menge Hintergrundinformationen über die Geschichte des Hotels und der Therme, sowie über die heutigen Möglichkeiten. Beispielsweise gibt  es 330 einzigartige Säulen und es ist auch kein Problem unter freiem Himmel zu schlafen.

Badezimmer und ich im Spiegel
Willkommensgruß

In den Restaurants markieren Vegan-Symbole in der Karte die besonders leckeren Gerichte. Wir haben über unsere vegane Ernährung gleich bei der Reservierung informiert und wurden beim Abendbuffet gleich mit dem entsprechenden 4-Gänge Menüvorschlag empfangen. Das bin ich echt nicht gewohnt, weder die 4-Gänge noch, dass ein „normales“ Restaurant ein täglich wechselndes veganes Menü zusammenstellt, geschweige denn dass alle Kellner wissen was das bedeutet. Sogar im schummrigen Bistro gab es etwas für uns. Natürlich stammt das Essen soweit als möglich aus der Region und ist biologisch zertifiziert. Außerdem wurde uns gesagt, dass man – falls man noch etwas braucht – einfach Fragen kann und es kein Problem sei. Haben wir nicht gebraucht, aber schön, dass sie es erwähnen. So gut es auch war, genug vom Essen.

Ich mag Spiralen am Boden …
… und an der Decke … und überall

Die Therme bietet ein mineralisiertes Solebad mit leiser Unterwassermusik, man kann sich Schaumstoff-Nudeln nehmen und ohne Anstrengung an der Wasseroberfläche schweben. Die Badetemperatur der einzelnen Becken unterscheidet sich, das Solebad war 37°C warm. Da fühlt man sich pudelwohl. 3000m unter der Therme liegt der Rest des früheren Meeres. Das Wasser tritt mit 110°C aus und wird zur Heizung und Stromerzeugung des gesamten Komplexes verwendet. Es gibt wöchentliche Hotel- oder Technikführungen, die eine haben wir verpasst und die andere hat uns in dem Kurzurlaub dann doch nicht interessiert.

Rezeption mit Herz

Jeden Tag gibt es verschiedene Spa Angebote, wie Yoga, Muskelentspannung, Massagen, … Manche sind kostenfrei andere günstiger als sonst. Es melden sich dazu nur wenige Leute an, also braucht man keine Angst haben, plötzlich mit einer großen Menschenmasse in einen kleinen Raum gedrengt zu werden.

Chill-Lounge im Spa
Praxisräume in runder Verteilung

Wir hatten kein Glück an einer ZEN Meditation teilnehmen zu können, aber die Direktorin bietet das fallweise im Zendo an. Beim Spazieren haben wir dann noch einen zweiten Meditationsraum entdeckt, allerdings wollten wir nach dem Checkout nicht mehr fragen gehen, ob man den benutzen darf oder ob der den Retreats vorbehalten ist.

Buddha im Hof

Wir haben den Aufenthalt sehr genossen und freuen uns auf den nächsten Besuch. Der wird aufgrund der saftigen Preise noch ein wenig auf sich warten lassen müssen. Aber das Preis-Leistungsverhältnis ist absolut stimmig. Außerdem immer wieder Glockenspiele die man freudig erklingen lassen darf und soll. Wo findet man schon sowas?

Herbstromantik

Es gäbe noch viel zu erzählen, aber das kann ja jeder für sich selbst entdecken kommen.

Eine Annäherung an Rituale?

Nachdem ich nun einige Jahre buddh. Texte lese und seit knapp eineinhalb Jahre mich mit regelmäßiger Meditation beschäftige, spüre ich langsam, wie sich in mir ein erweitertes Bedürfnis nach Ritualen bildet. Sicher spielt die Situation, dass ich in den letzten Monaten weniger Zeit für das Lesen von buddh. Texten verwendet habe, mit.

Ein relativ festes Ritual habe ich bereits in dem Beitrag Morgenpraxis beschrieben. Aber wie das so ist mit Ritualen, gibt es für mich nur wenige wichtige Begründungen, warum ich ein Ritual überhaupt ausführen sollte. Die Gründe sind geprägt von einem inneren Wandel:

  • Rituale, die man alleine durchführt, sollten einem in irgendeiner Form weiterhelfen. Zum Beispiel um ungewollte Gewohnheiten abzulegen oder sich gewollte Verhaltensweisen anzutrainieren.
  • Rituale, die mit anderen Menschen praktiziert werden, sollten den ersten Aspekt um ein Gemeinschaftsgefühl erweitern. Zum Beispiel empfinde ich das gemeinsame Rezitieren von Mantren viel bereichender, als es alleine für mich zu tun.

Ich möchte jetzt nicht über katholische Kirche aushauen, aber als ich früher an der „Heiligen Messe“ teilnahm, konnte ich offensichtlich keinen der beiden Aspekte wahrnehmen. Obwohl ich getauft und gefirmt wurde, hatte ich keine Ahnung wie die Struktur der Messe war und welche Bedeutung darin steckte. Ich saß da oder stand auf, wenn alle anderen aufstanden, tat so als würde ich mitsingen und sprach die Gebete, die man als Katholik auswendig können muss.

Als Jugendlicher konnte ich nachts oft stundenlang nicht einschlafen. Meine Gedanken kreisten um „Gott und die Welt“ und irgendwann war klar, dass mir die Ausübung dieser Rituale nichts gebracht hat. Da ich das relative Glück hatte, in einer Region und einer Zeit aufgewachsen zu sein, wo es Trend war nicht religiös zu sein, gab es mit meinem weiteren nicht-kirchlichen Verhalten keinerlei Probleme.

Aktuell spüre ich, wie mir die wöchentliche gemeinsame Meditation und die Treffen der Dharme Gruppe sehr gut tun und dass ich neben der stillen Meditation auch andere Rituale ergänzen möchte. Es gibt dabei leider ein kleines Hinderniss.

Der Buddhismus in Europa hat den Vor- und Nachteil, dass er hier sehr vielfältig ist. In der Region wo ich jetzt lebe gibt es in näherer Umgebung keine Handvoll Buddhisten und in weiterer nur ein paar mehr. Und fast alle folgen einer anderen Ausprägung bzw. Tradition. Damit sind gemeinsame Rituale oft ein Kompromiss.

Aber wenn es um die persönliche religiöse Entwicklung geht, ist irgendwie wenig Spielraum für Kompromisse vorhanden als sonst. Sag einem „frommen Christen“ er oder sie solle in einer jüdischen Synagoge oder einer moslimischen Moschee mitbeten. Ich denke, das wird nur in äußerst seltenen Fällen funktionieren und würde auch Vorbereitungszeit brauchen. Oder es würde einfach nichts bringen, obwohl die Religionen miteinander verwand sind.

Wie ich schon oft erwähnt habe, kommt es für mich nicht in Frage Japanisch, Tibetisch oder Pali zu lernen um meine Religion auszuüben. Das macht für mich keinen Sinn. Für Mantra Rezitation kann ich aufgrund guter Argumente einen Kompromiss eingehen. Wobei ich die Bedeutung der Silben – vorzugsweise in Sanskrit (als kleinster gemeinsamer Nenner zum Yoga) – verstehen möchte, bevor ich mich vollständig darauf einlassen kann.

In der Triratna Gemeinschaft gibt es zwei Pujas und andere Texte, die in jede Landessprache übersetzt wurden:

Mein Plan ist jetzt erstmal die einfache Puja auswendig zu lernen und wenn möglich diese in meine 3 morgendlichen Sonnengrüße zu integrieren. Ich weiß noch nicht, welche Bewegungsabläufe bei Triratna dazu durchgeführt werden. Das werde ich vermutlich erst im Juni nächsten Jahres erfahren. Aber solange mag ich nicht mehr still halten.

Stupa in Vimaladhatu, DE

Wer sich knapp eine Stunde Zeit nehmen möchte, kann sich folgenden tollen Audiovortrag zum Thema Rituale anhören:

Wenn sich der Verstand gegen Rituale sträubt, dann ist der Weg des geringsten Widerstandes, das Ego von der Sinnhaftigkeit von Ritualen zu überzeugen. Offensichtlich hat sich mein Herz schon zur Aufnahme bereit erklärt.