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Ex oda Oaschloch

Warnung: jetzt wird es derb!

Wir fahren gerade mit dem Auto durch Graz, untertags. Die Straßen sind voll, die Sonne blendet und die anderen Verkehrsteilnehmer hassen mich. Cao drückt mir die Thermo-Glasflasche mit dem letzten Rest Wasser in die freie Hand, während ich die Augen auf der Straße und die andere Hand am Lenkrad habe.

Sie sagt mit monotoner Stimme, fast schon beiläufig: „Ex oda Oaschloch“ und ich breche im wilden Lachkrampf aus.

Rückblende: In dem Kreis der alternativen Jungendlichen und eigentlich jungen Erwachsenen der Nachbarortschaft, da wo Cao und ich uns kennengelernt haben, stoßen wir alle auf das Wohl eines Geburtstagskindes an. Er, oder vielleicht auch sie, hebt das Glas noch höher und schreit mit Begeisterung die drei erwähnten Worte, woraufhin für die nächsten Momente Stille am Skateplatz herrscht, da alle ihre geöffneten Bierflaschen oder andere vollen Getränke austrinken, denn keiner will sich zum Arschloch machen lassen. Rückblende Ende.

Tja, im Auto war der Kontext zum Zitat ausgesprochen belustigend für mich. In der buddh. Praxis ist der Vorsatz sich von grober Rede fern zu halten, äußerst schwer für mich umzusetzen. Ich bin am Land, in eine Arbeiterfamilie geboren worden und mit einem älteren Bruder aufgewachsen. Derbe Ausdrücke sind Teil meines Dialekts, der eigentlich den Hauptteil meines – möglicherweise zweifelhaften – kulturellen Erbes darstellt.

Die positive Formulierung des Vorsatzes, nämlich auf freundliche und liebevolle Art zu sprechen ist mir sehr wohl ein Anliegen, aber auch das kann ich gut mit vulgärer Sprache verknüpfen, wie paradox. Aber – ich rede mir ein – es gelinge mir im allgemeinen, die Schimpfworte ohne konkrete oder mittelbare Beleidigung zu verwenden.

Naja, darüber sollte ich wahrscheinlich nochmal meditieren. Das Hörnchen schnappt es hoffentlich auch noch nicht auf.

Dharma im Alltag

Ich meine immer wieder zu hören/lesen, dass sowohl Buddhismus als auch echter Yoga realitätsfremd sei. Da ich in beiden Lehren sehr viele Gemeinsamkeiten finde – ja sogar behaupten würde, der historische Buddha sei ein Yogi gewesen – schreibe ich einen gemeinsamen Beitrag für beide diese Schwerpunkte. Sie sind ja auch in meinem Leben vereint. Ist ja nicht so, dass ich von 8 – 12 ein Yoga-Kapperl auf habe und nach dem Essen eine buddh. Robe anziehe. Nein, beides wird integriert gelebt.

Dem Buddhadharma wird oft vorgeworfen, er sei weltfremd und vorallem im Westen in der heutigen Zeit nicht praktizierbar, außer vielleicht in einem Kloster. Und Gemeinschaften die ihr Leben auf moderne Weise an den buddh. Idealen ausrichten und vielleicht sogar mit lokaler Kultur verbinden seien Sekten und sicher nicht authentisch.

Die yogische Praxis sei im Gegensatz dazu im Westen dem Fluch des Mainstreams erlegen. Als Begleiterscheinung von Fitnesszentren haben findige Lehrer alle möglichen Stile sektiert – vornämlich mit Übungen aus Hatha-Yoga und ein bisschen Pranayana, solo oder gemixt mit anderen Hilfsmitteln oder Akrobatik usw. – aber die Philosophie, der rote Faden dieser Lehre verstaube in den Büchern. Stattdessen dominiere Werbung mit den aktuellen Schönheitsidealen im Wettkampf um die extremsten Posen.

Aber es gibt die Lehren und es gibt die Menschen, die sich damit befassen und ihr Leben damit bereichern. Und zwar ohne unbedingt Geld dafür auszugeben, ganz im Stillen. In jeder Handlung findet sich die Gelegenheit, die Weisheiten dieser Lehren anzuwenden. Doch man muss sie halt nutzen. Und dafür müsste man die Lehren kennen. Und dafür müsste man sich damit befassen und sie verstanden haben.

Das kann man ganz allein, auch zuhause vorm eigenen Bücherregal oder hinter dem Computer. Sehr hilfreich ist es sich mit anderen Leuten die den Weg gehen auszutauschen. Aber anwenden muss man es dann immer noch selber.

Die veränderten Verhaltensweisen sind in unserer Gesellschaft leider nicht immer sehr hoch geschätzt, aber dafür umso heilsamer.

Auch mal seinen Feinden Zuneigung zeigen.

Papamonat adé

Ab April habe ich mit meinem Chef wieder mehr Arbeitszeit vereinbart. Ich wollte 25h in 4 Tagen, er fand 4 Tage ok, aber mehr Zeit. Wir einigten uns für die nächsten intensiveren Monate auf 30h in 4 Tagen und danach schauen wir, ob es auch mit weniger geht. Find ich gut.

Während dem März hatten wir vereinbart, dass ich an einem Tag in der Woche soviele Stunden arbeite, dass ich über die Geringfügigkeitsgrenze falle und voll versichert bleibe … seine Idee.

Da ich, neben dem technischen Kerngeschäft, mich generell auch um Prozesse und Dokumentation kümmere, hatte ich in den 5 Arbeitstagen im März – wie lärchelich sich das anhört – endlich Zeit einen Blick auf die lange Bank zu werfen. Dort wo alles hingeschoben wird, was schön zu haben wäre, aber – da nicht dringend – eben auch nicht gemacht wird … find ich auch gut, hat eh schon mal abgewischt gehört.

Aber jetzt, wo mein Geist wieder mit produktiven Arbeitsgedanken gefüllt wird, möchte ich mir die Erfahrungen des letzten Monats nochmals bewusst in Erinnerung rufen.

Die Geburt unseres Hörnchens fand zeitlich gesehen ziemlich planmäßig statt, daher hatte ich 4 volle Wochen um es kennen zu lernen. (Wer sich wundert warum ich ‚es‘ schreibe, kann mal auf der ÜBER UNS Seite nachlesen.)

Ich habe gelernt: das Hörnchen zu halten, zu wickeln, zu tragen, zu trösten, zu beruhigen(hätte nicht gedacht, dass es hier einen Unterschied gibt), um zu ziehen, ins Tragetuch zu packen, zu beobachten wenn es schläft, trinkt, schaut, niest, rülpst, furzt und vermutlich noch viel mehr Unterbewusstes.

Hörnchen im Tragetuch

Ab dem ersten Kuscheln nach der Geburt, wusste ich wie es aussieht. Obwohl jeder meint, es sähe mir ähnlich, finde ich das im Gesicht eher weniger, dafür in den Händen um so mehr, die Ähnlichkeit zu meinen langen Bürofingern. Schon bei der Heimfahrt nach der Geburt um 4 Uhr morgens, konnte ich mir das süße Gesichtlein genau vorstellen. Aus irgendeinem Grund meinte ich zuvor noch, dass alle Babies gleich aussehen würden. Plötzlich kann ich die Feinheiten in den Mini-Faces erkennen. Und eine Verwechslung scheint mir ausgeschlossen.

Ich kenne die unterschiedlichen Laute des Hörnchens: die zufriedenen, die zornigen, die enttäuschten und die erleichterten und den Muttermilch-geimpften Geruch. Auch wenn ich die Milchsucht nicht stillen kann, habe ich trotzdem das Gefühl, es kennengelernt und willkommen geheißen zu haben. Das heißt nicht, dass sich etwas – was ich als Vatergefühl bezeichnen würde – bei mir eingestellt hätte. Aber der Zweck, weswegen ich für sowas wie ein Papamonat gesorgt habe, scheint gefruchtet zu haben.

Die Gewerkschaften versuchen in den Kollektivverhandlungen den Anspruch für Väter auf 4 Wochen Dienstfreistellung für den Anlass der Geburt zu ermöglichen, also bei vollem Gehaltsbezug = echter Papamonat. Ich kann es nur empfehlen. All die neuen Erfahrungen wären für meine Frau allein bestimmt nicht stressfrei gewesen. Und ich kann mir gut vorstellen, wie sich da eine Wochenbettdepression einstellen kann, wenn man als frisch gebackene Mutter fast den ganzen Tag alleine versucht hilflos alles richtig zu machen und abends muss man sich vielleicht noch dafür rechtfertigen.

Ich habe in diesem Monat versucht meiner Frau den Rücken frei zu halten, sodass sie sich ganz mit dem beschäftigen kann, worauf sich ihr Herz konzentriert. Ich finde, das hat toll geklappt.

In den letzten Tagen hat es sich schon seltsam angefühlt, erst dann heim zu kommen, wenn das Hörnchen abends schon zu quengeln begonnen hat und dann bald eingebettet wird. Weit weg scheinen die Zeiten, als die Familie im Haus gearbeitet hat und ständig beisammen war.

Warum tragen Veganer kein Leder, Wolle, Daunen…?

Wir essen Pflanzen

Vegan zu leben bedeutet nicht nur keine Tierprodukte zu essen. Wenn man aus der Überzeugung heraus vegan lebt, dass man sich nicht mehr an der Ausbeutung von Tieren beteiligen möchte, dann ist das eine Lebenseinstellung, nach der sich so gut wie alle Bereiche des Lebens orientieren. Somit auch das was man am Körper trägt und was man konsumiert.
Bei mir ist das jedenfalls so. So ist die vegane Küche für mich nur ein Teilaspekt dessen worum es hier eigentlich geht. (Deshalb ist Veganismus auch nicht nur ein Essverhalten.) Das bedeutet für mich daher auch, dass ich auf Leder, Wolle, Seide, Pelz, Daunen usw. verzichte. Denn auch Leder, Wolle, Daunen wie Pelz bedeuten Tierqual.
Vor allem aber stehen uns mittlerweile etliche tierleidfreie Alternativen zur Verfügung, sodass wir heute kein Echtleder und auch keinen Echtpelz mehr tragen müssen. Das ist der Vorteil unserer modernen Zivilisation. Nichts desto trotz müssen noch immer Tiere…

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Wenn du zu gesund bist, bist du ernsthaft krank

Laut einem Sprichtwort gibt es nichts älteres als gestrige Nachrichten. Wie zeitlos müssen wohl Nachrichten sein, die es über sechs Jahre nach ihrer Erstpublikation noch einmal in die Zeitung schaffen?
Ein am 16. Aug. 2009 im britischen Guardian publizierter Artikel schaffte es am 26. Sept. 2015 unter dem Titel Orthorexia: when healthy eating turns against you nochmals in den Guardian.
Worum geht es also?

2009 betitelt Amelia Hill ihren Artikel in der Rubrik ‘mental health’ des Guardian: „Healthy food obsession sparks rise in new eating disorder“ Die Fixierung auf gesundes Essen könne Zeichen einer ernsthaften psychologischen Störung sein. Immer mehr Menschen würden an Orthorexia Nervosa, einer ernsthaften psychologischen Störung, leiden. Symptomatik: die Patienten wollen gesund essen!

Die wird den kritischen Leser nicht überraschen; denn je mehr anerkannte psych. Diagnosen es gibt, desto mehr Arbeit haben Psychologen und Psychotherapeuten.

Hill schreibt, die Ablehnung von Zucker, Salz, Koffein, Alkohol, Weizen, Gluten, Germ, Soja, Getreide und Milchprodukte sei erst der Beginn der Einschränkungen. Auch von Pestiziden und Herbisziden verunreinigte Nahrungsmittel, sowie künstliche Zusatzstoffe würden abgelehnt werden.
Nun, das sieht für mich nicht nach einem Krankheitsbild aus, vielmehr drücktt es das Vorheindensein von Ernährungsbewußtsein aus. Wobei Gluten nur im Falle einer Glutenunverträglichkeit gemieden werden sollte, Weizen unter Getreide fällt, und dieses gewöhnlicherweise nicht schädlich ist.

2015 schreibt Olga Oksman „Orthorexia: when healthy eating turns against you“
Orthorexie sei die Obsession, nur Nahrung zu essen, von der der Leidende glaubt, sie sei gesund. (wtf)

Im Guardian Artikel wird von einem Mädchen berichtet, welches 13-jährig ‘excessives’ Fett, und künstl. Zucker von ihrem Ernährungplan strich. Sie aß mehr Vollkornbrot, Ernußbutter, Früchte und Salat. Auch immer häufigere sportl. Aktivitäten trugen schließlich dazu bei, dass sie Captain des Langlaufteams und für ihren Körper beneidet wurde.
Aber ihre Ernährungsobsession nahm zu; sie wurde vegan. Dieser Ernährungsumstellung wird ein Akneausbruch sowie das Ausbleiben der Menstruation zugeschrieben.
Nun, Akne in dem Alter sind meines Wissens keine Seltenheit und bei zweiterem Problem hab ich als Mann nicht so viel Ahnung, jedoch kann ich sagen, dass sich nach meiner Umstellung zu einem veganen Leben keine Körperfunktionen zum schlechteren wandelten, aber das ist eine andere Geschichte…

Dr. Thomas Dunn, Professor für Psychologie an der Universität Northern Colorado erklärt, warum Orthorexie als eigene Diagnose anerkannt sein sollte (nein, es ist nicht – wie unterstellt werden könnte – die Erweiterung seines Geschäftsfeldes): Menschen mit Anorexia Nervosa (Magersucht) würden ihre Nahrungsbandbreite zugunsten der Gewichtsabnahme reduzieren. Menschen mit Orthorexie würden dies tun, um einer gesunden Ernährungsweise wegen machen.
Lass uns darüber nachdenken: Versuchen, sich gesund zu ernähren wäre eine psychische Störung!

Lange schon ist es Praxis, dass Menschen Dinge erfinden, um sie dann zu verkaufen; nicht anders erfinden Psychologen Diagnosen, um diese Behandeln zu können. Doch welche Konsequenzen hätte es, wenn Orthorexie als anerkannte Diagnose geführt werden würde?
Warum bloß erinnert mich der Gedanke, Menschen, die sich kritisch ernähren wollen zu stigmatisieren, an George Orwells dystopischen Roman 1984?
Wenn du dich mehr um deine Gesundheit sorgst als um die Umsätze von McDonald’s → ab zur Therapie!
Welche Ernährungsweise ist artgerecht für Menschen: Die Konsumation genmanipulierter, industriell verarbeiteter Produkte – oder das Essen vollwertiger Nahrung?

“First vegetarian. Then vegan. Then raw, then they run out of things to eat” wird Dunn zitiert.
‘Selbst eine spärliche Diät ist nur ein Schritt auf dem Weg. Am Ende dieses Weges wird man von Licht allein leben können.’ schreibt der Psychologe Dr. Richard Alpert, Ph.D.

Gewiss neigen manche Zeitgenossen zur Übertreibung, auch was ihre Ernährungsgewohnheiten betrifft. Doch jede Veränderung braucht jene, die mutig vorangehen; dass diese manchmal (meist sogar) irren, ist normal – dies ist das Prinzip der Evolution: Selektin nach Mutation. Wenn alle Mutanten aus dem Prozess entfernt werden, würde evolutionärer Stillstand eintreten.
Wenn alle kritischen Konsumenten als psychisch krank stigmatisiert werden, könnte die Industrie praktischerweise jegliches junk-food ohne diese lästige das-ist-doch-ungesund-Hürde verkaufen.

wanderlust

Laut einem Sprichtwort gibt es nichts älteres als gestrige Nachrichten. Wie zeitlos müssen wohl Nachrichten sein, die es über sechs Jahre nach ihrer Erstpublikation noch einmal in die Zeitung schaffen?
Ein am 16. Aug. 2009 im britischen Guardian publizierter Artikel schaffte es am 26. Sept. 2015 unter dem Titel Orthorexia: when healthy eating turns against you nochmals in den Guardian.
Worum geht es also?

2009 betitelt Amelia Hill ihren Artikel in der Rubrik ‚mental health‘ des Guardian: „Healthy food obsession sparks rise in new eating disorder“ Die Fixierung auf gesundes Essen könne Zeichen einer ernsthaften psychologischen Störung sein. Immer mehr Menschen würden an Orthorexia Nervosa, einer ernsthaften psychologischen Störung, leiden. Symptomatik: die Patienten wollen gesund essen!

Die wird den kritischen Leser nicht überraschen; denn je mehr anerkannte psych. Diagnosen es gibt, desto mehr Arbeit haben Psychologen und Psychotherapeuten.

Hill schreibt, die Ablehnung von Zucker, Salz, Koffein, Alkohol, Weizen, Gluten, Germ…

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Die Bedeutung des Geistes

Die eigene Geisteshaltung bestimmt das ganze Leben, wahrscheinlich auch den Tod bzw. die Wiedergeburt. Dazu zählt auf einer Seite die persönliche Einstellung zu bestimmten Dingen (z.B.: wie stehe ich stressigen oder negativen Situationen gegenüber und wie gehe ich damit um, wie geht es mir wenn ich etwas Wünschenswertes nicht bekomme, …), als auch das Zur-Ruhe-Kommen des Geistes durch Meditation und Innenschau.

Gedanken sind Dinge, die tatsächlich existieren, sich aber noch nicht in der physischen Welt manifestiert haben. Jeder Gedanke hat eine gewisse Energie und diese manifestiert sich in unserem Leben, je mehr Raum wir ihr geben. Gedanken existieren ununterbrochen, kaum ein Gedanke ist vom nächsten getrennt. Außerdem pflanzen sich Gedanken fort, sobald sie einmal „gedacht“ wurden. Sie haben sowohl eine Wirkung auf uns selbst, als auch auf unsere Mitmenschen, teilweise in der Gegenwart, teilweise erst in der Zukunft. Das Zusammenspiel ist sehr komplex und mit derzeitigem Bewusstsein noch nicht nachvollziehbar. Tatsache aber ist, dass Gedanken vom Geist bestimmt, gelenkt und geformt werden und das wiederum formt das gesamte Leben.

Der Alltag vieler Menschen ist oft stressig, unbewusst und unachtsam. Menschen stehen auf, fahren in die Arbeit, essen und schlafen. Bei vielen passiert dieser Tagesablauf quasi schon ganz von alleine. Viele empfinden dabei Stress oder sogar eine Leere und denken dabei pessimistisch, beispielsweise dass ihnen die Arbeit gar keine Freude macht, die Kinder nur anstrengend sind, das Kochen mühsam ist usw. Wenn man jeden Tag jedoch nur ein bisschen an seiner Geisteshaltung arbeitet, den Dingen im Leben etwas positiver gegenüber steht, so kann man das gesamte Leben verändern!

Wenn man mit sich selbst zufrieden ist, ist der Umgang mit den Mitmenschen auch ein besserer, man empfindet Sinnhaftigkeit in seinem Tun (dem Beruf, der Erziehung der Kinder, dem Leben und dem Sinn dahinter…). Man empfindet Freude und Dankbarkeit bei dem, was man macht. Hierbei spielt auch die Achtsamkeit eine bedeutsame Rolle. Denn nur durch achtsames Handeln kann man den wahren Wert jeder Handlung erkennen! Achtsamkeit bedeutet die Kontrolle des Geistes. Sie führt uns in die Gegenwart zurück und lässt unsere Gedanken nicht dauernd zwischen vergangenen und zukünftigen Ereignissen schwanken. Das Hier und Jetzt ist die einzige Zeit, in der wir leben. Vergangenheit und Zukunft existieren nur in unseren Gedanken.
Es liegt an uns selbst, ob wir Situationen, in denen wir uns gerade befinden, nutzen oder ob wir lieber in der Zukunft schwelgen, welche vielleicht gar nicht (zumindest nicht in der Form, in der wir sie uns erträumen) eintreten wird.
Der Geist ist es auch, der uns an vielen Dingen anhaften lässt. Daher sollte man Loslassen von Anhaftungen, Gier, Abneigungen, Wünschen, … Loslassen ermöglicht nicht nur ein äußeres Freiwerden (etwa durch das Loswerden von Gegenständen, die schon lange Zeit unbenutzt in der Wohnung stehen), sondern auch ein inneres Freiwerden durch das Loslassen wiederkehrender Gedanken, Anhaftungen und Einstellungen, die hauptsächlich das Ego befriedigen. Das Anhaften engt den Geist ein, durch das Loslassen werden wir frei.