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Was mir an der buddh. Bewegung Triratna so gefällt

Grundsätzlich kann man ja behaupten, der Buddhadharma sei farblos, also im Sinne von universell gültig, für jeden anwendbar. Allerdings kann der Dharma nicht ohne kulturellen Kontext transportiert werden. Ich meine, sowohl ganz allgemein gesprochen, dass man allein schon durch die Sprache in der man vom Dharma erfährt und in der man dessen Einsicht verarbeitet, eine nicht unwesentliche Färbung erhält, als auch durch welche Schule des Buddhismus der Dharma präsentiert wird. Im letzteren werden die Teilbereiche – sagen wir mal – mit einem bestimmten Spin versehen, was die charakteristischen Unterschiede sind, anhand derer man die buddh. Strömungen unterscheiden kann. Die tauchen den Dharm quasi Hals über Kopf in den Farbtopf. Dessen sollte man sich bewusst sein und das macht diese Religion oder Philosophie – je nach Perspektive – ja letztendlich auch spannend zu entdecken. 

Der stark überwiegende Teil der Buddhisten, die ich kennenlernen durfte sind zum Buddhismus konvertiert. Das ist leicht zu erklären, da – soweit ich weiß – es eigentlich überall so ist, dass Babies oder Kinder in eine Religion zwangsbeglückt werden. Individuell gesehen muss das nicht so sein, aber im allgemeinen ist das so, auch in buddh. Ländern. 

Zurückkommend auf meinen ursprünglichen Gedanken, möchte ich bewusst machen, dass wir europäischen konvertierten Buddhisten meist einen christlichen Hintergrund haben. Manche – wie auch ich – können erst durch den Dharma wirklich mit dem Christentum abschließen. Wobei es ja nicht die Lehren von Jesus Christus selbst sind, die innere Konflikte bei uns auslösen, sondern eher das Drumherum. Und das Drumherum kann einfach daran liegen, dass versucht wird eine Religion allen aufzuzwingen und als einzigen gesellschaftlichen Rahmen für das öffentliche Leben zu verwenden. Also wer sich zB Sonntags nicht beim ‚Gottesdienst‘ sehen lässt, über den kann man herziehen.

Und das kommt leider vermutlich auch mit allen Religionen vor, auch in den buddh. Ländern. 

Sangharakshita bezeichnet so etwas als ethnische Religion, die von sich aus noch keinen Raum für spirituelle Entwicklung liefert, sondern eher nur mal ein gemeinsames Weltbild erhaltet. Also quasi auch fast schon ein Todesurteil für die Lehre dieser jeweiligen Religion darstellt.  

Vor diesem Hintergrund gefällt mir an der buddh. Bewegung Triratna, dass die verschiedenen buddh. Schulen, welche alle ihren gefärbten Dharma transportieren, in deren Kontext betrachtet werden. Was für konvertierte Buddhisten selbstverständlich ist, da fast keiner von uns in der Kultur aufgewachsen ist, dessen Schule man sich vielleicht zugehörig fühlt. Wir können einen Blick von draußen auf die Lehre werfen und die Gemeinsamkeit entdecken aber auch die Vorteile der Unterschiede. 

Der Dharma ist universell, egal ob Nibana, Zen, Samadhi oder wie auch immer es bezeichnet wird oder welches Konzept es erklären soll. Die Idee, die Erkenntnis, welche wir erfahren, ist das einzige was zählt. Und für mich ist dieser – vielleicht etwas wissenschaftlich wirkender – Zugang, der passende. Ich folge dem Weg mit Karten, Wegweisern vorort, Reiseführern aus unterschiedlich Zeiten, Reiseberichten verschiedendster Autoren und meinen offenen Augen. Was mir hilft, das lehne ich nicht voreilig ab, nur weil mir die Farbskala vielleicht nicht passt. 

Für meine Praxis färbe ich mir den Dharma aber auch gerne und bewusst in meinen Farben ein, nicht aus Bequemlichkeit, sondern als Hilfsmittel. Buddhismus ist dein Werkzeug, nutze ihn, wie du ihn brauchen kannst, aber niemals halbherzig.

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Meditate with your children

Upayavira von buddh. Orden Triratna gibt in diesem kurzen aber englischen Vortrag ein Idee weiter, wie man mit seinen Kindern meditieren könnte.

Im Wesentlichen geht es darum für eine meditative aber sichere Umgebung zu sorgen, das Kind spielen zu lassen und Achtsamkeitsmeditation durchzuführen. Dabei mit offenen Augen das Kind beobachten, aber grundsätzlich unbeteiligt bleiben, außer natürlich wenn physische oder psychische Gefahr in Verzug ist.

Mit der Zeit kann es sein, dass das Kind die entspannte Atmosphäre aufschnappt oder wenigsten den – in dieser Situation – wenig reagierenden Elternteil in Ruhe lässt. Wobei es eben eine eigene Situation sein soll und nicht zu einer ständigen Unbeteiligung führen soll.

... gähn ...
… gähn …

Könnte man ja mal eine Zeit lang testen.

Triratna eine Sekte?

Weil immer wieder Suchmaschinenanfragen zu den Schlagwörtern ‚Triratna Sekte‘ auf unserer Seite landen, sehe ich Bedarf diese Thematik konkret zu behandeln.

Gleich vorweg, ich behaupte die buddhistische Gemeinschaft Triratna ist keine Sekte. Weder wenn man den Begriff ‚Sekte‘ mit Organisationen – wie es beispielsweise Scientology ist – gleichsetzt, noch wenn man es als isolierten Teil der buddh. Praktizierenden betrachten würde, beides trifft nicht zu.

Retreat für/von Frauen in Mexiko

Triratna ist zum Beispiel in der EBU vertreten, aber trotzdem ist diese buddh. Schule in Europa sogar unter Buddhisten nicht allgemein bekannt, leider. Ich vermute, weil die historischen Traditionen, welche nicht direkt von Triratnaspenden profitieren, diese neuere Richtung auch nicht kennen, nicht ernst nehmen oder lieber gleich ignorieren. Aber schauen wir uns die Details an.

Was ist eine Sekte, was versteht man unter Sekte?

Die Begriffsgeschichte kann man auf Wikipedia nachlesen, das ist echt zu langatmig. Man meinte aber immer schon Spaltung einer religiösen oder philosophischen Gruppe, oft auch in Verwendung als Synonym für Schisma.

Im deutschen Sprachraum ist der Begriff ‚Sekte‘ sehr negativ besetzt, im englischen angeblich nicht. Ich denke, umgangssprachlich meint man mit ‚Sekte‘, eine pseudo-religiöse Organisation, wo Menschen manipuliert werden um den Anführern der Organisation bedingungslos zu folgen, also finanziell, politisch und womöglich auch sexuell.

In Österreich befasst sich die Webseite www.sekten.at mit der rechtlichen Situation über die Anerkennung von Sekten. Die Regierungen hatten offensichtlich ein sehr negatives Bild von Sekten und brachten besonders vorverurteilende Broschüren heraus. Alles was also nicht als staatlich anerkannte Religion galt, war grundsätzlich böse und wurde als Sekte bezeichnet. Und es gibt auch heute noch keine sachlichen Kriterien nach denen Religionen anerkannt werden. In Deutschland befasst sich die Webseite www.sekteninformation.de mit diesem Thema.

Es stimmen beide Webseiten überein, dass das implizite Vorurteil – eine Sekte, weil (noch) nicht anerkannt, sei böse – sich im allgemeinen nicht bestätigt. Naja, Scientology mag ich trotzdem nicht.

Wie ist das im Buddhismus?

Aus traditioneller Sicht kann man behaupten, dass der Buddhismus sehr sektiererisch ist, da es viele Splittergruppen gibt, die sich lange Zeit nicht gegenseitig akzeptiert haben. Man muss aber auch sagen, dass es den Buddhismus – als einheitliche Organisation, genauso wie das Christentum und vermutlich alle anderen Religionen – nicht gibt! Alle buddh. Ausprägungen berufen sich auf den historische Buddha Sakyamuni bzw. Siddharta Gautama, sind aber mehr oder weniger eigenständig. Aufgrund ihrer Schwerpunkte in der Lehre oder des verwendeten Textkanons werden Gruppen in die bekannten Strömungen eingeteilt.

Mahasukha beim Soulful Singing am Buddhafiel Festval

Ich meine, die Lehren wurden jeweils an die lokale Kultur angepasst oder vermischt und im historischen Kontext immer wieder neu strukturiert und erweitert. Man kann das gut mit unseren Literaturepochen vergleichen – jede neue Epoche war eine Gegenbewegung zur vorigen, da irgendetwas zu lange, zu streng genommen wurde – allerdings fanden die buddh. Entwicklungen zu Zeiten statt, wo der internationale philosophische Austausch nicht so gegeben war wie es heute oder damals zu Zeiten von Goethe & Co war.

Verärgerter Theravada Mönch

Weitere Infos im Beitrag Politik der buddh. Schulen, aus dem hervorgehen sollte, dass sich Triratna nicht in eine einzige der historischen Traditionen einordnen lässt, sondern aus der gesamten buddh. Überlieferung das schöpft was heilsam ist und sich in Einklang bringen lässt. Vielfalt und unterschiedliche Perspektiven werden als Stärken für die vielfältigen Temperamente der Praktizierenden genutzt. Und da Triratna ‚Sangha‘ als alle Buddhistien – also jeder der die Zuflucht zu den Drei Juwelen genommen hat – definiert, bin ich der Meinung, dass man in diesem Sinne nicht von Sekte sprechen kann.

Jedenfalls, ist es grundsätzlich nicht einheitlich geregelt, dass jede buddhistische Gruppe oder jedes Zentrum einer traditionellen Linie angehören muss.

Wie ist das in Österreich?

Von der ÖBR habe ich erfahren, dass es einen Sangharat gibt. Offizielle buddh. Gruppen, meist an ein Zentrum gebunden, müssen mind. 10 ÖBR-Mitglieder haben, dann kann ein Antrag auf Aufnahme in den Rat gestellt werden. Dieser muss einstimmig angenommen werden, also muss man schon mal ein relativ gutes Image haben. Eine buddh. getarnte Organisation mit zweifelhaften Absichten, würde hier wahrscheinlich enttarnt.

Als Mitglied des Sangharates leistet man je nach Größe eine monatliche Gebühr für die Erhaltung des ÖBR. (Als Buddhist muss man übrigens keinen regelmäßigen Beitrag an den ÖBR zahlen, nur beim Betritt, die offizielle Zufluchtnahme, wird um eine einmalige Spende in der Höhe von mind. € 30,- gebeten … als Umkostenbeitrag.) Und ich denke, dass es dann eine Mitwirkungspflicht bei den regelmäßigen Sangharatstreffen gibt, aber keine vorgeschriebenen Kontrollen der Zentren selbst.

Würde etwas in einem Zentrum schief laufen, kann man die Ombudsleute der ÖBR kontaktieren. Also es gibt keine strikten Kontrollen um Sekten, die sich als buddh. Gruppen ausgeben, auszuforschen, aber es gibt doch ein gewisses Maß an Einblick, sodass Bösewichte ein doppeltes Spiel auf hohem Niveau spielen müssten um nicht aufzufallen.

Wie ist das jetzt mit Triratna?

Nun, in Österreich gibt es noch gar keine Triratna Gruppe. Cao und ich, wir sind übers Internet mit ein paar Leuten von DE und UK in Kontakt, vielleicht auch bald mit HU, aber zu zweit als Jungfamilie brauchen wir kein Zentrum eröffnen, und auch keine eigene Onlinepräsenz schaffen. Bei der ÖBR würde man sich über eine Triratna-Gruppe freuen, aber mit nur zwei Praktizierenden … .

Die Winklbauern am Weg zur Trauung

Nur Geduld kleines Ego, irgendwann wird es sich schon herumgesprochen haben und dann werden die Leute, die mit den historischen Traditionen auch nicht viel anfangen können oder wollen, eine  weitere buddh. Ausprägung finden um sich zeitgemäß und flexibel mit den lange bekannten Weisheiten zu beschäftigen.

Die Gelegenheit den Triratna Way of Dharma kennen zu lernen: Buddhafield Festival

Wenn jemand einen Einblick in die Darstellung des Dharmas von Triratna erlangen möchte, kann ich die Unterlagen zum Mitra-Kurs wärmstens empfehlen. Eine wirklich tolle Einführung, die mir eine ungefähr ein Jahr dauernde Lektüre eines anderen (anstrengenden) buddh. Werkes erspart hätte.

Und wer das ansprechend findet, dem empfehle ich Subuthis Buch „Neue Stimme einer alten Tradition, Sangharakshitas Darlegung des buddhistischen Weges“ worin auch beschrieben wird, warum Sangharakshita die Notwendigkeit sah, eine westliche buddh. Gemeinschaft und dann auch den Orden zu gründen und wie ihm seine Lehrer aus den verschiedenen traditionellen Schulen dazu anspornten.

Triratna come together

Bei uns hat sich in den letzten Tagen – wie auf Knopfdruck – einiges in Richtung Triratna getan. In Österreich ist der moderne Orden für Buddhisten westlicher Kultur ja noch immer gänzlich unbekannt. Das merke ich vorallem, wenn in den Aussendungen des ÖBR oder dem Zen-lastigen Magazin Ursache/Wirkung der Buddhismus traditionell in 3 Kategorien eingeteilt wird: Theravada, Mahayana und Vajrayana.

Tja, da fehlt nun mal etwas, denn der buddh. Orden Triratna beschränkt sich nicht auf eine dieser Kategorien, sondern schöpft aus dem gesamten buddh. Kanon. So wie es – meiner Erfahrung nach – eh die meisten Praktizierenden im Westen tun. Sogar unser sehr geschätzter Novizenmönch Sungrab, der einer der tibetischen Orden angehört, hat mit uns das Herzsutra nach Art des Zen rezitiert.

Finde ich ja eh super! Vielfalt ist ja sowieso besser als Spezialisierung, zumindest für viele Menschen. Ich denke, man sollte zunächst die Vielfalt des Buddhismus kennenlernen, bevor man seine Praxis in eine konkrete Richtung ausrichtet. Und in diesem Sinne macht es mir Freude mich für die Etablierung des Triratna Ordens in Österreich zu bemühen.

Also, was hat sich denn so spannendes getan?

Die ÖBR hat uns informiert, dass heuer im Herbst ein EBU Treffen in Wien stattfindet. Als buddh. Orden ist da Triratna auch vertreten, also witterte ich die Chance, dass Ordensmitglieder im September nach Österreich kommen. Ich habe gleich mal ein Mail an das ÖBR-Sekretariat geschrieben, mit der Bitte der Teilnahme als Zuseher. Das geht so nicht, da das eher Arbeitstreffen sind, aber ich bekamm die Mailadresse der Triratna Teilnehmerin und wir haben uns schon einen Termin zum Kennenlernen vereinbart.

Ziemlich gleichzeitig haben wir die Information von einem Ordensmitglied in Deutschland erhalten, dass er einen Kontakt für eine Out-of-Reach-Skype-Studiengruppe hat, also als Leiter. Genaueres wissen wir noch nicht, aber schön, dass sich auch in diese Richtung etwas tut. Mit unserem Hörnchen könnten wir eigentlich nur zu Festen oder zur Familienretreats fahren. Die sind aber heuer schon ausgebucht. Getrennt an Retreats teilzunehmen, möchten wir anfangs noch nicht. Aus Umweltschutzgründen fliegen wir nicht einfach so.

Und dann wurden wir noch mit einer Familie aus Düsseldorf zusammengeführt, die ebenfalls ein Baby haben, Mitras bei Triratna sind und auch auf das Buddhafield-Festival fahren wollen.

Ordinierte Mitglieder bei Triratna tragen bei spirituellen Anlässen eine Kesa.

Wer also glaubt, Kontakte können heute online nur mehr über Facebook geknüpft werden, der irrt. Aber es dauert doch etwas länger.

Wer findet die Sangha?

Ich kenne nicht viele buddh. Zentren, aber die – die ich kennengelernt habe – sehen oft schön aus, haben viel buddh. Krimskrams herumstehen und gute Programme. Aber eine Sangha haben sie keine.

Es mag wohl sein, dass die Organisatoren sehr wohl eine spirituelle Gemeinschaft bilden, aber dann hüten sie sich scheinbar vor Neuzugängen. Mir kommt es vor, dass in den Städten (Wien und Graz) die Zentren zu Vortrags- und Meditationsräumen verkommen sind und auf dem Land der Schreinraum schnell wieder versperrt werden muss.

Offensichtlich wollen die Besucher auch nur diese begrenzten gemeinsamen Zeitabschnitte, weil nach einer gemeinschaftlichen Vipassana Meditation am dienstfreundlichen Abend, der Raum innerhalb von Sekunden geleert ist.

Die Sangha hat in der persönlichen spirituellen Entwicklung eine besondere Bedeutung. Sie ermöglicht spirituelle Freundschaften. Und zwar nicht nur vertikale (Schüler – Lehrer/Vorbild) sondern auch horizontale Freundschaften (Schüler – Schüler oder Lehrer – Lehrer, also zwischen sich entwickelnden Individuen). Um gemeinsam zu Reflektieren, neue Aspekte auf zu decken aber sich auch heraus zu fordern, Salz in Wunden zu streuen, Trost zu spenden, usw. Jedenfalls nicht bloß Konsument im selben Seminarraum zu sein.

Die Grundregel einer Sangha ist es rein aus den 4 Unermesslichen zu handeln: liebevolle Freundlichkeit/Liebe (Metta), Mitgefühl (Karuna), Mitfreude (Mudita) und Gleichmut/Gelassenheit (Upeka). Ein Handeln im Machtmodus schließt einen selbst aus der spirituellen Gemeinschaft aus.

Buddha Shakyamuni sagte, spirituelle Freundschaft ist nicht der halbe Weg, sondern der ganze. Dass im traditionellem Buddhismus, wo das Mönchstum um die Gunst der Laien fürchten muss, die horizontale spirituelle Freundschaft unter Laien eigentlich nicht existent ist, ist verständlich. Es ist ja seit jeher leicht eine Kirche zu finanzieren, wenn nur die spirituelle Elite entscheiden darf, was Verdienste bringt.

So ist es von einem Weisen aber sicher nicht erdacht worden. Nach Buddhas Zeit gab es vier gleichberechtigte Arten den aufgezeigten Weg zu folgen: Wandernonne, weibliche Laie, Wandermönch, männlicher Laie. Und alle hatten sie denselben Dharma, der einem das Ziel noch in diesem Leben erreichen lassen kann.

Über die Jahrtausende haben sich leider nicht alle revolutionären Änderungen von Shakyamuni gehalten und die lokale Kultur hat ihre Spuren hinterlassen: Laien wurden degradiert zu Systemerhalter des Mönchswesen, Frauen wurden diskriminiert so stark es ging, in weiten Bereichen wird ihnen sogar die Möglichkeit der Erleuchtung in weiblicher Gestalt abgesprochen.

Sorry, aber das ist das dümmste, was ich je gehört/gelesen habe. Wir sind alle spirituelle Lebewesen, die – in unserem Fall – als Menschen in der Welt erscheinen. Als Teil der Tierwelt haben wir evolutionäre Instinkte und Triebe. Wie auch immer diese aussehen, sie zu unterdrücken ist langfristig genauso leidvoll, wie sie unreflektiert auszuleben. Stichwort: mittlerer Weg.

Meiner Einschätzung nach haben alle spirituellen Lebewesen das Potential zu erwachen, komplett unabhängig von Geschlecht, Alter, sexueller Orientierung oder Kultur. Nicht einmal die Kenntnis des Dharma ist, meiner Meinung nach, ein verpflichtendes – oder seine Abwesenheit ein ausschließendes – Kriterium. Das einzig Wesentliche ist die persönliche Erfahrung. Und genau da kann der Dharma hilfreich zur Seite stehen, muss aber nicht.

Es gibt seit wenigen Jahren, sogar im traditionellen Buddhismus, eine Bewegung, Frauen wieder gleich zu berechtigen. Wer davon noch nichts gehört hat, dem lege ich folgende Webseite ans Herz: www.buddhistwomen.eu von der Sakyadhita-Bewegung. Es gibt auch im Deutschland und Österreich Bestrebungen lokale Instanzen zu gründen, von der Schweiz weiß ich leider nichts.

Bei Triratna ist das Thema übrigens schon kurz nach der Entstehung verarbeitet worden. Nicht nur, weil die überhaupt so super sind, sondern weil sie es als selbstverständlich erachten mit der eigenen Kultur und der buddh. Weisheit zu interagieren. Es gibt getrennte Institutionen für Frauen und Männer, die – soweit ich weiß – im engen Kontakt sind, aber autonom für sich selbst Entscheidungen treffen. So hat es sich als sinnvoll und beständig ergeben.

Findest du das in deinem buddh. Zentrum?

Politik der buddh. Schulen

Unter den im-Dharma-Interessierten, sind meiner Erfahrung nach die folgenden alten buddh. Schulen bekannt: Theravada, Zen/Chan, die 4 tibetisch buddh. Schulen und Tantra. Daneben gibt es noch eine Vielzahl kleinerer Sekten (nicht negativ gemeint sondern im Sinne des Schisma).

Angeblich – immerhin lese ich das immer wieder – gibt es zwischen den Angehörigen dieser Schulen oft Schwierigkeiten, wenn es um die gegenseitige Anerkennung geht. Dafür gibt es leider mehrere Ursachen. Eine der wichtigeren ist, dass jede Schule ihr eigenes Set an Vorsätze hat zu denen man sich verpflichtet. Das betrifft in diesen Schulen eigentlich nur mehr Nonnen und Mönche bzw. die Vorstufen dazu.

  • Theravada: 227 für Mönche/311 für Nonnen
  • Zen/Chan: 250 für Mönche/348 für Nonnen
  • tibetische Schulen: 253 für Mönche/364 für Nonnen

Inhaltlich unterscheiden sich diese vermutlich nicht wesentlich. Aber scheinbar genug um darüber streiten zu können. Anhand dieser Zahlen kann man vermutlich von einer größeren Bürde für Frauen ausgehen, aber da ich diese Regeln selbst nicht geprüft habe, überlasse ich das eurer Interpretation ob das diskriminierend ist oder nicht.

Ein anderer Aspekt sind Feinheiten in der Darstellung des Dharmas. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass der Buddha Dharma universell ist und von verschiedenen Kulturen einfach dementsprechend transportiert und entwickelt wurde, oder besser gesagt daran herum entwickelt wurde.

Ich stelle mir das so vor: immer wenn ein Buddhist – keine Einschränkung auf das Mönchstum oder Geschlecht – tiefe Erkenntnisse oder gar das Ende des Weges erlangt hat, wurde der Dharma um dessen eigene Erfahrung und Auslegung erweitert/angepasst/ergänzt. Je nach Kultur wurde das dann dem historischen Buddha oder einer bestimmten Manifestation eines Aspekts der Buddhaschaft zugeschrieben, damit folgende Generationen das nicht mehr in Frage zu stellen brauchen, oder weil sich der Autor nicht mit dem Ruhm belasten wollte. Jedenfalls ist durch die räumliche Distanz damals relativ wenig zwischen den Traditionen verglichen worden und so ging jede Schule im historischen Kontext von den Lehren aus, die bis dahin zur Verfügung standen.

Das führte auch letztendlich dazu, dass heutige Buddhisten zum Teil widersprüchliche Schriften und vielfältige Ausprägungen der Praxis zur Auswahl haben.

Früher, als ich diese Webseite ins Leben rief, dachte ich, dass ich mir nur sicher sein konnte, dass der historische Buddha Shakyamuni (vormals Siddharta Gautama) mit Sicherheit erwacht war und alle danach vielleicht auch, aber vielleicht auch nicht. Deshalb zählte ich mich ‚politisch‘ gesehen zum Theravada, weil man annimmt, dass der Palikanon hauptsächlich Lehrreden beinhaltet, die tatsächlich auf diesen Buddha zurückgehen. Und da ich mich nicht als reiner Mönchserhalter sehe – zudem die Laienbuddhisten in den Theravada-Ländern mehr oder weniger geworden sind – hatte ich mich für den Modernen Theravada entschieden.

Heute sehe ich das zum Glück anders. Nach Sangharakshitas Darlegungen bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass alle ernsthaften buddh. Schulen mit all ihren überlieferten Lehren jeweils valide Wege zum selben Ziel anbieten. Je nach Mentalität und Temperament kann man heutzutage eine passende Schule für sich auswählen … hier im Westen.

Also wie das in den Ursprungsländern ist, weiß ich nicht, aber soviel ich weiß, akzeptieren sich noch immer nicht alle Schulen gegenseitig. Ist ja auch verständlich, wenn man bedenkt, dass Buddhisten per Definition noch nicht erwacht sind und alle Schulen aus lauter Buddhisten bestehen.

In der buddh. Gemeinschaft Triratna besinnt man sich zurück auf den kleinsten gemeinsamen Nenner aller Buddhisten: die Zuflucht zu den drei Juwelen, Buddha, Dharma und Sangha. Alle Buddhisten nehmen dazu Zuflucht und das macht im Grunde einen echten Buddhisten aus. Vorausgesetzt man rezitiert die Zuflucht nicht nur aus Gruppenzwang, was in den „buddh. Ländern“ leider Alltag geworden ist. Bei Triratna sind alle Buddhisten Teil der Sangha. Das umfasst also auch alle Praktizierenden anderer Traditionen.

Möchte man die eigene spirituelle Entwicklung im Rahmen der Triratna Gemeinschaft intensivieren, kann man sich zuerst zum Mitra (Freund) verpflichten, wobei man die fünf Silas auf sich nimmt. Es folgen Jahre des Studiums und der Praxis. Beim Studium konzentriert man sich zunächst auf die Kernlehren. Soweit ich weiß und das ist nicht besonders handfest, gibt es keine Einschränkung auf einen bestimmten Kanon. Man soll zwar durchaus bestimmte Lehren kennenlernen, aber man ist auch aufgerufen weitere Lehren und Kommentare zu lesen und zu reflektieren.

Wie ich das verstanden habe, geht es darum hinter den Wortlaut der Lehren zu blicken, die Essenz heraus zu filtern und diese auf das eigene Leben anzuwenden. Ganz egal ob man an einem Tag eine Lehre aus dem Palikanon und am nächsten Tag das Herzsutra analysiert. Mehr oder weniger ergibt sich so ein individueller Weg zu Weisheit und Mitgefühl.

Danach kann man um Aufnahme in den Orden ansuchen (wird zum Dharmachara) und nimmt dabei die zehn ethischen Prinzipien auf sich. Mit diesem Schritt setzt man seinem spirituellen Weg die höchste Priorität im Leben. Da sollte man sich also sicher sein, dass man das wirklich will und kann. Also, dass man aus sich heraus eine Notwendigkeit dazu verspürt und einen Lebensstil pflegt, der einem das auch ermöglicht. Wobei kein striktes monastisches Leben vorausgesetzt wird. Wenn man will, kann man ein Keuschheitsgelübde ablegen, aber auch das ist keine Regel, die von außen herangetragen wird, sondern aus der inneren Entwicklung passieren kann.

  • Triratna: 10 Prinzipien für Frauen und Männer

Als angehender Vater finde ich es für mich noch nicht sinnvoll in den Orden einzutreten, da ich mich jetzt mal auf die Begleitung meines Kindes konzentrieren möchte. Aber früher oder später wird es dann wahrscheinlich darauf hinaus laufen.

Fühlst du dich einer buddhistischen Schule zugehörig? Welche ist es und wusstest du von der modernen buddhistischen Bewegung Triratna? Was hälst du von den Zwistigkeiten zwischen den verschiedenen Schulen?

Buddhismus im Alltag

Nachdem die letzten Monate das Lesen von Hebammenbücher mir das Thema Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett näher gebracht haben, habe ich mich in letzterer Zeit um buddhistische Texte im Zusammenhang zu Kinderbegleitung und Elternschaft bemüht.

Das Buch „Der buddhistische Erziehungsratgeber“ ist zwar gut zu lesen, aber der Titel ist einfach falsch übersetzt. Der Originaltitel „Buddhism for Mothers“ trifft eigentlich den Inhalt des Buches ganz gut. Also es geht darum, welche Erkenntnisse die Autorin aus der ‚Guten Lehre‘ für Mütter weiter zu geben hat. Das können Mütter und Väter für den Umgang mit den Kindern nutzen. Aber um Erziehung geht es nicht.

Auf freebuddhistaudio.com haben wir uns einen Vortrag von Jnanacandra angehört, der das selbe Thema behandelt. Allerdings finde ich ihre Ausführung als tolle Beschreibung für die Anwendung der buddhistischen Lehre im gesamten Alltag, konkret anhand des Beispiels Elternschaft.

Ich empfinde es genau so, wie sie es schildert, dass die buddh. Praxis nicht ausschließlich auf dem Sitzkissen stattfindet. Zeitmäßig ist das sogar nur der kleinste Teil, aber doch eine wichtige Basis.

Abschließend hat sie fünf konkrete Ratschläge formuliert, die ich – auch für jeden in unserer modernen Welt – für anwendbar halte. Egal ob man viel arbeitet, sich um jemanden zu kümmern hat, oder mit jemanden zusammen lebt, der einen nicht mehr versteht, … Jede und jeder kann diese Ratschläge in irgendeiner Form im täglichen Alltag beherzigen und daraus einen Nutzen ziehen.

  1. Mach dir klar, dass jede Situation das Potential hat, dich zum Erwachen zu führen, also zum Praktizieren.
  2. Schaff dir Freiräume.
  3. Erhalte ein realistisches Maß an formaler Praxis.
  4. Suche dir konkrete Übungsfelder im Alltag.
  5. Entwickle und pflege spirituelle Freundschaften.

Wenn dich mehr dazu interessiert, dann nimm dir einmal eine gute Stunde Zeit und höre dir ihren Vortrag an: Jonglieren Für Fortgeschrittene – Buddhistische Praxis im Familienleben

Wie siehst du das? Kann man den Weg nur zu Ende gehen, wenn man wie der historische Buddha sich von allem abwendet und sich letztendlich unter einem Baum niederlässt?

Eine Annäherung an Rituale?

Nachdem ich nun einige Jahre buddh. Texte lese und seit knapp eineinhalb Jahre mich mit regelmäßiger Meditation beschäftige, spüre ich langsam, wie sich in mir ein erweitertes Bedürfnis nach Ritualen bildet. Sicher spielt die Situation, dass ich in den letzten Monaten weniger Zeit für das Lesen von buddh. Texten verwendet habe, mit.

Ein relativ festes Ritual habe ich bereits in dem Beitrag Morgenpraxis beschrieben. Aber wie das so ist mit Ritualen, gibt es für mich nur wenige wichtige Begründungen, warum ich ein Ritual überhaupt ausführen sollte. Die Gründe sind geprägt von einem inneren Wandel:

  • Rituale, die man alleine durchführt, sollten einem in irgendeiner Form weiterhelfen. Zum Beispiel um ungewollte Gewohnheiten abzulegen oder sich gewollte Verhaltensweisen anzutrainieren.
  • Rituale, die mit anderen Menschen praktiziert werden, sollten den ersten Aspekt um ein Gemeinschaftsgefühl erweitern. Zum Beispiel empfinde ich das gemeinsame Rezitieren von Mantren viel bereichender, als es alleine für mich zu tun.

Ich möchte jetzt nicht über katholische Kirche aushauen, aber als ich früher an der „Heiligen Messe“ teilnahm, konnte ich offensichtlich keinen der beiden Aspekte wahrnehmen. Obwohl ich getauft und gefirmt wurde, hatte ich keine Ahnung wie die Struktur der Messe war und welche Bedeutung darin steckte. Ich saß da oder stand auf, wenn alle anderen aufstanden, tat so als würde ich mitsingen und sprach die Gebete, die man als Katholik auswendig können muss.

Als Jugendlicher konnte ich nachts oft stundenlang nicht einschlafen. Meine Gedanken kreisten um „Gott und die Welt“ und irgendwann war klar, dass mir die Ausübung dieser Rituale nichts gebracht hat. Da ich das relative Glück hatte, in einer Region und einer Zeit aufgewachsen zu sein, wo es Trend war nicht religiös zu sein, gab es mit meinem weiteren nicht-kirchlichen Verhalten keinerlei Probleme.

Aktuell spüre ich, wie mir die wöchentliche gemeinsame Meditation und die Treffen der Dharme Gruppe sehr gut tun und dass ich neben der stillen Meditation auch andere Rituale ergänzen möchte. Es gibt dabei leider ein kleines Hinderniss.

Der Buddhismus in Europa hat den Vor- und Nachteil, dass er hier sehr vielfältig ist. In der Region wo ich jetzt lebe gibt es in näherer Umgebung keine Handvoll Buddhisten und in weiterer nur ein paar mehr. Und fast alle folgen einer anderen Ausprägung bzw. Tradition. Damit sind gemeinsame Rituale oft ein Kompromiss.

Aber wenn es um die persönliche religiöse Entwicklung geht, ist irgendwie wenig Spielraum für Kompromisse vorhanden als sonst. Sag einem „frommen Christen“ er oder sie solle in einer jüdischen Synagoge oder einer moslimischen Moschee mitbeten. Ich denke, das wird nur in äußerst seltenen Fällen funktionieren und würde auch Vorbereitungszeit brauchen. Oder es würde einfach nichts bringen, obwohl die Religionen miteinander verwand sind.

Wie ich schon oft erwähnt habe, kommt es für mich nicht in Frage Japanisch, Tibetisch oder Pali zu lernen um meine Religion auszuüben. Das macht für mich keinen Sinn. Für Mantra Rezitation kann ich aufgrund guter Argumente einen Kompromiss eingehen. Wobei ich die Bedeutung der Silben – vorzugsweise in Sanskrit (als kleinster gemeinsamer Nenner zum Yoga) – verstehen möchte, bevor ich mich vollständig darauf einlassen kann.

In der Triratna Gemeinschaft gibt es zwei Pujas und andere Texte, die in jede Landessprache übersetzt wurden:

Mein Plan ist jetzt erstmal die einfache Puja auswendig zu lernen und wenn möglich diese in meine 3 morgendlichen Sonnengrüße zu integrieren. Ich weiß noch nicht, welche Bewegungsabläufe bei Triratna dazu durchgeführt werden. Das werde ich vermutlich erst im Juni nächsten Jahres erfahren. Aber solange mag ich nicht mehr still halten.

Stupa in Vimaladhatu, DE

Wer sich knapp eine Stunde Zeit nehmen möchte, kann sich folgenden tollen Audiovortrag zum Thema Rituale anhören:

Wenn sich der Verstand gegen Rituale sträubt, dann ist der Weg des geringsten Widerstandes, das Ego von der Sinnhaftigkeit von Ritualen zu überzeugen. Offensichtlich hat sich mein Herz schon zur Aufnahme bereit erklärt.

Mantren für den lieben Ohrwurm

Cao schrieb schon vor Längerem über die positiven Eigenschaften, die der Rezitation von Mantren innewohnt. Für mich ist die Bedeutung der einzelnen Silben sehr wichtig, weil ich der Überzeugung bin, dass sich die Wirkung eines Mantras nur voll entfalten kann, wenn man – neben dem hingebungsvollen Gesang – auch in Gedanken vollständig in die Bedeutung eintauch muss.

Im Internet findet man viele schöne Mantren, aber mit den meisten kann ich nichts anfangen, da sie von Frauen in einer Tonart gesungen werden, die ich nicht mal vollständig höhren kann. Außerdem bin ich seit der Volksschule nicht mehr wirklich zum Singen gekommen, was mir meinen eigenen Gesang ohnehin sehr befremdlich vorkommen lässt.

Aber man entwickelt sich weiter, bearbeitet seine eigenen Blockaden und kann sich glücklich schätzen, wenn man einen Partner hat, der dies ebenso unterstützt. In der buddh. Gemeinschaft Triratna wird auch viel mit der Rezitation von Mantren gearbeitet und ich möchte meine aktuellen Favoriten hier vorstellen:

Das erste Video ist zum Zusehen sehr unaufregend, da man eigentlich nichts zu sehen bekommt. Aber das Mantra – gesungen im Kanon – ist sehr entspannend. Ich singe es gern beim Autofahren, wenn ich in die unzähligen Funklöcher in der Südsteiermark eintauche, allerdings muss ich es erstmal hören, damit ich die Melodie richtig ins Ohr bekomme. Es handelt sich um das Padmasambhava Mantra.

Beim zweiten Mantra verstehe ich vom Text her nichts, ich vermute fast, dass es nicht mal ein buddh. Mantra ist sondern eher etwas Indianisches. Dennoch versprüht es eine unglaublich positive Stimmung.

Zum Abschluss noch ein Gospel, auch hier bin ich mir nicht so ganz sicher, was der Text aussagt. Es hört sich Englisch an und ich denke es kommt: ‚… heart and your soul be free …‘ vor. Auch bei diesem Video spürt man sehr schnell eine belebende Wirkung einsetzen.

Wie man sieht ist für mich die Definition von Mantra nicht sehr üblich. Ich verstehe darunter eben einen kurzen Text, wiederholt zu singen, dass man damit bestimmte Gefühle zum Ausbruch bringen kann, zB. Entspanntheit, Lebenfsfreude, …

Wie seht ihr das?

Buddhafield Festival

Die buddhistische Bewegung eröffnet kreative Möglichkeiten um den Dharma zu verinnerlichen und zu feiern. Seit einigen Jahren wird in der Nähe von London das Buddhafield Festival veranstaltet.

Geschichte

Entstanden ist es weil eine Gruppe buddh. Praktizierender nach einem längerem Retreat ein Fest feiern wollten. Mittlerweile ist es ein mehrtägiges Festival mit vielen sinnvollen Workshops und belebender Musik.

Workshops

In der buddh. Gemeinschaft Triratna wird Kunst bzw. Kunsthandwerk als kreative Ausdrucksform verstanden und ist ein Fahrzeug für die spirituelle Entwicklung.

Europäer arbeiten heute oft annähernd bewegungslos, daher wird Bewegung durch Yoga, Tanz, … gefördert und angeboten.

Ethisches Verhalten, Meditation und die anderen großen Themenbereiche des Dharmas und deren Umsetzung in Alltag wird im Dharma Parlour im speziellen behandelt. Und es gibt noch eine Menge mehr zu entdecken, wie den Queer Space, Vegan Viahara Dome, Chai Chapel, … .

Außerdem ist das gesamte Festival alkohol- und drogenfrei und wird nur von Photovoltaikanlagen mit Strom versorgt. Also wenn der letzte Sonnenakku ausgeht, kann man noch ums Feuer tanzen oder schlafen gehen.

Lasst euch von den Fotos einen Eindruck vermitteln: Flickr Alben

Im nächsten Jahr wird das Buddhafield von 13. bis 17 Juli stattfinden und wir werden – falls uns nichts dazwischen kommt – dabei sein!