Verschenktes Potential am Schwarzlsee

Tief entspannt, nachdem ich eine Runde um den See gelaufenen und mit einem beherzten Köpfler in die spiegelglatte Oberfläche des überraschend angenehmen Sees gesprungen bin, lasse ich mich einfach treiben. Das Schwarzl Freizeitzentrum bietet eine ganze Menge, aber irgendwie schaffen sie es nicht das volle Potential zu nutzen.

Ich habe den Genuss einer kostenlosen Saisonkarte, da die Firma für die ich erwerbstätig arbeite zwei Büros in der Ortschaft gemietet hat und die Gemeinde freundlicherweise allen Arbeitnehmern in der Ortschaft so eine Saisonkarte spendiert. Nachdem ich diese letztes Jahr fast nie verwendet habe, nahm ich mir für heuer vor zumindest 1-2 Mal pro Woche laufen zu gehen und zur Abkühlung den See zu nutzen.

Und das mache ich ungefähr um 8 Uhr morgens, denn da ist im Hochsommer die Luft noch angenehm, die Sonne lässt mich Vitamin D an der nakten Haut produzieren – im Büro funktioniert das irgendwie nicht – und es sind noch nicht viele Gäste da. Genauer gesagt sind keine Gäste da. Auch nicht wenn ich erst um 9 Uhr spät drann bin, lassen sich viele Gäste blicken. Das kommt mir dann immer seltsam suspekt vor, wenn ich völlig allein in Freizeitpark – zu legalen Öffnungszeiten – bin. Der Gedanke eines Zombieangriffs drängt sich auf, wird aber schnell wieder zum vorbei ziehen freigelassen.

Leider haben die Knie dieses – um den Bauch fetter werdenden – Körpers nach ca. 2- oder 3jähriger Laufpause nicht ganz mitspielen wollen und haben nach einer Weile zu schmerzen begonnen. Das kann durchaus mehrere Ursachen haben wie mir Daphne von der Heilgarten zu ungefähr dieser Zeit erklärt hat, jedenfalls wurde es nach 4 Wochen ohne Laufen wieder gut.

Weil ich aber nicht gar-nichts machen wollte nutze ich seither ein paar freie Sportutensilien (ein Klettergerüst und was mich gerade im Fitnesspavilion anspricht) und schwimme dann ein längere Runde im See, der sich zu meinem Glück noch nicht an die morgendliche Umgebungstemperaturen von mittlerweile weniger als 10°C angepasst hat.

Die Brücke trennt den FKK Bereich vom Rest und verbindet die beiden gegenüberliegenden Ufer, toll für kleine Laufrunden.
Die Brücke trennt den FKK Bereich vom Rest und verbindet die beiden gegenüberliegenden Ufer, toll für kleine Laufrunden.

Obwohl es wirklich tolle Dinge am Schwarzl See zu finden gibt, schaffen sie es einem den längeren Aufenthalt so richtig zu vermiesen. Die Winklbauern waren heuer vormittags am 15. August dort. Das ist ein christlicher Feiertag, also hätte ich eine riesen Menschenmenge erwartet, immerhin braucht sicher so gut wie niemand zu arbeiten. Es waren dann relativ wenige Besucher, also ca. 20-30 Meter zwischen den paar verstreuten Badetüchern auf den wirklich guten Plätzen. Allerdings waren die Restaurants und Imbissbuden passenderweise auf Spar- statt Hochbetrieb eingestellt. Entweder ist es allgemein bekannt, dass an Feiertagen dort nichts los ist – was ich wirklich nicht normal finde – oder alle außer uns wussten, dass noch ein verheerendes Unwetter im Anmarsch war.

Wir sind dann an diesem, bis dahin sonnigen, Tag mit den aufsteigenden Gewitterwolken abgereist und haben zuhause beobachtet wie der Sturm die Bäume im Wald um fast 90° anwinkeln kann ohne dabei alle umzubrechen und wie Tennisballgroße Hagel’körner‘ auf die Caretta einschlugen. Aber wie es sich für eine Schildkröte gehört, blieb sie gänzlich unverletzt.

Die Hagel'körner'
Die Hagel’körner‘ …
in Aktion.
… in Aktion.

Naja, jedenfalls ist das Wasser sehr schön, für Kinder gibt an mehreren Stellen – meist in der Nähe von Restaurants oder Imbissbuden – Babybecken und wirklich witzige Spielplätze. Die Liegewiesen sind zum großen Teil im schrägen Gelände, was mir nicht so gefällt, aber meiner Erfahrung nach sind in den flachen Streifen auch nicht immer alles belegt. Das Essen ist für Veganer typischerweise unter aller Sau. Also Salat und Pommes, Pizza ohne Käse und Ähnliches. Die Bedienungen sind zum großen Teil unfreundlich und wenn man Pech hat, dann läuft die Musik auf der Strandlounge so laut, dass man sie überall am See hört. Außer vielleicht am FKK Bereich, denn der ist etwas abgelegen. Es gibt auch einen Kletterturm, diverse Rutschen, eine Wakeboard-Anlage und und und. Und trotzdem sind meiner Einschätzung nach sehr wenige Gäste. Die Preise sind auch relativ gesalzen, aber bei schönem Wetter kann man es dort eigentlich schon aushalten.

 

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